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Backnanger auf dem Podest

KSC-Sportler trumpfen bei der deutschen Meisterschaft im Mixed Martial Arts und im Allkampf auf

Die Backnanger Kampfsportler und ihre Fans sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Foto: privat

Die Backnanger Kampfsportler und ihre Fans sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Foto: privat

(aal). Die Kampfsportler des KSC Backnang zeigten bei der offenen deutschen Meisterschaft im Mixed Martial Arts (MMA) und im Allkampf in Sinsheim starke Leistungen. Sie sicherten sich durchweg Medaillen. Der Schüler Alan Gebhardt, die Jugendlichen Mike Neulinger und Telman Gevorgian sowie bei den Erwachsenen Baran Akbuga, Gevorg Gevorgian, Aaron Sieß, Fabian da Rocha Maru und Gabriel Gührer nahmen teil. Das Team wurde vervollständigt durch die Betreuer Spartakus Mavridis neben Mathias Riedel und das Allkampf-Kampfrichterteam Michail Chrisopoulus, Nazar Akbar und Matvey Timerbulatov.

Baran Akbuga beeindruckte im Allkampf gegen den Franzosen Anton Carrlos durch wirkungsvolle Boxtechniken und fuhr einen klaren Punktsieg ein. Im Finale gegen Alex Temirbulatov aus Radolfzell zeigte der Ex-Bundesliga-Boxer, dass er sich auch im Grappling auskennt. Er brachte seinen Gegner durch Beingreifer zu Boden und errang dort dann mit harten Faustangriffen den Sieg.

Gabriel Gührer und Aaron Sieß erreichten in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm das Halbfinale. Beide Sportler zeigen unterschiedliche Kampfkonzeptionen. Sieß versuchte, vor allem mit langen Kicks den Distanzkampf zu behalten, während Gührer immer wieder mit dynamischen Wurftechniken den Kampf in die Bodenlage verlagerte. Da der dritte Platz nicht ausgekämpft wurde, erhielten beide gemeinsam die Bronzemedaille.

Die Brüder Gevorg (bis 74 Kilogramm) und Telman Gevorgian (über 100) erkämpften jeweils dominant den ersten Platz, wobei Gevorg im Finale ebenfalls einen der französischen Wettkämpfer vor den Fäusten hatte. Den Sportler des KSC Backnang plagte eine Fußprellung, er musste daher den Kampf in der für ihn ungewohnten Auslage mit dem anderen Bein vorne bestreiten. Trotz dieses Handicaps machte er mit dem französischen Athleten kurzen Prozess und zwang ihn durch eine nicht enden wollende Angriffswelle zur Aufgabe in der ersten Runde. Fabian da Rocha Maru kämpfte in der Gewichtsklasse bis 84 Kilogramm zunächst gegen Eike Mintenbeck aus Radolfzell, bevor er im Halbfinale gegen Tilo Kramer aus Heilbronn unterlag. Er erkämpfte sich damit den dritten Platz.

Der Junior Mike Neulinger, der demnächst nach Polen auf die Kickbox-Weltmeisterschaft fahren wird, traf im Finale auf Eliya Aslanyürek aus Mannheim. Der Kontrahent trainiert schon seit neun Jahren und wurde im Oktober letzten Jahres in Athen Vizeweltmeister im Kickboxen. Somit konnte der junge Backnanger seinen aktuellen Leistungsstand unmittelbar vor der Weltmeisterschaft gut überprüfen. Es gelang dem Backnanger, seinen Kontrahenten mit langen Kicks vor sich her zu treiben, um dann mit geraden Fauststößen nachzusetzen. Der Schützling von Trainer Artur Allerborn führte in der letzten Runde uneinholbar. Da duckte sich Aslanyürek zu weit ab und wurde von einem Knie am Kopf getroffen. Mike Neulinger wurde disqualifiziert und musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Trainer Allerborn war mit den Leistungen und dem Abschneiden seiner Athleten sehr zufrieden, es scheint in Backnang eine neue Generation von Wettkämpfern heranzureifen, die sich bald auch im MMA ihre Meriten verdienen wird.

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Erstellt:
10. Oktober 2019, 11:30 Uhr

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