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Doppel-Gold für Fechterin Lina Zerrweck

Backnangerin in Tauberbischofsheims Diensten siegt bei den deutschen U-17-Meisterschaften im Einzel und mit dem Team

An nur einem Wochenende kürte sich Nachwuchsfechterin Lina Zerrweck zur doppelten deutschen Meisterin. Die für den FC Tauberbischofsheim startende Degenspezialistin der TSG Backnang dominierte bei den U-17-Titelkämpfen zunächst den Einzelwettbewerb und holte tags darauf mit ihrem Verein auch die Goldmedaille im Teamwettkampf.

Bissig im Wettkampf und hinterher stolz auf ihre beiden Titelgewinne: Lina Zerrweck. Foto: privat

Bissig im Wettkampf und hinterher stolz auf ihre beiden Titelgewinne: Lina Zerrweck. Foto: privat

Von Hannah Piesch

Als Führende der deutschen U-17-Rangliste war Lina Zerrweck schon mit hohen Erwartungen nach Leverkusen gefahren. Dort trafen sich 98 Fechterinnen, die zu Beginn in 14 Siebener-Runden aufgeteilt wurden. Mit einem klaren 5:1-Sieg gegen Jenny Jelitto (Heidenheimer SB) erwischte die Murrtalerin einen Start nach Plan. Sie schob gegen Dorothee Sophie Hahn (MTV Braunschweig, 5:1), Nina Pagenstecher (FG Segeberg, 5:2), Annabell Helbig (FC Bischofswerda, 5:3) und Ann-Sophie Geckeler (TSG Reutlingen, 5:0) weitere Erfolge hinterher. Erst im letzten Vorrundenduell kassierte sie gegen Anna-Maria Dergay (FC Offenbach) eine 3:5-Pleite.

Sie entpuppte sich als Wachrüttler und Muntermacher: Zerrweck, als Neunte für die Direktausscheidung der besten 64 Talente qualifiziert, stürmte bis ins Finale. Mit einem 15:4-Sieg verwies sie zunächst Charlotte Marx (Fechterring Hochwald) in deren Schranken. Dann versuchte Anna Braukmann (Neusser SV) ihr Glück, doch die Backnangerin setzte sich erneut durch – 15:5. Auch im Kampf um den Einzug in die Finalrunde hatte sie keine Mühe und behauptete sich gegen Katrin Meißner (FC Kassel) mit einem 15:6.

Nun war Lina Zerrweck nur noch drei Siege vom Titelgewinn entfernt. Selbiges galt jedoch für ihre Rivalin Rabea Kindel vom Fechtzentrum Solingen. Die starken Nerven und die anhaltende Ruhe der jungen Murrtalerin führten zum 15:10 und ins Halbfinale. Hier wartete die Leverkusenerin Lara Goldmann, die das Heimpublikum im Rücken hatte. Davon unbeeindruckt, gewann die Schwäbin mit 15:11 Punkten. Nun ging es gegen die württembergische Konkurrentin Alexandra Zittel aus Heidenheim. Wer auf ein nervenaufreibendes Finale gehofft hat, wurde enttäuscht. Zerrweck dominierte auch dieses Duell und ließ Zittels Angriffe ins Leere laufen. Mit gekonnten Paraden und Stößen zur richtigen Zeit siegte sie mit 15:8.

Mehr als ein Abendessen war an Feierlichkeiten nicht drin, denn am Tag darauf folgten die Mannschaftsmeisterschaften. Mit ihren Tauberbischofsheimer Mitstreiterinnen Katharina Kozielski, Sarah-Lisa Toumi und Stellina Foot startete das Aushängeschild der TSG mit dem Viertelfinale gegen das Fechtzentrum Solingen in das Turnier. Das 2:4 nach dem ersten Gefecht blieb der einzige Rückstand, in allen anderen Duellen waren Zerrweck und Co. überlegen und gewannen 45:28.

Fechterin aus dem Murrtal übernimmt Verantwortung und legt Grundstein zum Erfolg

Mehr Spannung kam im Halbfinale gegen Kassel (Elisa Süvern, Alexia Paulsfeld, Patricia Vera Schulenburg, Katrin Meißner) auf. Nach dem vierten von üblicherweise neun Gefechten lag die Tauberbischofsheim-Formation mit 18:19 hinten. Fortan wendete sich das Blatt allerdings, die nächsten Duelle gingen ans Team der Backnangerin. Sie war’s auch, die sich der Verantwortung der letzten Partie stellte und dem Druck standhielt. Mit dem 45:39 war das Finale gegen Heidenheim mit Anna Karsten, Giulia Albrecht, Carolina Alves De Lima und Alexandra Zittel erreicht.

Zerrweck sorgte mit ihrem 5:4 für einen guten Auftakt, diesen knappen Vorsprung bauten ihre Teamkolleginnen und sie kontinuierlich aus. Nie gaben sie die Führung ab, am Ende stand es nach dem letzten Treffer der Backnangerin 45:38 und ihre zweite Goldmedaille war damit perfekt.

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Erstellt:
22. Mai 2019, 06:00 Uhr

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