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Bauer bleibt, egal wie die Saison endet

Innenverteidiger unterschreibt beim Fußball-Oberligisten TSG Backnang bis 2021, obwohl den Roten der Abstieg droht

Der Verbleib der TSG Backnang in der Fußball-Oberliga hängt vor dem letzten Saisonspiel am Donnerstag (15 Uhr, Etzwiesenstadion) gegen den FV Ravensburg am seidenen Faden. Trotz der Ungewissheit gibt’s bei der Kaderplanung den nächsten Erfolg zu vermelden: Der seit 2017 von Großaspach ausgeliehene Michl Bauer schließt sich endgültig den Roten an. Der 20-jährige Innenverteidiger unterschrieb einen Vertrag bis 2021.

Michl Bauer ist mit seiner Kopfballstärke zum einen ein wichtiger Faktor in Backnangs Defensive, zum anderen sorgt der 20-Jährige nach Eckbällen und Freistößen für Torgefahr. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Michl Bauer ist mit seiner Kopfballstärke zum einen ein wichtiger Faktor in Backnangs Defensive, zum anderen sorgt der 20-Jährige nach Eckbällen und Freistößen für Torgefahr. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

58 Oberliga-Einsätze in zwei Spielzeiten: Michl Bauer entwickelte sich vom Talent in Windeseile zum Leistungsträger und ist aus Backnangs Abwehr kaum noch wegzudenken. Klar, dass Marc Erdmann erleichtert ist, ihn zum Bleiben bewegt zu haben. „Das ist für uns eine ganz wichtige Personalie“, betont das Vorstandsmitglied: „Seine Zusage war keine Selbstverständlichkeit. Er war stark umworben, unter anderem von ambitionierten Ligarivalen.“ Ihn freue es auch deshalb, dass Bauer dableibt, weil er „ein Spieler aus der Region ist, der sich toll entwickelt hat und dem ich noch eine große Weiterentwicklung zutraue“. Er halte die Entscheidung des in der Jugend der Kickers sowie der SG Sonnenhof ausgebildeten Akteurs, sich weitere zwei Runden an die TSG zu binden, nicht alleine aus Eigeninteresse für richtig, meint Erdmann, „ich denke, es ist auch für seine sportliche Entwicklung das Beste“.

Bauer, der Kapitän der Aspacher A-Jugend war und vor seinem Wechsel aus dem Fautenhau unter das Viadukt bereits einige Male zum Drittliga-Kader zählte und in Testspielen mitmischte, sieht sein Defensiv- und Kopfballspiel bereits als sehr gut an, jeweils zwei Kopfballtreffer in der vergangenen und dieser Saison deuten auch die Offensivqualitäten an. Woran er feilen muss, weiß der Innenverteidiger auch genau: „Ich sehe meine Schwächen noch in der Übersicht und damit im Aufbauspiel.“

Am Donnerstag gegen den Neunten aus Ravensburg will Bauer seinen Teil beitragen, dass Backnang mit einem Sieg die eigenen Hausaufgaben erledigt. Wenn das passiert und die Punktzahl auf 40 hochgeschraubt ist, richtet sich der Blick des Tabellenviertletzten auf die anderen Resultate: Sollte Oberachern (38) beim Vorletzten in Gmünd nicht gewinnen und/oder Ilshofen (40) gegen den Letzten Spielberg verlieren, bleibt die TSG drin. Holen die Roten selbst nur einen Punkt, müssen sie auf eine Niederlage von Oberachern hoffen.

Sollte das Team von Trainer Evangelos Sbonias die Spielzeit als Viertletzter beenden, ist der Abstieg trotzdem noch nicht besiegelt. Danach läge Backnangs Schicksal in den Händen des Oberliga-Vizemeisters, der in der Relegation gegen die Zweiten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (Völklingen) und der Hessenliga (Alzenau) den Aufstieg in die Regionalliga schaffen müsste. Wer für die höchste Spielklasse in Baden-Württemberg antritt, entscheidet sich ebenfalls am Donnerstag – und zwar in der Aspacher Mechatronik-Arena, wo um 15 Uhr der FSV 08 Bissingen (3. Platz, 61 Punkte) und die Stuttgarter Kickers (2. Platz, 63 Punkte) zum letzten Saisonspiel aufeinandertreffen. Dorthin weichen die Bissinger wegen des erwarteten großen Zuschauerandrangs zu dieser Partie aus.

„Wir haben uns etwas erarbeitet und hoffen jetzt, dass wir drinbleiben“, erklärt Michl Bauer, der den Roten jedoch auch bei einem Verbandsliga-Abstieg treu bleiben würde: „Dann steigen wir in der kommenden Saison halt sofort wieder auf.“

Hintergrund
Jubel um Patrick Bauer

Patrick Bauer, der Cousin von TSG-Kicker Michl Bauer, schoss Charlton Athletic am Sonntag in die zweite englische Liga. Dem 26-jährigen Innenverteidiger gelang in der vierten Minute der Nachspielzeit im Play-off-Finale gegen Sunderland vor über 76 000 Zuschauern im Wembleystadion der 2:1-Siegtreffer. Der Vertrag des gebürtigen Backnangers läuft im Sommer aus, eine Verlängerung dürfte mit dem Aufstieg wahrscheinlicher geworden sein.

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Erstellt:
28. Mai 2019, 06:00 Uhr

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