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Die Werfer stärker unter Druck setzen

Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang hat für die heutige Partie bei den Rhein-Neckar Löwen II ein Erfolgsrezept

Schwere Auswärtsaufgabe für den HC Oppenweiler/Backnang: Der Handball-Drittligist tritt bereits am heutigen Freitag (20 Uhr, Stadthalle Östringen) bei der zweiten Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen an. Es könnte ein torreiches Duell geben – und genau deshalb haben die Murrtaler nach der zu hohen Zahl an Gegentoren in der Vorwoche verstärkt an der Defensivarbeit gefeilt.

Kam gegen Dansenberg mit einer leichten Bänderdehnung davon und geht heute wieder für den HCOB auf Torejagd: Marcel Lenz. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Kam gegen Dansenberg mit einer leichten Bänderdehnung davon und geht heute wieder für den HCOB auf Torejagd: Marcel Lenz. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Glück im Unglück: Flügelspieler Marcel Lenz erlitt zuletzt gegen Dansenberg nur eine leichte Bänderdehnung, er kann gegen die „Junglöwen“ spielen. Das ist zum einen wegen seiner Torgefahr vom linken Flügel wichtig, zum anderen wegen seiner gut und nervenstark geworfenen Siebenmeter. Von der Strafwurflinie ließen die Kollegen gegen die Pfälzer zu viel liegen.

Rückkehrer: Der wochenlang verletzt fehlende Rückraumschütze Jonas Frank lief am vergangenen Samstag für die Zweite auf. Der Belastungstest war erfolgreich, heute spielt der Routinier wieder für die Erste. Er ist ein Spieler, der in hektischen Momenten den Überblick bewahrt – und damit ist er sehr wichtig für das Team.

Die Lehren aus der Vorwoche: Auch wenn Dansenberg offensivstark agierte, waren 36 Gegentore eindeutig zu viel. „Wir haben zu viele Eins-gegen-Eins- und Zwei-gegen-Zwei-Aktionen nicht gelöst“, sagt Trainer Matthias Heineke und lässt einen Einblick in die Trainingsarbeit zu: „Genau an diesen Zweiergruppen und der Kleingruppentaktik arbeiteten wir diese Woche, nun soll das wieder besser gelingen.“

Offensiver Aufwärtstrend: In Saarlouis erzielte der HCOB am fünften Spieltag nur 21 Tore, das war Minusrekord. Aber: Auch in den vier Partien davor reichte es nie an die 30-Treffer-Marke heran. Diese Hürde nahm die Truppe erst beim ersten Saisonsieg in Baden-Baden und kam auch in den folgenden sechs Duellen stets auf mehr als 30 Tore. Heineke stimmt der These, dass es offensiv ganz gut läuft, daher komplett zu: „Wir haben viel für den Angriff trainiert und die Abstimmung im Detail verbessert. Gepaart mit dem klaren Formanstieg unserer Rückraumspieler sieht das jetzt gut aus.“ Da gilt es trotzdem, dranzubleiben.

Wird es wieder torreich? Vor einer Woche witterte Heineke, dass es gegen Dansenberg ein von den Defensivreihen geprägtes Spiel werden könnte. „Nachdem ich da so ein Experte war“, sagt er nach dem 31:36 selbstironisch, „denke ich, dass die nächste Partie nun ähnlichen Charakter haben könnte, da sich beide Teams aktuell durch gutes Angriffsspiel auszeichnen.“ Zugleich – siehe oben – wäre es ihm recht, wenn es zumindest auf der „richtigen“ Seite wieder seltener klingelt, hier könnte er mit einem neuerlichen Irrtum bestens leben.

Der Rivale: Der Nachwuchs des deutschen Pokalsiegers wurde in der Vorsaison Dritter. Danach gab es den beinahe obligatorischen Umbruch, das Team präsentiert sich erneut mit vielen Talenten. Die sind aber top ausgebildet, daher steht das Team der Trainer Michel Abt und André Bechtold mit 15:9 Punkten auch aktuell wieder gut da. Punktverluste gab’s eigentlich nur gegen echte Topteams, zuletzt besiegten die Junglöwen den TuS Fürstenfeldbruck und – noch dazu in dessen Halle – den Zweitliga-Absteiger aus Saarlouis. Das spricht für eine gute Formkurve und macht die Aufgabe für den HCOB nicht einfach.

Wie klappt es dennoch mit dem Sieg? Heineke sieht dafür zwei Ansatzpunkte. Erstens: „In der Abwehr für mehr Würfe des Gegners unter Druck sorgen.“ Zweitens: „Eine bessere Trefferquote als die Rhein-Neckar Löwen II haben.“ In der vergangenen Runde nahmen die Murrtaler einen Punkt aus der Stadthalle Östringen mit.

Der Aspekt Freitagsspiel: Der HCOB spielt fast immer samstags, nun ein zweites Mal in dieser Saison einen Tag früher. Das bedeutet kleinere Veränderungen im Ablauf: Diese Woche wurde nur dreimal trainiert, und die gestrige Einheit war eher von der Taktik, denn von der Intensität geprägt.

Die Tabelle: Mit neun Punkten ist Oppenweiler/Backnang Zwölfter, hat drei Zähler mehr als Neuhausen/Filder und Zweibrücken. Willstätt (4) und Baden-Baden (3) belegen die letzten zwei Plätze. Das Polster des HCOB ist noch klein, die Truppe muss bei der Eichhörnchentaktik bleiben und jedes Pünktchen, das zu greifen ist, aufsammeln. Denn das Programm in den kommenden Wochen ist nicht ohne.

Wer dabei sein will: Zur Partie im Kraichgau fährt wieder ein Fanbus. Abfahrt ist heute um 16.45 Uhr an der Gemeindehalle. Wer mit möchte, kann sich bei Erich Maier (Telefon 07191/4216) anmelden.

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Erstellt:
23. November 2018, 06:00 Uhr

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