Die nächste Chance für die TSG Backnang, sich hinten vom Acker zu machen

Der Fußball-Oberligist gastiert beim Sechstletzten Ravensburg und freuen sich, dass Routinier Thomas Doser noch ein Jahr dran hängt.

Bleibt bei der TSG am Ball: Thomas Doser, der um ein Jahr verlängert hat. Foto: Alexander Hornauer

© Alexander Hornauer

Bleibt bei der TSG am Ball: Thomas Doser, der um ein Jahr verlängert hat. Foto: Alexander Hornauer

Von Uwe Flegel

„Ravensburg gehört in der Rückrunde bislang zu den formstärksten Team.“ TSG-Trainer Pavlos Osipidis macht gleich von vornherein klar, dass Backnangs Oberliga-Fußballer gut daran tun, den morgigen Kontrahenten nicht an der Tabellenplatzierung zu messen. Auf die Elf aus dem Murrtal wartet in Oberschwaben ab 16 Uhr (FV-Stadion) ein Gegner, der zwar Sechstletzter ist, in den sechs Partien seit der Winterpause aber ohne Niederlage geblieben ist.

Wobei das nur ein Teil der Stärke des FVR ist. „Schon zu meiner zeit als Spieler in Göppingen war es dort immer schwierig“, erzählt Backnangs Trainer. Auch morgen erwartet er Hausherren, die sehr robust sowie sehr kampfstark sind und deren Spiel vor allem in der Defensive sehr strukturiert ist. Das liegt auch am Schweizer Trainer Michael Schilling, der in der Bodenseeregion einen hervorragenden Ruf genießt.

Die TSG muss also ein dickes Brett bohren, will sie nicht mit leeren Händen aus der ehemaligen Reichsstadt im Schussental heimkehren. Auch deshalb ist es sehr positiv und vor allem ein wenig beruhigend, dass die Mannschaft aus den Etzwiesen das vergangene Heimspiel gegen den FC Holzhausen mit 3:1 gewann. „Das war extrem wichtig“, sagt Osipidis zu dem Sieg und hat dabei auch die Tabellen im Blick. Denn dort liegt Backnang auf Rang neun, doch die Sicherheit, die der einstellige Tabellenplatz vermittelt, könnte trügerisch sein. Denn nach derzeitigem Stand müssten am Saisonende fünf Teams runter in die Verbandsliga. Und während die TSG neun Spieltage vor Schluss auf den Viertletzten FSV 08 Bissingen satte zehn Zähler Vorsprung hat, sind’s auf den Fünftletzten SSV Reutlingen sowie den Sechstletzten Ravensburg lediglich fünf sowie vier Punkte.

Auch deshalb ist das morgige Gastspiel in Oberschwaben von großer Bedeutung. Gelingt es den Backnangern, dem FVR die erste Niederlage in diesem Jahr beizubringen, würde das im Kampf gegen den Abstieg sehr viel Luft bringen. Allerdings ist der Verein aus dem Etzwiesen schon jetzt zuversichtlich, dass er die Liga halten wird.

Entsprechend fleißig ist die TSG bei der Kaderplanung für die kommende Saison. Nachdem diese Woche bereits Defensivmann Vincent Sadler seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängerte, hat nun auch Innenverteidiger Thomas Doser für ein weiteres Jahr in Backnang zugesagt. Marc Erdmann, der mit Oguzhan Biyik Sportlicher Leiter des Oberliga-Teams ist, freut sich: „Thomas ist auf und neben dem Platz ein Führungsspieler, ein absoluter Leader. Solche Spielertypen gibt es heute nur noch sehr wenig und darum dürfen wir uns glücklich schätzen ihn weiterhin in unseren Reihen zu haben.“ Erdmann bezeichnet den 34-Jährigen, der vor fast sechs Jahren vom SV Fellbach zur TSG kam, als „einen der meist unterschätzten Spieler. Vielleicht liegt es an seiner eher unspektakulären Spielweise“. Erdmanns Mitstreiter Oguzhan Biyik, lange Zeit auf dem Platz Dosers Teamkollege, fügt noch hinzu: „Im Verein und bei den Fans werden sich alle freuen, denn Thomas hat über viele Jahre bewiesen, wie wichtig er für die TSG ist.“

Der Spieler selbst, beweist beim Thema Vertragsverlängerung viel Humor, als er schmunzelnd sagt: „Hier wird offensichtlich gute Arbeit geleistet, wenn man sich entscheidet, mit mir zu verlängern.“ Der 1,94 Meter große Abwehrmann erwartet, dass er auch in seiner dann siebten Saison in Backnang „weiterhin viel Spaß auf dem Platz und im Vereinsleben drum herum“ hat. Erst recht, wenn Doser und Co. von der Partie in Ravensburg Zählbares in Form von Punkten mit zurück ins Murrtal bringen.

Personell sieht es bei der TSG dafür nicht so schlecht aus. Zwar fehlen mit Vincent Sadler und Talha Özen wichtige Defensivspieler sowie mit Rafael Terpsiadis ein Angreifer weiterhin wegen muskulärer Probleme, doch ansonsten stehen Osipidis alle Mann zur Verfügung. So wie es eben sein sollte, wenn es zu einer Mannschaft geht, die in den bisherigen sech Partien in diesem Jahr bereits zwölf Punkte geholt und seine gute Form nachdrücklich bewiesen hat.

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Erstellt:
5. April 2024, 11:30 Uhr

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