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Auch Löws Wartezeit endet: Länderspiel-Neustart im September

dpa Nyon. Auf dieses Signal hatten Joachim Löw und Oliver Bierhoff gehofft. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft soll im September wieder Länderspiele bestreiten. Die UEFA legte am Mittwoch den Fahrplan für den Herbst vor. Zwei Extra-Partien sind dabei möglich.

Bundestrainer Joachim Löw startet mit der Nationalmannschaft im September wieder. Foto: Christian Charisius/dpa

Bundestrainer Joachim Löw startet mit der Nationalmannschaft im September wieder. Foto: Christian Charisius/dpa

Nun wird das Ende der quälenden Corona-Auszeit auch für Joachim Löw konkret. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet im September mit den ersten Länderspielen nach der Pandemie-Zwangspause in die nächste Auflage der Nations League.

Wie die UEFA nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees mitteilte, soll der Wettbewerb wie geplant mit den ersten beiden Spieltagen vom 3. bis 5. und 6. bis 8. September beginnen. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw startet mit einem Heimspiel gegen Spanien am 3. September und einem Auswärtsspiel in der Schweiz am 6. September, wie der DFB bestätigte. 289 Tage nach dem 6:1 in der EM-Qualifikation gegen Nordirland in Frankfurt wird die Länderspiel-Pause damit beendet.

„Ich kann es eigentlich kaum erwarten, selbst wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw schon am Dienstag in einem Interview des Deutschen Fußball-Bundes. Seine Spieler sieht er ohnehin bereit für den Neubeginn. „Ich freue mich, dass die meisten einen extrem frischen und fitten Eindruck machen, sie versprühen geradezu große Lust und brennen darauf, wieder zu spielen“, sagte Löw.

Für den DFB ist die Fortsetzung der Länderspiel-Saison auch ökonomisch von enormer Bedeutung, wie Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Direktor Oliver Bierhoff mehrfach klarmachten. Ohne Spiele drohen dem Verband Millionenverluste. „Die UEFA hat mit ihrer Entscheidung ein deutliches und klares Signal gesetzt. Ich freue mich, dass unsere Nationalmannschaften im Herbst auf ihre Spielfelder zurückkehren“, sagte Bierhoff am Mittwoch in einer DFB-Mitteilung.

Im Oktober und November stehen für die DFB-Auswahl dann sogar je drei Länderspiele an. Neben den Nations-League-Partien in der Ukraine und gegen die Schweiz am 10. und 13. Oktober besteht noch die Möglichkeit für je ein Testspiel am 7. oder 8. Oktober sowie am 11. oder 12. November. Zum Abschluss kommt es in der Gruppenphase der Nations League am 13. November zum Heimspiel gegen die Ukraine und am 16. November zum Auswärtsspiel in Spanien.

Die Testspiel-Tage wurden eingeführt, damit die Playoffs um die vier noch freien EM-Plätze ausgespielt werden können. In vier Gruppen spielen je vier Teams um jeweils ein EM-Ticket. Dabei wird auch der dritte deutsche EM-Gegner ermittelt.

Für die EM selbst ändert sich außer der Verschiebung um exakt ein Jahr für Löw praktisch nichts. München bleibt Heimspielort in der Gruppenphase mit den Partien gegen Frankreich am 15. Juni, gegen Portugal am 19. Juni und gegen den Playoffsieger am 23. Juni. Danach ginge es in der K.o.-Phase auf Europa-Tournee in einen der elf anderen Spielorte. In München findet noch ein Viertelfinale am 2. Juli statt. Dort würde Deutschland nur bei einer Konstellation als Gruppendritter wieder vor Heimpublikum spielen.

Weitere Details über das Länderspieljahr 2021 erfährt Löw möglicherweise schon am Donnerstag. Dann will die UEFA über die Modalitäten der Qualifikation für die WM 2022 in Katar befinden. Die Ausscheidungsrunde soll im März 2021 beginnen.

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Erstellt:
17. Juni 2020, 17:12 Uhr

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