Die Überraschung nur knapp verpasst

Stark ersatzgeschwächte Oberliga-Tischtennisspielerinnen des TTV Burgstetten halten bei der 4:8-Niederlage in Ketsch gut mit

„Da wäre mehr möglich gewesen.“ Die Tischtennisfrauen aus Burgstetten waren sich einig. Trotz großer Personalsorgen hätte die 4:8-Niederlage im letzten Auswärtsspiel der Oberliga-Vorrunde bei Aufsteiger TTC Ketsch nicht sein müssen. Ein Teilerfolg war für den Vorletzten aus dem Murrtal drin und hätte im Kampf gegen den Abstieg gut getan.

Trotzte mit dem TTV allen Personalsorgen: Ines Marquardt, die in Ketsch zwei von vier Punkten für das Kellerkind holte. Obwohl den Burgstettenerinnen mit Jenny Klemann und Jutta Ernst gleich zwei Leistungsträgerinnen fehlten, schnupperte der Vorletzte an einem Teilerfolg. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Trotzte mit dem TTV allen Personalsorgen: Ines Marquardt, die in Ketsch zwei von vier Punkten für das Kellerkind holte. Obwohl den Burgstettenerinnen mit Jenny Klemann und Jutta Ernst gleich zwei Leistungsträgerinnen fehlten, schnupperte der Vorletzte an einem Teilerfolg. Foto: A. Becher

Von Ines Marquardt

Ohne Spitzenspielerin Jenny Klemann und die erfahrene Kapitänin Jutta Ernst sowie die junge Franziska Weller standen den Murrtalerinnen nur noch drei Spielerinnen aus der Stammbesetzung zur Verfügung. Um Punkte nicht kampflos herzuschenken, packte Christa Anders ihren alten Schläger aus und komplettierte das Quartett (wir berichteten).

Das kam in der Kurpfalz aber nicht gut aus den Startblöcken. Andrea Winter und Christa Anders hielten gegen Berger/Prautzsch zu Beginn gut mit, unterlagen dann aber trotzdem in drei Sätzen. Am Nachbartisch lagen Ines Marquardt und Elke Anders nach Sätzen bereits 2:0 vorne, ehe Thome/Reinbold immer besser ins Spiel kamen und sich das zweite Eingangsdoppel im fünften Satz sicherten.

Andrea Winter und Melanie Berger lieferten sich im ersten Einzel der Partie ein Match auf Augenhöhe. Der Sieg ging im fünften Satz an die Ketscher Nummer eins. Ines Marquardt kam gegen Kathrin Thome sehr gut ins Spiel und musste lediglich den zweiten Satz abgeben. Damit war der erste TTV-Punkt gemacht. Ersatzfrau Christa Anders hielt die Begegnung gegen Jessica Reinbold lange Zeit offen, musste am Ende der Kontrahentin aber trotzdem gratulieren. Ihre Schwester Elke Anders startete nach guten Ballwechseln schnell mit einer 2:0-Satzführung, doch Lisa Prautzsch wehrte sich in den Durchgängen drei und vier erfolgreich, ehe Elke Anders das Blatt erneut wendete und auf 2:4 verkürzte.

Im Spiel der Spitzenspielerinnen machte Ines Marquardt gegen Melanie Berger mit guten Topspins wichtige Punkte. Im vierten Satz fehlten nur zwei Zähler zum vorzeitigen Sieg. Im Entscheidungssatz startete Berger besser und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Andrea Winter hatte in ihrem zweiten Einzel auf die weichen Topspins von Kathrin Thome nicht immer die richtige Antwort. Damit lag der TTV 2:6 zurück, doch er wehrte sich. Elke Anders musste gegen Jessica Reinbold Durchgang eins zwar klar abgeben. Mit einer Taktikänderung und guten Aufschlägen war Anders dann aber nicht mehr aufzuhalten und holte ihren zweiten Einzelsieg an diesem Tag. Christa Anders war am Nebentisch allerdings chancenlos.

Ines Marquardt legte gegen Jessica Reinbold los wie die Feuerwehr und siegte im ersten Satz ganz klar. Reinbold ließ sich davon nicht beeindrucken und gestaltete die folgenden Durchgänge ausgeglichener. Am Ende holt Marquardt den Punkt nach Burgstetten und verkürzte auf 4:7. Die Hoffnung auf einen unerwarteten Teilerfolg erfüllte sich aber nicht, da Elke Anders gegen Ketschs Spitzenspielerin Berger zwar klasse kämpfte, aber nur den vierten Satz gewann. Damit hieß es 8:4 für Aufsteiger Ketsch. Der Kampfgeist der Murrtalerinnen taugte zwar für Anerkennung, nicht aber für einen zählbaren Erfolg.

Heimvorteil im Kellerduell

zum Abschluss der Vorrunde

Den hat der TTV nun für kommenden Samstag eingeplant. Dann gastiert ab 19 Uhr Tabellennachbar VfL Sindelfingen in der Gemeindehalle in Burgstall. Die Voraussetzungen fürs Kellerduell gegen den Drittletzten sind klar: Burgstetten braucht mindestens einen Punkt, um den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze oder den Relegationsplatz nicht zu groß werden zu lassen. Denn nach der kurzen Winterpause soll in kompletter Besetzung der Kampf gegen den Abstieg erfolgreich zu Ende gebracht werden.

Ergebnisse; Berger/Prautzsch – Winter/Christa Anders; Thome/Reinbold – Marquardt/Elke Anders; Berger – Winter 3:2; Thome – Marquardt 1:3; Reinbold – Christa Anders 3:0; Prautzsch – Elke Anders 2:3; Berger – Marquardt 3:2; Thome – Winter 3:1; Reinbold – Elke Anders 1:3; Prautzsch – Christa Anders 3:0; Reinbold – Marquardt 0:3; Berger – Elke Anders 3:1.

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Erstellt:
28. November 2018, 06:00 Uhr

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