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Bann gebrochen, super Trainereinstand

Fußball-Drittligist aus Großaspach landet im ersten Spiel unter Schnorrenberg beim 1:0 gegen Meppen wieder einen Heimsieg

Der Bann ist gebrochen. Nach elf Monaten gelang den Fußballern der SG Sonnenhof Großaspach ein Heimsieg. Das 1:0 gegen den SV Meppen ist zugleich ein Traumeinstand für den neuen Trainer Florian Schnorrenberg. Allerdings war es ein glücklicher Dreier, denn den Siegtreffer erzielte Philipp Hercher in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Bejubelten den Siegtreffer (von links): Torschütze Philipp Hercher, Michael Vitzthum und Makana Baku.Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Bejubelten den Siegtreffer (von links): Torschütze Philipp Hercher, Michael Vitzthum und Makana Baku.Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Der 18. November 2017 hat sich tief in den Köpfen bei den Spielern, Verantwortlichen und Fans der SG Sonnenhof Großaspach eingebrannt. Da gab es beim 1:0 gegen Rot-Weiß Erfurt den letzten Drittliga-Heimsieg für den Dorfklub. Mit exakt dem gleichen Ergebnis erlösten die SG-Spieler ihre Fans. „In den wenigen Tagen, die ich hier bin, wurde mir das Datum ganz oft genannt“, berichtet Coach Florian Schnorrenberg und schiebt auch gleich nach: „Die Erleichterung ist riesengroß.“ Das war auch am Jubel der Großaspacher Spieler zu sehen. Dafür hatte Philipp Hercher mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit gesorgt. „Philipp hat einen guten Torschuss, den er gezeigt hat“, lobt der neue Trainer.

„Es war fast der letzte Angriff. Rudi Baku spielt mich super an und ich habe einfach drauf gehalten“, schilderte der Torschütze die Aktion. Hercher ging aber auch etwas kritisch mit seiner Leistung um: „Ich bin schwer ins Spiel gekommen. In der Pause habe ich mir gesagt, dass mehr kommen muss.“ Und das kam es auch. Der Offensivmann steigerte sich und löste den Aspacher Jubel aus. Hercher hatte aber wie auch einige seiner Mitspieler zunächst etwas Probleme, das umzusetzen, was der neue Coach vor hat.

Schnorrenberg nahm bei seinem ersten Drittliga-Spiel als SG-Trainer zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem torlosen Remis in Würzburg, bei dem Interims-Coach Zlatko Blaskic das Sagen hatte, vor. In der Innenverteidigung spielte Korbinian Burger für Kai Gehring von Beginn an. Im Angriff rückte Makana Baku in die Anfangsformation. Marco Hingerl fehlte aufgrund eines leichten Muskelfaserrisses. Wie im Vorfeld vermutet, ließ Schnorrenberg mit einer 4:2:3:1-Grundordnung spielen. Und damit kamen nicht alle SG-Akteure gleich gut zurecht. „Wir haben nicht das Anlaufverhalten gezeigt, was ich wollte. Auch bei den Ballbesitzphasen gibt es noch Steigerungspotenzial“, resümierte Schnorrenberg. Als Motivation hatte er seinen Spielern allerdings einen Tag vor dem Heimmatch gegen Meppen alle sieben bislang erzielten Drittliga-Treffer des Teams als Video-Zusammenschnitt gezeigt. Das sollte als Motivation dienen. Schnorrenbergs Plan ging jedenfalls auf.

Hingegen wirkte Meppens Trainer Christian Neidhard schon etwas angefressen. „Es ist unbegreiflich, wie man so ein Spiel nicht gewinnen kann“, wetterte er und fügte mit scharfem Ton hinzu: „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant und haben bis zur gelb-roten Karte gut verteidigt. Es ist ärgerlich, dass wir die Partie in der Nachspielzeit noch aus den Händen geben.“ Auch Schnorrenberg sah die Gäste aus dem Emsland etwas besser. „Der Gegner war einen Tick aggressiver als wir.“ Trotzdem gelang den Schwaben der Heimsieg.

SG-Routinier Timo Röttger sprach das aus, was viele beim Team aus dem Fautenhau dachten: „Jetzt kann keiner mehr meckern.“ Er berichtet auch davon, dass der neue Coach „viel einstudiert hat“ und auch „viele Einzelgespräche“ führte. Und eines konnte sich Röttger, der als einzige Sturmspitze aufgeboten wurde, nicht verkneifen: „Sch... auf die elf Monate. Wir starten nun eine andere Serie.“ Die nächste Aufgabe wird jedoch nicht einfach, denn am kommenden Sonntag um 13 Uhr müssen die Großaspacher beim starken Aufsteiger TSV 1860 München ran. Und die Vorbereitung für dieses Match läuft seit gestern, denn da fand schon eine Übungseinheit statt. Am heutigen Montag gibt der neue Coach seinen Spielern trainingsfrei. Vielleicht auch als ein Dankeschön für seinen Traumeinstand in seinem ersten Drittliga-Spiel.

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Erstellt:
22. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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