Das bringt der Tag bei der Tour de France

dpa Grenoble. Nach dem beeindruckenden Etappensieg von Lennard Kämna sind die Favoriten wieder am Zug. Will Tadej Pogacar seinem Landsmann Primoz Roglic das Gelbe Trikot noch entreißen, muss er auf der Königsetappe angreifen. Schließlich geht es hinauf auf das Dach der Tour.

Trägt auch auf der Königsetappe der Tour de France 2020 das Gelbe Trikot: Primoz Roglic. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Trägt auch auf der Königsetappe der Tour de France 2020 das Gelbe Trikot: Primoz Roglic. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

High Noon in den Alpen: Auf der Königstetappe der 107. Tour de France ist Spannung garantiert. Das Ziel des 17. Teilstücks liegt heute in 2304 Metern Höhe.

Kommt es am Col de la Loze zum nächsten Schlagabtausch der slowenischen Stars Primoz Roglic und Tadej Pogacar?

STRECKE: Am Ende des 170 Kilometer langen Teilstücks mit Start in Grenoble steht die Kletterpartie zum 2304 Meter hohen Col de la Loze an. Der Anstieg der höchsten Kategorie weist auf 21,5 Kilometer eine durchschnittliche Steigung von 7,8 Prozent auf und bildet das Dach der Tour. Die Rampen sind stellenweise bis zu 20 Prozent steil. Auf dem Weg zur Bergankunft ist zuvor aber noch der Col de la Madeleine, ebenfalls ein 2000er Berg der höchsten Kategorie, zu bewältigen.

GELBES TRIKOT: Die Königsetappe bietet Pogacar womöglich die größte Chance, seinem Landsmann Roglic noch das Gelbe Trikot zu entreißen. „Wenn ich die Chance zum Sieg habe, werde ich die Möglichkeit ergreifen“, kündigte der 21 Jahre alte Tour-Debütant an. 40 Sekunden liegt Pogacar hinter Roglic. In Schlagdistanz ist auch noch der kolumbianische Routinier Rigoberto Uran, der 1:34 Minuten zurückliegt.

DEUTSCHE: Lennard Kämna dürfte sich nach der Triumphfahrt am Dienstag eine kleine Auszeit nehmen. In Bestform wäre die Etappe maßgeschneidert für Emanuel Buchmann. Doch der Vorjahresvierte, der durch den Sturz bei der Dauphiné-Rundfahrt angeschlagen in die Tour gegangen ist, klagte zuletzt auch noch über eine Erkältung.

SPRINTER: Die schnellen Männer müssen leiden. Den Zwischensprint werden Sam Bennett und Co. noch mit dem Peloton erreichen. Doch bei zwei Bergen der höchsten Kategorie geht es anschließend nur noch darum, im Zeitlimit zu bleiben.

© dpa-infocom, dpa:200915-99-576817/3

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Erstellt:
16. September 2020, 04:30 Uhr

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