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Debatte um NHL-Saison - Sturm geht von Saisonabbruch aus

dpa /Los Angeles. Die NHL kämpft weiter um eine Fortsetzung der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Saison. LA-Kings-Co-Trainer Marco Sturm rechnet inzwischen aber mit einem Abbruch. Das wäre vor allem für Leon Draisaitl bitter.

Rechnet mit einem Abbruch der NHL-Saison: Marco Sturm, Co-Trainer bei den Los Angeles Kings. Foto: Marcel Kusch/dpa

Rechnet mit einem Abbruch der NHL-Saison: Marco Sturm, Co-Trainer bei den Los Angeles Kings. Foto: Marcel Kusch/dpa

Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL rätselt weiter über eine Fortführung der Saison in der Corona-Krise. Der frühere Bundestrainer Marco Sturm rechnet inzwischen mit einem Abbruch der Spielzeit wegen der Pandemie.

„Die Liga kämpft bis zum letzten Tag, das ist klar“, sagte der Assistenzcoach der Los Angeles Kings dem „Sportbuzzer“. „Trotzdem gehe ich nicht davon aus, dass wir in dieser Saison noch einmal spielen werden. Wenn ich betrachte, was in den anderen Staaten alles los ist, sehe ich keine Chance, dass wir die Spielzeit weiterführen.“

Derlei Gedanken sind der Liga offiziell noch fremd. „Wir denken über alle Möglichkeiten nach“, sagte NHL-Commissioner Gary Bettman in einer Talksendung von NBC Sports am 7. April, sprach dabei aber in erster Linie von den Möglichkeiten, die unterbrochene Spielzeit geordnet zu Ende zu führen.

„Wir wollen bereit für den Start sein, sobald wir Grünes Licht erhalten - und dieses Grüne Licht wird vielleicht nicht ganz klar sein, denn möglicherweise haben wir Orte, an denen nicht gespielt werden kann und andere, an denen gespielt werden kann“, meinte Bettman weiter. „Zur Zeit gibt es einfach noch zu viele Unsicherheiten. Hoffentlich wissen wir bis Ende April mehr.“

Ein Saison-Abbruch wäre vor allem für NHL-Superstar Leon Draisaitl bitter. Der 24 Jahre alte Kölner führte bis zur Saison-Unterbrechung Mitte März die Scorerwertung an und hatte gute Chancen, die wichtigste Einzelwertung als erster Deutscher zu gewinnen. „Ich habe es noch nie erreicht und war gerade auf einem guten Weg. Wenn etwas dazwischen kommen würde, würde ich trotzdem keinen Schlaf darüber verlieren. Dann werde ich es halt hoffentlich nächste Saison“, sagte der Angreifer der Edmonton Oilers zuletzt Sport1.

Sturm, der seit November 2018 bei den Los Angeles Kings Co-Trainer ist, hält sich derzeit bei seiner Familie in Florida auf. „Von meinem Arbeitgeber war der Befehl, dass wir uns nur zu Hause aufhalten“, sagte der 41 Jahre alte Bayer. Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus, die Kings haben eine Option für ein weiteres Jahr. „Mein Vertrag ist momentan Nebensache, aber wir waren auf einem guten Weg“, hatte Sturm vor Kurzem der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

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Erstellt:
8. April 2020, 10:52 Uhr

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