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Der ewige Kämpfer wird 70

Niki Lauda hat in seinem Leben niemals aufgegeben und sämtliche Rückschläge gemeistert

Köln /SID - Niki Lauda hat in die Hölle geschaut. 55 Sekunden lang. Sein Ferrari wurde zur Falle an diesem Sommertag 1976 – 800 Grad Hitze umschlossen ihn, Dämpfe verätzten seine Lunge. Doch Lauda überlebte den Feuerunfall am Nürburgring, er arbeitete sich zurück, fuhr wieder Rennen, wurde erneut Weltmeister. Wenn er kurz vor seinem 70. Geburtstag an diesem Freitag an den härtesten Kampf seines Lebens denkt, muss Lauda nur Monate zurückblicken.

Denn in den Siebzigern „lag ich nur einen Monat im Krankenhaus oder wenig länger“, sagt der Österreicher. Die Reha nach der Lungentransplantation 2018 ist dagegen „sehr hart“ und „wirklich lang“ gewesen, sie dauert an. Wenn Lauda darüber spricht, tut er das in Lauda-Sätzen. „In solchen Situationen kann man nur eins tun: kämpfen“, sagte er zuletzt: „Ich habe es jeden Augenblick getan. Und ich bin immer noch hier.“

Als Stehaufmännchen gilt Lauda, als Kämpfer, der sich seine Triumphe hart erarbeitet hat. Er hatte nie das Talent eines Ayrton Senna oder das Charisma seines Rivalen James Hunt. Aber aufgeben galt für ihn nicht. Er tüftelte an seinen Wagen, trieb seine Mechaniker in den Wahnsinn und holte so mehr heraus als alle anderen. Zur Legende wurde Lauda, als er sich 42 Tage nach der Flammenhölle in seinen Rennwagen zwängte. Das Gesicht entstellt, der Kopf blutig – und wenig später hätte er seinen WM-Titel fast verteidigt. Beim letzten Rennen in Fuji aber steuerte Lauda den Ferrari im monsunartigen Regen freiwillig an die Box, er überließ seinem Kontrahenten Hunt den Titel.

Sein größter Sieg sei es, die Formel 1 überlebt zu haben, sagte Lauda – er war mehr als ein Rennfahrer. Der Wiener gründete Fluggesellschaften, erklärte den TV-Zuschauern die Formel 1 und verhalf Mercedes zu einer Erfolgsära. Auch nach der Lungentransplantation, die ihn im Januar für einige Tage ins Krankenhaus zwang, will Lauda zurück an die Rennstrecken. „Wenn schlimme ­Dinge passieren, musst du dir neue Ziele setzen“, sagt das Stehaufmännchen.

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Erstellt:
20. Februar 2019, 03:04 Uhr

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