Bayern im Cyber-Training - Neuzugang Nianzou verletzt

dpa München. Die Bayern haben ihren Triple-Urlaub beendet. Mit Corona-Tests und einer Trainingseinheit vor den Bildschirmen ging es für Manuel Neuer und Co. los. Ein Neuzugang fällt verletzt aus.

Wird dem FC Bayern zum Saisonstart fehlen: Neuzugang Tanguy Nianzou. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/FC Bayern München/dpa

Wird dem FC Bayern zum Saisonstart fehlen: Neuzugang Tanguy Nianzou. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/FC Bayern München/dpa

Thomas Müller setzte sein Urlaubs-Lächeln auf, als er nach dem Corona-Test die Säbener Straße wieder verließ. Mit einer ersten medizinischen Kontrolle und dann einer virtuellen Einheit vor den Bildschirmen hat Triple-Champion FC Bayern sein Training für die neue Saison aufgenommen.

Wie bereits bei der Vorbereitung auf den Champions-League-Triumph erprobt, ließ Coach Hansi Flick seine Schützlinge in den jeweils eigenen vier Wänden schwitzen. Nach weiteren Diagnostik-Tagen wollen die Münchner dann am 11. September erstmals zusammen auf dem Platz trainieren.

Dann könnte aber bereits ein erster Verletzungsausfall die gute Laune im Münchner Spätsommer trüben. Neuzugang Tanguy Nianzou hat sich am Oberschenkel verletzt und fällt vorerst aus. Wie die Bayern mitteilten, zog sich der 18-Jährige die Blessur bei der französischen U20-Nationalmannschaft zu. Er werde „bis auf Weiteres“ fehlen, hieß es. Nianzou war im Sommer von Münchens Champions-League-Finalgegner Paris Saint-Germain zum deutschen Fußball-Rekordmeister gekommen.

In einem Bericht von „Bild“ und „Sport Bild“ ist von einer Ausfallzeit von bis zu sechs Wochen die Rede. Die Bayern präzisierten die Prognose nicht. Den Saisonstart könnte der Abwehrspieler damit aber verpassen. Nachdem das Erstrunden-Match der Münchner im DFB-Pokal gegen Düren auf Mitte Oktober verlegt wurde, müssen die Flick-Schützlinge beim Bundesliga-Start am 18. September (20.30 Uhr/ARD/DAZN) gegen den FC Schalke 04 erstmals ran.

Sechs Tage danach geht es gegen FC Sevilla um den europäischen Supercup, bei dem Manuel Neuer und Co. erstmals seit dem großen Corona-Lockdown wieder vor Zuschauern spielen sollen. Das Stadion in Budapest darf am 24. September zu knapp einem Drittel gefüllt werden. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin sieht darin einen „Pilottest“, wie er am Dienstag sagte. 3000 Tickets stehen für Bayern-Fans zur Verfügung.

Das Ausmaß der Kulisse ist für die Münchner damit bekannt. Wer aber in der ungarischen Hauptstadt das Bayern-Trikot überstreift, das ist teilweise noch offen. Ob etwa Spielmacher Thiago den Verein bis dahin verlassen hat und wenn ja wohin, das ist unklar. Auch ob Routinier Javi Martínez wie von spanischen Medien berichtet zu seinem Heimatverein Athletic Bilbao zurückkehrt, ist nicht sicher. Und schließlich ist offen, ob Ivan Perisic nach seinem Leihgeschäft fix von Inter Mailand verpflichtet wird. Die Clubs verhandeln.

Coach Flick will sich am 9. September erstmals zur neuen Saison und den Personalthemen äußern. 17 Tage nach dem Champions-League-Sieg von Lissabon bringt er die drei Trophäen des Triples in das Bayern-Museum der Allianz Arena.

© dpa-infocom, dpa:200908-99-476565/4

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Erstellt:
8. September 2020, 16:44 Uhr

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