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Bayern warnen vor ALBA: „Werden um ihr Leben kämpfen“

dpa Berlin. Für den FC Bayern läuft in der Finalserie der Basketball-Bundesliga alles nach Plan. Nach dem zweiten Sieg gegen ALBA Berlin kann München am Sonntag erneut den Titel holen.

Müssen das dritte Finalspiel unbedingt gewinnen: ALBA's Johannes Thiemann (l-r), Rokas Giedraitis und Luke Sikma. Foto: Andreas Gora

Müssen das dritte Finalspiel unbedingt gewinnen: ALBA's Johannes Thiemann (l-r), Rokas Giedraitis und Luke Sikma. Foto: Andreas Gora

Selbst die komfortable Führung in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft sorgt bei den Basketballern des FC Bayern nicht für Sicherheit.

„Wenn wir und unsere Fans jetzt denken, es steht 2:0 und alles ist in trockenen Tüchern und wir feiern jetzt im Audi Dome, dann werden wir ein blaues Wunder erleben“, sagte Geschäftsführer Marko Pesic nach dem 82:77 (45:46) in Berlin. Zwar machte der Titelverteidiger am Mittwoch in der Best-of-five-Serie den zweiten Sieg im zweiten Spiel perfekt, trotzdem warnte Pesic: „ALBA ist eine Mannschaft, die werden um ihr Leben kämpfen.“

Hauptrundensieger Bayern fehlt zum erneuten Triumph nur noch ein Erfolg. Diesen könnte der Meister am Sonntag (18.00 Uhr/Magenta Sport) in eigener Halle feiern und die Playoffs erstmals ganz ohne Niederlage beenden. Das war zuvor nur Bayer Leverkusen (1991/92 und 1993/94), ALBA (1997/98 und 2001/02) sowie Brose Bamberg (2015/16) gelungen. An solche Bestmarken verschwendet in München aber noch niemand einen Gedanken. „Jetzt kommt ALBA nach München und wird alles geben. Dafür müssen wir bereit sein“, sagte Trainer Dejan Radonjic.

Abgezockt und mit viel Erfahrung entschied München um die Topscorer Devin Booker (16 Punkte) und Derrick Williams (12) das Match in der Hauptstadt für sich. In hitziger Atmosphäre vor 14 044 Zuschauern war vor allem die Nervenstärke in der Schlussphase entscheidend. Im Duell der „beiden besten Teams der Liga“ (Radonjic) hinterließen die Münchner den Eindruck, als würden sie vorzeitig alles klarmachen können und die fünfte Meisterschaft der Clubgeschichte einfahren. Der Weg von ALBA zum Triumph ist hingegen beschwerlicher geworden. Alle drei möglichen Begegnungen müsste der achtmalige Champion gewinnen.

„Die Serie ist noch nicht vorbei“, sagte Kapitän Niels Giffey und machte seinem Team ebenso Mut wie NBA-Profi Dennis Schröder, der mit Familie im Publikum saß. „Wenn sie da mit Selbstbewusstsein rangehen, können sie erstmal ein Spiel holen. Sie müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken“, sagte der Aufbauspieler der Oklahoma City Thunder.

Die Bayern jubelten nach dem wichtigen Auswärtserfolg nur verhalten, während Berlin nicht resignieren wollte. „Man kann nicht oft sagen, dass man stolz ist nach einer Niederlage, aber ich muss meinen Spielern zu diesem Spiel gratulieren“, sagte ALBA-Trainer Aito Garcia Reneses. Der 72-Jährige braucht mit seinem Team nun einen Sieg, um ein viertes Spiel am kommenden Dienstag in Berlin zu erzwingen. „Ich hoffe, dass wir nochmal hierher zurückkommen“, sagte Aito.

Einigkeit auf beiden Seiten herrschte über das sportlich hohe Niveau der Finalserie. „Wir sind erst im zweiten von fünf möglichen Spielen, aber was man jetzt schon sagen kann, ist, dass es von der Qualität der Spieler und von den Spielweisen das beste Endspiel ist, das ich jemals in der Bundesliga gesehen habe“, sagte Pesic: „Es können alle sehr stolz sein, dass wir so einen Wettbewerb haben.“

Warnt vor vorfrüher Euphorie: Marko Pesic. Foto: Annegret Hilse

Warnt vor vorfrüher Euphorie: Marko Pesic. Foto: Annegret Hilse

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Erstellt:
20. Juni 2019, 12:06 Uhr

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