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Chance zur Wende mehrmals ausgelassen

Starker Auftritt wird nicht belohnt: Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang verlieren in Fürstenfeldbruck mit 29:32

Da hat wirklich nicht viel gefehlt. Die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang lieferten beim TuS Fürstenfeldbruck ein starkes Spiel ab, trotzdem fuhren sie ohne Punkte aus Bayern ins Ländle zurück. Unter dem Strich stand eine 29:32-Niederlage. Die Murrtaler hatten guten Grund, sich darüber zu ärgern, denn gleich mehrmals ergriffen sie die Chance zur Wende nicht.

So sehr sich Felix Raff und die HCOB-Handballer auch ins Zeug legten, ihnen wollte die Wende trotz aller Chancen einfach nicht gelingen. Foto: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

So sehr sich Felix Raff und die HCOB-Handballer auch ins Zeug legten, ihnen wollte die Wende trotz aller Chancen einfach nicht gelingen. Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

In den ersten Minuten heizte Fürstenfeldbruck den Gästen ein, griff in der Abwehr beherzt zu. Die Referees zauderten aber noch. Sie wollten, auch wenn es Gründe genug gegeben hätte, nicht gleich zu Beginn mehrmals Siebenmeter gegen den TuS pfeifen. Damit hatten die Hausherren alles richtig gemacht. Rasch stand es 4:0.

Dann fand der HCOB besser in die Partie. Die Hereinnahme des wiedergenesenen Evgeni Prasolov verlieh dem Angriffsspiel mehr Durchschlagskraft. Die Murrtaler gestalteten die Partie erst so offen, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs, ab der 15. Minute übernahmen sie die Regie und rückten heran. Ihr Torwart Stefan Koppmeier hielt einige Bälle, auf der Gegenseite gab’s nun auch Siebenmeterpfiffe: Marcel Lenz traf zum 9:11 und zum 10:11. Koppmeier sorgte mit einem Wurf aus 40 Metern ins leere Tor für den Ausgleich.

In den Minuten danach hätte der HCOB vorbeiziehen können, ließ allerdings einige Chancen liegen und machte zu wenig aus den Überzahlspielen. Und er hatte Pech: Lenz traf den Pfosten, Felix Raffs Wurf donnerte an die Latte. Fürstenfeldbruck lag zur Halbzeit wieder vorne – 15:13. Die erste Gelegenheit, dieses Spiel in die gewünschten Bahnen zu lenken, war vertan.

Nach dem Seitenwechsel drängte der HCOB auf den Anschluss, hatte erstklassige Torchancen. Nun rückte Fürstenfeldbrucks Keeper Michael Luderschmid in den Mittelpunkt. Er wehrte mehrere Bälle ab und ermöglichte es seinem Team, nicht nur weiter in Führung zu bleiben, sondern bis zur 40. Minute sogar erneut auf 20:16 davonzuziehen. Mit Blick auf die zahlreichen versiebten Großchancen war aus der Sicht der Gäste zu bilanzieren: Das war bereits die zweite verpasste Chance.

Doch die Moral stimmte, die Murrtaler kämpften. Zeitstrafen auf beiden Seiten, die sich den Zuschauern nicht immer allesamt erschlossen, sorgten für Hektik. Der HCOB kam wieder heran, Raff erzielte tolle Tore aus der zweiten Reihe. Nur noch 20:22 nach 43 Minuten, wieder durften die mitgereisten Anhänger auf die Wende hoffen. Doch darauf folgte was? Richtig: Der nächste Nackenschlag. Dreimal hintereinander leistete sich das Team von Trainer Matthias Heineke Fehlabgaben. Die Treffer 23, 25 und 26 erzielten die Einheimischen, indem sie den Ball ins leere Tor warfen. Wieder war aus einer aussichtsreichen Situation eine schwierige geworden.

Ein letztes Mal warf der HCOB alles nach vorne. Eine sehr offensive Deckung brachte Fürstenfeldbruck ins Schwimmen. Fünf Minuten vor dem Ende verkürzte Jakub Strýc zum 27:28, zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff gelang demselben Handballer das 29:30. Nur noch eine Winzigkeit trennte den Drittligisten aus der Sturmfedergemeinde vom Coup beim Favoriten, doch dann vergab Lenz einen Siebenmeter. Es passte ins Bild der vielen verpassten Gelegenheiten zur Wende – und Fürstenfeldbruck entschied die Partie in den letzten Sekunden vollends zu seinen Gunsten.

TuS Fürstenfeldbruck: Winkler, Luderschmid – Huber (5), Leindl, Kolodziej (5), Lex (1), Meinzer (6/2), Engelmann (3), Stumpf (6), Prause (3), Hack (2), Riesner, Borschel (n.e.), Haller.

HC Oppenweiler/Backnang: Koppmeier (1), Beutel – Lenz (8/4), Buck (n.e.), Sigle (n.e.), Vlahovic (2), Wolf (3), Prasolov (4), Schöbinger (1), Strýc (4), Kuhnle (n.e.), Csauth (n.e.), Maurer (1), Raff (4), Köder (1), Düren.

Siebenmeter: 2/2:5/7 (Lenz wirft an den Pfosten und scheitert an Luderschmid). – Zeitstrafen: 16:18 Minuten (Haller/zweimal, Engelmann/zweimal, Huber, Lex, Prause, Leindl – Vlahovic/dreimal, Düren/zweimal, Prasolov, Strýc, Wolf, Trainer Heineke). – Disqualifikation: Vlahovic (52./dritte Hinausstellung). – Schiedsrichter: Bernhardt/Zick (Ludwigshafen). – Zuschauer: 480.

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Erstellt:
16. September 2019, 11:30 Uhr

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