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Blutleerer Auftritt von Hannover schockt Doll

Hannover /SID - Thomas Doll hüstelte und schniefte. Der Schweiß stand ihm auf der Stirn, die Augen waren glasig. Und dennoch war die heftige Erkältung bei Weitem nicht das Schlimmste, was den Trainer von Hannover 96 plagte. „Wir können froh sein, nicht mit sieben Stück nach Hause zu fahren“, sagte Doll nach dem 0:3 (0:2) bei der TSG Hoffenheim: „So kannst du keinen Blumentopf gewinnen. Wir haben als Mannschaft versagt. Wir sind schockiert.“

Tatsächlich waren die Niedersachsen im Kraichgau hoffnungslos unterlegen. Ihre Vorstellung hatte nichts mit Bundesliga-Fußball zu tun. In dieser Verfassung ist der Abstieg für den Club, der seit 23 Partien auswärts keinen Sieg eingefahren hat, nicht zu vermeiden. Der umstrittene Präsident Martin Kind kündigte an, nicht aufzugeben. „Die Tabelle gibt noch alles her. Ich will nicht absteigen, wir werden kämpfen“, sagte der 74-Jährige und unterstützte Doll: „Ich finde es gut, wenn Leute ihre Meinung offensiv formulieren.“

Doll hatte sich zuvor „überrascht und ernüchtert“ gezeigt: „Das war ein blutleerer Auftritt. Ich hatte wirklich gedacht, dass wir einen kleinen Schritt weiter sind“, hatte der Trainer geäußert, dessen Team nach 22 Spieltagen gerade einmal 14 Punkte auf dem Konto hat: „Wir sind wie die Kaninchen vor der Schlange durch die Gegend gelaufen. Das sah so aus, als ob der ein oder andere die Situation noch nicht erkannt hat. Wir sollten schleunigst ein anderes Gesicht zeigen.“ Doll ging ­sogar so weit, dass er den Job an der Leine als „den schwierigsten“ seiner Karriere bezeichnete.

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Erstellt:
18. Februar 2019, 03:04 Uhr

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