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„Das ist für mich ein Riesenschock“

Das Interview: Turner Sebastian Krimmer aus Backnang spricht über den Rückzug des MTV Stuttgart aus der Bundesliga

Turner Sebastian Krimmer beschäftigt als Mannschaftskapitän der Rückzug der Männerriege des MTV Stuttgart nach dem Saisonende aus der Bundesliga sehr. Der 28-Jährige aus Backnang spricht im Interview unserer Zeitung darüber und auch über seine Chancen bei der bevorstehenden WM-Qualifikation morgen in Stuttgart.

Sebastian Krimmer zeigte zuletzt beim Bundesliga-Wettkampf eine gute Leistung, will sich nun bei der WM-Qualifikation verbessern. Foto: Imago

© imago/Eibner

Sebastian Krimmer zeigte zuletzt beim Bundesliga-Wettkampf eine gute Leistung, will sich nun bei der WM-Qualifikation verbessern. Foto: Imago

Von Heiko Schmidt

Wann haben Sie davon erfahren, dass der MTV Stuttgart sein Männerteam aus der Bundesliga zurückziehen wird?

Das war sehr zeitnah, in den letzten zwei Wochen war dieses Thema bei uns groß im Gespräch. Die Umstände beim MTV wurden immer schlechter. Von der MTV-Vereinsführung habe ich es dann erfahren, dass es jetzt endgültig sei.

Wie haben Sie diese Entscheidung gerade als Mannschaftskapitän aufgenommen?

Mit einem weinenden Auge, denn es waren schon zehn Jahre, die ich in Stuttgart, erst beim KTV und dann beim MTV, verbracht habe und in der gleichen Mannschaft geturnt habe. Diese Zeit hat mich natürlich geprägt. Ich habe viele Höhen und Tiefen dort erlebt. Wenn man vereinstreu ist, ist es schon ein Riesenschock, wenn es letztendlich zu Ende geht und man sich noch einmal etwas Neues suchen muss, zum Ende meiner sportlichen Karriere.

Haben Sie sich denn schon in der Kürze der Zeit nach einem neuen Verein umgeschaut?

Nein, so weit bin ich noch nicht. Wir bringen erst mal die Saison zu Ende. Der eine oder andere Verein wird bestimmt auf mich zukommen. Dann werde ich sehen, welche Angebote das sind und wohin es mich verschlagen könnte. So genau habe ich mir aber noch keine Gedanken gemacht.

Hat die Entscheidung vom MTV Stuttgart für Sie Auswirkungen auf die WM-Qualifikation, die am Samstag in Stuttgart stattfindet?

Natürlich nicht. Es beeinflusst mich nicht und hat damit nichts zu tun. Ich werde befreit turnen.

Mit welcher Zielsetzung nehmen Sie die erste von zwei WM-Qualifikationen in Angriff?

Diese WM-Qualifikation wird mein erster großer Wettkampf wieder sein. Letztes Wochenende habe ich in der Bundesliga den Start ins Wettkampfgeschehen gemacht. Nun möchte ich mich weiter steigern, damit ich mehr Vertrauen sammeln kann für die deutschen Meisterschaften Ende September in Leipzig. Da möchte ich dann schon das eine oder andere Finale erreichen.

Wäre denn eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Sie ein realistisches Ziel?

Die Chancen sind gering, da ich am Barren und Reck an meine alte Leistung bisher noch nicht anknüpfen konnte. Da hänge ich etwas hinterher, da das Training aufgrund meiner Schulterverletzung erst seit vier Wochen stabil läuft. Von daher sind die Chancen nicht groß.

Apropos Schulterverletzung, haben Sie diese gut überstanden?

Die Schulter ist schmerzfrei. Vom Leistungsvermögen bin ich bei 80 bis 90 Prozent. Jetzt heißt es, konditionell die Schulter aufzutrainieren an den Geräten. Das ist schwierig im Kraftraum zu machen. Das muss man über die Übungsanzahl erlernen. Da muss ich mehr Wiederholungen bekommen, damit ich in Zukunft wieder schwierige Übungen turnen kann.

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Erstellt:
14. September 2018, 06:00 Uhr

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