Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Der FC Bayern will nach Lissabon - Rückspiel gegen Chelsea

dpa München. Die Champions League erwacht aus dem Corona-Lockdown. Die Bayern planen die finalen Tripleschritte. Im Gegensatz zu RB Leipzig müssen sie aber das Ticket zum großen „Final-8-Turnier“ erst noch lösen.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge freut sich auf die Champions League. Foto: Matthias Balk/dpa

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge freut sich auf die Champions League. Foto: Matthias Balk/dpa

Quälend lange fünf Monate und 14 Tage mussten die titelhungrigen Fußballstars des FC Bayern München auf den nächsten Champions-League-Einsatz warten.

Und jetzt, da am Samstag (21.00 Uhr/Sky) endlich das Rückspiel gegen den FC Chelsea in der leeren Allianz Arena stattfinden kann, soll alles im Express-Tempo gehen. Nach Abschluss der nationalen Ligen erwacht die Königsklasse mit den vier noch ausstehenden Achtelfinal-Partien aus dem Corona-Lockdown.

In zwei knackigen Wochen wollen sich die Bayern zum europäischen Champion krönen. Die letzten Triple-Schritte sollen dabei vom 12. bis 23. August beim „Final-8-Turnier“ in Lissabon gelingen, um das in München schon vor dem Warm-up gegen das im Hinspiel am 25. Februar in London noch vor Publikum mit 3:0 besiegte Chelsea alle Gedanken und Planungen kreisen. Fix dabei in Portugal ist bereits RB Leipzig, das noch vor dem Corona-Stopp die erste Viertelfinal-Teilnahme gegen den Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur perfekt machen konnte.

Der Sehnsuchtsort Lissabon mit dem Finalstadion Estadio da Luz elektrisiert alle Großclubs in Europa, von den Bayern über Paris Saint-Germain bis hin zum FC Barcelona oder Manchester City. Fehlen wird von den absoluten Schwergewichten definitiv der FC Liverpool. Jürgen Klopp war mit dem Titelverteidiger überraschend schon im Achtelfinale gegen Leipzig-Gegner Atlético Madrid ausgeschieden.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge erwartet bei der Endrunde im coronabedingten Format mit einem strengen Hygienekonzept und ohne Zuschauer „die spannendste Champions League aller Zeiten“. Alle acht Teams, die antreten würden in Lissabon, „werden Topclass sein“. Ausnahmsweise werden auch Viertelfinale und Halbfinale in den Stadien von Benfica und Sporting in nur einer Partie entschieden.

„Gerade bei Turnieren muss man auf den Punkt topfit sein, da sein, fokussiert sein“, erklärte der erfahrene Turniertrainer Flick, der 2014 als Assistent von Bundestrainer Joachim Löw mit dem deutschen Nationalteam in Brasilien Weltmeister wurde. „Wir wollen gegen Clelsea Selbstvertrauen tanken mit einem guten Spiel - und dann geht es ab dahin, wo wir alle hinwollen“, sagte Flick voller Tatendrang.

Größere Brisanz steckt in den anderen Achtelfinal-Rückspielen: Cristiano Ronaldo muss mit Juventus Turin am Freitag ein 0:1 gegen Olympique Lyon umbiegen. Manchester City geht mit einem 2:1-Vorsprung ins Gigantenduell mit den Königsklassen-Spezialisten von Real Madrid. Bayerns möglicher Viertelfinal-Kontrahent wird zwischen Lionel Messis FC Barcelona und dem SSC Neapel ermittelt. Das Hinspiel endete 1:1.

Zwei Viertelfinalpaarungen sind fix: Außenseiter Atalanta Bergamo und Dortmund-Bezwinger Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel werden am 12. August das Fußball-Spektakel in Lissabon eröffnen. Einen Tag später fordern die Leipziger Atlético heraus. Die beiden Sieger treffen im Halbfinale aufeinander. Auch ohne den bereits zu Chelsea abgewanderten Torjäger Timo Werner trauen sich die Leipziger einiges zu. „Es ist ein K.o.-Spiel, da kommt es auf die Tagesform an. Und da ist es möglich, dass ein Underdog auch eher mal einen Großen schlägt“, sagte Sportdirektor Markus Krösche.

Die Clubs aus Spanien, England und Italien sind im Spielrhythmus, Bayern und Leipzig greifen dafür wie Paris ausgeruht an. Schon am Samstag fliegt RB-Coach Julian Nagelsmann mit seinem Team nach Portugal, um sich im Küstenort Estoril zu akklimatisieren. Zur lokalen Anstoßzeit um 20.00 Uhr kann es noch extrem heiß sein.

Die Bayern würden - das Weiterkommen gegen Chelsea vorausgesetzt - gleich am Sonntag an die Algarve reisen, um sich in der Urlaubsregion am Atlantik den letzten Feinschliff für das „Final-8“ zu holen. Flick spürt nach dem Gewinn von Meisterschaft und DFB-Pokal einen starken Triple-Geist in seinem Kader: „Ich bin begeistert von der Atmosphäre, die in der Mannschaft herrscht.“ Die Spieler hätten im kurzen Urlaub „nicht nur auf der Liege gelegen“. Flick spürt eine „absolute Fokussiertheit aufs Gewinnen“ im Team um Kapitän Manuel Neuer.

Positiv für die Bayern ist auch, dass die UEFA die Gelben Karten vor dem Turnierstart in Lissabon streicht. Davon profitieren Joshua Kimmich und Thiago, wenn sie gegen Chelsea ohne Verwarnung bleiben. Bei Leipzig kommt Marcel Sabitzer und Amadou Haidara die modifizierten Gelb-Regelung zugute. Die Münchner können für die Königsklasse zudem noch auf die Leihspieler Philippe Coutinho, Ivan Perisic und Alvaro Odriozola zurückgreifen, während andere Clubs Topspieler verloren haben. Leipzig fehlt Werner, Manchester City der zu den Bayern abgewanderte Flügelstürmer Leroy Sané. Beide Nationalspieler dürfen für ihre neuen Clubs noch nicht auflaufen.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-51740/2

Zum Artikel

Erstellt:
5. August 2020, 14:01 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!