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Ausfälle sollen keinesfalls eine Ausrede sein

Erste WFV-Pokalrunde: Fußball-Oberligist TSG Backnang will der Favoritenrolle beim Verbandsligisten Heiningen gerecht werden.

Einer von sechs TSG-Zugängen: Niklas Pollex deutet seine Qualitäten bereits an. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Einer von sechs TSG-Zugängen: Niklas Pollex deutet seine Qualitäten bereits an. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Fünf Urlauber, drei Langzeitverletzte, ein angeschlagener Fußballer: Der Kader des Oberliga-Aufsteigers TSG Backnang präsentiert sich vor dem morgigen Erstrundenspiel im WFV-Pokal beim Verbandsligisten 1. FC Heiningen (17 Uhr) dezimiert. Der neue Trainer Holger Ludwig hätte es sicherlich lieber anders, trotzdem geht er die Aufgabe zuversichtlich an: „Wir wollen der Favoritenrolle gerecht werden.“

Torjäger Mario Marinic, die beiden Innenverteidiger Patrick Tichy und Thomas Doser, Linksverteidiger Jannik Dannhäußer sowie der von Holger Ludwig zum alten und neuen Kapitän bestimmte Oguzhan Biyik weilen derzeit im Urlaub. Stürmer Rui Carvalho (Sprunggelenksprobleme) dürfte allenfalls für den Notfall dabei sein. Benito Baez-Ayala trainiert nach seinem Kreuzbandriss schon länger individuell und Michl Bauer kann damit nach seinem Mittelfußbruch noch in dieser Woche beginnen, aber beide Akteure werden noch eine Weile brauchen. Nicht absehbar ist das Comeback von David Kienast, der im ersten Testspiel des vergangenen Sommers eine schwere Knieverletzung erlitten hatte. Obwohl Keeper Marcel Knauss, der neue Innenverteidiger Marc Bitzer sowie Mittelfeldrückkehrer Sebastian Gleißner rechtzeitig wieder aus dem Urlaub in der Heimat eintrudeln werden, führt alles zusammen zu einer angespannten Personalsituation. Ludwig will dennoch nicht jammern, sondern glaubt an sein Team. „Wir sind so gut aufgestellt, dass wir in Heiningen bestehen können“, betont Backnangs Trainer im Brustton der Überzeugung.

Der 38-Jährige zieht das Selbstvertrauen nicht zuletzt aus der bisherigen, rund viereinhalbwöchigen Vorbereitung. Es sei nach der langen Coronapause für alle Vereine schwierig gewesen, wieder richtig ins Rollen zu kommen und die Belastung zu steuern, „aber wir haben intensiv gearbeitet“. Mit dem 5:1 bei Ludwigs Ex-Verein, dem Verbandsligisten Heimerdingen, dem 8:0 beim Landesligisten Allmersbach und dem 3:1 beim Verbandsligisten Rutesheim endeten drei von vier Testspielen mit Siegen. Zudem war auch der Auftritt bei der 0:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II sehr ordentlich. Auch die Integration der sechs Zugänge (Marc Bitzer, Adnan Rakic, Sebastian Gleißner, Mert Tasdelen, Niklas Pollex und Rui Carvalho) ist bereits weit fortgeschritten, einige von ihnen könnten in Heiningen zur Startformation zählen.

„Wir sind gut vorbereitet“, sagt Ludwig zum morgigen Duell, der Coach schränkt aber ein: „Wir sind wohl erst in zwei Wochen bei 100 Prozent.“ Dabei handelt es sich nicht um ein Versäumnis in der Trainingsarbeit, sondern um die logische Folge dessen, dass die Planungen auf den Oberliga-Auftakt am 22. August gegen Freiberg ausgerichtet sind. „Dem Gegner geht es genauso“, betont Ludwig, damit wäre es im Falle des Ausscheidens keine Ausrede. Mit Spielmacher Benjamin Kern und Torjäger Andre Kriks müssen zwei Heininger Schlüsselspieler ausgeschaltet werden, dann stehen die Chancen beim Elften der letzten Verbandsliga-Saison gut. Ungeachtet dessen, dass die Backnanger damit rechnen müssen, von den Hausherren wie üblich auf dem Kunstrasen empfangen zu werden. Bei der angesagten Hitze ist das alles andere als eine schöne Aussicht.

Zuletzt starke Pokalauftritte

Im WFV-Pokalwettbewerb der Vorsaison, der wegen der Coronakrise derzeit noch parallel zum neuen Turnier läuft, war für die Fußballer der TSG Backnang in der dritten Runde Schluss. Beim 2:4 auf eigenem Platz gegen den damaligen Drittligisten SG Sonnenhof schlug sich der damalige Verbandsligist aber sehr achtbar und führte bis kurz vor der Pause durch Shqiprim Binakajs Treffer mit 1:0. Trotzdem kam Großaspach weiter und zog zuletzt ins Halbfinale ein.

Unter anderem mit Siegen bei den Stuttgarter Kickers und gegen den damaligen Drittligisten VfR Aalen schaffte die TSG 2018/2019 den Viertelfinaleinzug, dann gab’s in Reutlingen eine 0:1-Niederlage.

Den bislang einzigen WFV-Pokalsieg ihrer Historie feierte die TSG am 20. Mai 1991. Im Stadion an der Kreuzeiche gewann der damalige Verbandsligist das Finale gegen den gastgebenden Oberligisten Reutlingen mit 2:1, die Tore vor 1500 Zuschauern erzielten Armin Scheiffele und Markus Sailer.

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Erstellt:
7. August 2020, 11:30 Uhr

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