Abstiegsangst grassiert in der Bezirksliga

Nach dem ersten Saisonviertel in der höchsten Spielklasse des Fußball-Bezirks finden sich auf den letzten vier Tabellenplätzen gleich drei Mannschaften aus dem Raum Backnang wieder. Die Zuversicht ist aber groß, dass sich dies bis zum Rundenende bessern wird.

Angespannt ist die Gemütslage bei den abstiegsgefährdeten Mannschaften in der Bezirksliga wie hier im Spiel zwischen den Spielern des SV Steinbach (weiße Trikots) und dem Großen Alexander Backnang. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Angespannt ist die Gemütslage bei den abstiegsgefährdeten Mannschaften in der Bezirksliga wie hier im Spiel zwischen den Spielern des SV Steinbach (weiße Trikots) und dem Großen Alexander Backnang. Foto: T. Sellmaier

Von Heiko Schmidt

Sieben Spieltage sind in der Fußball-Bezirksliga absolviert. Der Hälfte der Mannschaften aus dem Altkreis Backnang muss dabei nach hinten schauen. Während sich die SG Oppenweiler/Strümpfelbach als Vierter, der TSV Sulzbach-Laufen als Fünfter und der SV Unterweissach als Zehnter im ruhigen Fahrwasser befinden, sieht es bei drei anderen Mannschaften nicht so gut aus. Der SV Steinbach, der Große Alexander Backnang und der VfR Murrhardt stehen im Tabellenkeller. Bei den drei Teams grassiert durchaus schon die Abstiegsangst.

SV Steinbach Auf dem viertletzten Platz und somit ganz knapp über dem Strich befinden sich die Steinbacher. Ihre Ausbeute sind bislang 8:17 Tore und vier Punkte. Der einzige Sieg resultiert aus dem 4:2 im Derby beim Großen Alexander Backnang. Zudem gab es ein torloses Unentschieden in der Heimpartie gegen das Schlusslicht KTSV Hößlinswart. „Natürlich sind wir nicht zufrieden“, erklärt Trainer Darko Milosevic. Er macht sich auch gleich an die Analyse. „Wir haben in den ersten sieben Spielen gegen vier Topteams der Liga gespielt. Die sind nicht unsere Wellenlänge.“ Milosevic ist aber noch anderes aufgefallen. „Wir haben gegen jeden Gegner unsere Chancen gehabt, diese aber nicht genutzt.“ Das soll in den kommenden Begegnungen besser werden. Zudem weist der Coach darauf hin: „Wir haben viele junge Spieler im Kader, die Potenzial haben, aber noch unerfahren sind.“ Hinzu kommt der Ausfall einiger Leistungsträger. Philipp Heller ist bislang aufgrund von Rückenproblemen nur zu sporadischen Einsätzen gekommen. Mika Abraham schlägt sich mit einer langwierigen Verletzung herum. Thilo Gruber hat mit dem Fußballspielen aufgehört. Milosevic gibt sich zuversichtlich, dass seine Mannschaft diese Ausfälle im Verlauf der Saison kompensiert. „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir den Ligaverbleib schaffen werden. Es sind oft Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben.“

Großer Alexander Backnang Mit 11:29 Toren und vier Punkten sind die Backnanger Drittletzter. Sie haben die meisten Gegentreffer aller Teams der Liga bekommen. Zudem ist eine Auswärtsschwäche mit keinem Punktgewinn zu sehen. Den einzigen Sieg gab es beim 1:0 zu Hause gegen den KTSV Hößlinswart. Hinzu kam das 2:2 beim Saisonauftakt gegen den TSV Sulzbach-Laufen. „Nach der schlechten Vorbereitung war es nicht anders zu erwarten“, sagt Trainer Efthimios Natsioulas. Aufgrund von Urlaub und Verletzungen habe er bislang nicht seine Stammelf aufgeboten. „Bei jedem Spiel musste ich Wechsel vornehmen.“ Außerdem bemängelt der Coach den Fitnesszustand einiger Spieler. „Der könnte besser sein. Anfangs halten wir gut mit, stehen das aber nicht über 90 Minuten durch.“ Auch beim Großen Alexander machen sich verletzungsbedingte Ausfälle spürbar bemerkbar. Torjäger Alain Haddad fiel drei Wochen mit einem Muskelfaserriss aus. Das trifft auch auf Mittelfeldmann Dimitrios Pandazis zu. Torhüter Dimitrij Metzler schaut seit zwei Wochen wegen Leistenproblemen zu. Trotzdem überwiegt die Zuversicht bei den Backnangern. „Wenn wir eine kleine Serie starten und unsere Heimspiele erfolgreich gestalten, dann werden wir in der Bezirksliga bleiben“, lautet die Ansage von Efthimios Natsioulas.

VfR Murrhardt Auf lediglich einen Sieg haben es bislang die Murrhardter gebracht. Der gelang mit 3:1 beim SSV Steinach-Reichenbach. Mit diesen mageren drei Punkten und einem Torverhältnis von 7:27 steht der VfR auf dem vorletzten Rang. „Wir sind sehr unzufrieden damit“, sagt der Spielertrainer Timo Schmid. Er führt das unter anderem auch auf die lange Verletztenliste zurück. Kapitän Evangelos Tsakiridis plagt sich mit Bänderproblemen herum. Max Neubauer muss aufgrund eines Rippenanbruchs mindestens vier Wochen pausieren. Das sind nur einige Akteure, die auf der langen Liste stehen. Auch das schwere Auftaktprogramm nennt Schmid als weiteren Grund fürs derzeit schlechte Abschneiden. „Wir haben schon gegen einige Meisterschaftsfavoriten gespielt.“ Allerdings war der Spielertrainer mit der Leistung seiner Mannschaft in den Partien gegen den SC Korb (2:6) und gegen die SG Oppenweiler/Strümpfelbach (1:8) überhaupt nicht zufrieden. „So dürfen wir nicht auftreten.“ Deshalb appelliert Schmid an seine Akteure: „Wir kommen nur mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit da unten raus.“ Der Charakter im Team stimme momentan trotz der Abstiegsangst.

Drei Teams müssen runter

Abstiegsregel Von den 16 Mannschaften in der Fußball-Bezirksliga müssen am Saisonende drei Teams absteigen, um auf die Sollzahl von 15 zu kommen. Sollten allerdings mehr als zwei Rems-Murr-Teams aus der Landesliga runterkommen, erhöht sich die Anzahl der Absteiger in der Bezirksliga auf vier Teams. Momentan befindet sich mit dem TSV Schornbach aber lediglich eine Mannschaft in der Landesliga auf einem Abstiegsrang. Das könnte sich aber ändern.

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Erstellt:
14. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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