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Backnangs Abstieg ist besiegelt

Regionalliga-Volleyballerinnen müssen nach nur einem Jahr wieder in die Oberliga runter – Mannschaft fällt nicht auseinander

Diesmal sollte es klappen. Beim zweiten Mal wollten Backnangs Regionalliga-Volleyballerinnen nicht ein zweites Mal sofort wieder absteigen. Die Hoffnungen und Wünsche waren vergebens. „Es ist rum, wir sind abgestiegen“, bestätigt Spielführerin Franziska Schlipf, dass die TSG in den beiden restlichen Saisonspielen die Liga nicht mehr halten kann.

Die Situation der Backnanger Volleyballerinnen in Sachen Nichtabstieg ist aussichtslos. Für Franziska Schlipf (Vierte von rechts) und ihre Mitstreiterinnen geht es zurück in die Oberliga. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Situation der Backnanger Volleyballerinnen in Sachen Nichtabstieg ist aussichtslos. Für Franziska Schlipf (Vierte von rechts) und ihre Mitstreiterinnen geht es zurück in die Oberliga. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Das Mannheimer 3:1 beim Vorletzten TSV Burladingen am vergangenen Sonntag war die Entscheidung gegen Backnang. Die Kurpfälzerinnen vergrößerten den Abstand auf die spielfreien Murrtalerinnen (14 Punkte) auf acht Zähler. Das ist für die TSG in den zwei noch ausstehenden Duellen nicht mehr wettzumachen. Selbst wenn sie beide Vergleiche deutlich gewinnt, kann es nur noch maximal sechs Punkte geben. Wie schon vor zwei Jahren verabschieden sich die Backnanger Volleyballerinnen nach nur einer Runde aus der Regionalliga.

Nächste Saison kämpfen Franziska Schlipf und ihre Kolleginnen wieder in der Oberliga um Punkte. „Es ist traurig, dass es nicht geklappt hat“, sagt die 26-Jährige und ist sich sicher: „Der Klassenverbleib wäre drin gewesen, wenn auch vielleicht nur knapp.“ Kleinigkeiten seien ausschlaggebend für die Rückkehr in die fünfthöchste Spielklasse gewesen, urteilt die TSG-Spielerin. Sie spricht dabei unter anderem unnötige Niederlagen an, wie das 2:3 Ende Januar bei Mitabsteiger Burladingen, als die Murrtalerinnen eine 2:0-Satzführung aus der Hand gaben. Dasselbe Schicksal ereilte den Drittletzten zwei Wochen später auch in Gmünd. Zwei von mehreren Beispielen, bei denen es den Backnangerinnen nicht gelang, enge Spiele für sich zu entscheiden.

Knappe Niederlagen, Verletzungspech und immer wieder Umstellungen

Erschwerend hinzu kam beim Aufsteiger, dass sich wichtige Spielerinnen verletzten. So fehlte Mittelblockerin Leonie Maaß zu Beginn der Saison rund zwei Monate. Im zweiten Halbjahr verletzten sich Schlipf selbst (Kahnbeinbruch an der rechten Hand) und Vanessa Maglica (Kreuzbandriss). Seitdem kämpft die TSG ohne eine ihrer beiden etatmäßigen Außenangreiferinnen. „Wir hatten einfach zu selten den gesamten Kader zur Verfügung“, erklärt die Spielführerin und macht klar: „Dadurch war die Abstimmung problematisch, waren doch immer wieder Umstellungen nötig.“ Und das ist in entscheidenden Spielphasen eben nicht gerade ein Vorteil.

Wobei Franziska Schlipf und ihre Kolleginnen trotz der Trauer wegen des Abstiegs nicht in Sack und Asche gehen. Einerseits sei es zwar schade, dass die Liga nicht gehalten wurde, aber andererseits „ist es für uns alle eigentlich in Ordnung, dass wir nun wieder in der Oberliga spielen“. Auch weil die Backnangerinnen hoffen, dort wieder öfter als Siegerinnen vom Feld zu gehen. Etwas, das für den Spaßfaktor nicht gänzlich unwichtig ist.

Gut ist deshalb, dass die TSG trotz des Abstiegs nicht völlig auseinanderfällt. „Es gibt zwar noch Spielerinnen, die überlegen, aber viele haben schon zugesagt, dass sie dabeibleiben“, berichtet Franziska Schlipf, die nach ihrer Verletzung in der neuen Saison selbst wieder angreifen will. Bei Vanessa Maglica wird es dagegen noch ein wenig dauern, bis sie nach ihrer langwierigen Knieverletzung aufs Feld zurückkehren wird. Sicher weg ist Kim Prade. Die auch als Beachvolleyballerin aktive 15-Jährige wechselt wie in den Jahren zuvor schon Jennifer Faber und Iva Maglica von der TSG zum Stuttgarter Stützpunktteam. Franziska Schlipf ist jedoch guten Mutes, was die neue Runde anbelangt: „Wir werden eine Mannschaft zusammenbekommen, die in der Oberliga konkurrenzfähig ist.“ Das auch, weil die Backnangerinnen hoffen, dass aus dem eigenen Nachwuchsbereich noch jemand zum Aufgebot dazukommt.

Was noch geklärt werden muss, das ist allerdings die Trainerfrage. Der vor dieser Saison gekommene Coach Ronny Schmitzer verabschiedet sich nach dem Abstieg und nur einem Jahr in Backnang wieder. Auch weil das Traineramt im Murrtal für den aus der Ulmer Ecke stammenden 38-Jährigen einen recht hohen Aufwand mit sich bringt.

Hintergrund

Im Frühjahr 2017 stiegen Backnangs Volleyballerinnen das erste Mal in die Regionalliga auf. Wegen einer Niederlage im letzten Spiel ging es nach nur einer Saison wieder runter in die Oberliga. Dort wurde die TSG erneut Meister, stieg sofort wieder auf und nun gleich wieder ab.

In dieser Runde kämpft die TSG noch zweimal um Punkte. Am Samstag, 14. März, gastiert sie in Tübingen. Zum Abschluss gastiert am Samstag, 21. März, der TTV Dettingen in der Mörikehalle.

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Erstellt:
5. März 2020, 06:00 Uhr

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