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Das DFB-Team bleibt „Die Mannschaft“

Der Direktor Oliver Bierhoff und das Präsidium halten am umstrittenen Markennamen der Nationalelf fest

Frankfurt /SID - Die deutsche Nationalelf bleibt auch nach dem schwächsten Länderspieljahr ihrer Geschichte „Die Mannschaft“: Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird nach einem Präsidiumsbeschluss bei ihrem Neustart nach dem WM-Desaster weiterhin unter dem umstrittenen Markennamen spielen. „Nach der WM haben wir vieles kritisch hinterfragt, auch die Marke ‚Die Mannschaft‘. Die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung bestärken uns darin, weiter daran festzuhalten“, sagte Oliver Bierhoff der „Bild“-Zeitung. Der Nationalmannschaftsdirektor hat­te die Studie vergangene Woche der DFB-Spitze vorgestellt, woraufhin diese zustimmte, den Begriff zu behalten.

Dabei hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel die Diskussion über die Marke nach dem historischen WM-Debakel von Russland höchstselbst befeuert. „Ich nehme auch wahr, dass an der Basis der Begriff ‚Die Mannschaft‘ als sehr künstlich empfunden wird. Auch das sollten wir auf den Prüfstand stellen“, hatte er betont. Laut besagter Untersuchung aber habe der Begriff eine ­hohe Akzeptanz bei jungen Leuten und Frauen, eine Abneigung gebe es dagegen bei Männern ab 60 Jahren. Auch im Ausland ­habe der Name, mit dem die DFB-Auswahl auf ihren Trikots oder dem Teambus wirbt, einen hohen Wiedererkennungswert.

Die Mannschaft wieder besser machen, das sei laut Bierhoff nun auch „viel wichtiger als irgendeine Bezeichnung. Dass wir uns wieder als echte Mannschaft auf und neben dem Platz präsentieren und für unsere Werte wie Teamgeist, Spielfreude, Fair Play und Erfolg stehen.“

Ob es künftig auch wieder Turnierslogans geben wird wie 2014 „Bereit wie nie“ oder 2018 „Best neVer rest“ bzw. „#zsmmn“, ist nach dem Wechsel des dafür mitverantwortlichen Sponsors (Mercedes zu VW) offen. Eine Änderung aber gibt es, wie Generalsekretär Friedrich Curtius sagte: Der Name „Die Mannschaft“ solle im Rahmen von Länderspielen „dezenter platziert und zurückhaltender genutzt werden“. Das nächste Länderspiel steigt dann übrigens am 20. oder 21. März in Wolfsburg. Ein Gegner wird noch gesucht.

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Erstellt:
15. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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