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Duell im Murrtal ist für Nico Blank fast ein Heimspiel

Mittelfeldmann der Kickers ist in Backnang geboren und begann beim SVU mit der Kickerei. Vater Udo Blank einst für TSG am Ball.

Der im Murrtal geborene Nico Blank blickt gespannt aufs Gastspiel in der alten Heimat. Foto: Baumann

© Pressefoto Baumann

Der im Murrtal geborene Nico Blank blickt gespannt aufs Gastspiel in der alten Heimat. Foto: Baumann

Von Uwe Flegel

Duelle mit der TSG Backnang waren für Nico Blank schon immer etwas Besonderes. Das liegt weniger daran, weil Vater Udo in den Neunzigern selbst für die Etzwiesenfußballer spielte. Grund ist eher, dass „die TSG schon damals in der F- oder E-Jugend beim SV Unterweissach der Hauptkontrahent war und es immer eng herging“. Das wird es vermutlich auch heute ab 18 Uhr, wenn der 23-Jährige mit den Stuttgarter Kickers beim Oberligisten aus dem Murrtal gastiert.

Eigentlich ist die Partie des Mittelfeldmanns mit dem Ex-Bundesligisten im Murrtal ein Auswärtsspiel. Doch wer wie Nico Blank in Backnang geboren wurde, im Täle aufgewachsen ist und beim SV Unterweissach mit Kicken begonnen hat, für den wird ein solcher Vergleich fast zur Heimpartie. „Es ist für mich kein normales Spiel, da bisher immer viele Freunde und Verwandte gekommen sind, wenn ich mit den Kickers hier war“, erklärt der 1,78 Meter große Sportler. In Zeiten von Corona muss er auf die große Unterstützung verzichten, „aber ein paar kommen“. Zumindest Vater und Mutter sind dabei, wenn der Filius vor der Haustür spielt.

Ein ehemaliger Weggefährte aus Weissach im Tal fehlt allerdings. Zumindest auf dem Platz, ist Backnangs Innenverteidiger Michl Bauer doch weiterhin verletzt. „Mit Michl habe ich einst beim SVU ab und zu zusammengespielt, obwohl er ein Jahr jünger ist“, erinnert sich Blank an den einstigen Mitstreiter, der wie er aus dem kleinen Cottenweiler stammt. Man kennt sich eben. Das gelte auch für TSG-Akteure wie Niklas Pollex, Marvin Zimmermann oder Julian Geldner, erzählt der Stuttgarter Mittelfeldmann.

Auf dem Platz wird er heute deshalb allerdings keine Rücksicht nehmen. Schließlich will der Weissacher mit dem Stuttgarter Traditionsklub endlich zurück in die Regionalliga. Zweimal ging das Unternehmen Wiederaufstieg bereits schief. Einmal war der Etzwiesenklub daran mitbeteiligt. Im Frühjahr 2019 gewann der spätere Absteiger in Degerloch überraschend mit 1:0 und stürzte den zuvor souveränen Tabellenführer in die Krise, an deren Ende die Meisterschaft verpasst wurde. Blank saß bei der Niederlage damals nur auf der Bank. Im Gegensatz zum Stuttgarter 2:0-Erfolg in Backnang wenige Monate zuvor.

Klar, welches Ergebnis der Student der Wirtschaftspädagogik an der Uni Hohenheim sich für den heutigen Vergleich im Etzwiesenstadion erhofft. „Wir treten an, um zu gewinnen. Die TSG ist allerdings ein Gegner, den man auf dem Schirm und vor dem man Respekt haben muss. Ich halte Backnang auf jeden Fall für den stärksten Aufsteiger.“ Doch seien die Kickers ebenso wie Freiberg am Neckar nicht umsonst die Titelfavoriten, sagt Blank und fügt an: „Wir und der SGV haben sicher die stärksten Kader, doch Teams wie Göppingen, Ravensburg oder Bissingen können auch ein Wörtchen mitreden.“ Es wird halt wohl mal wieder eng werden. Im Kampf der Stuttgarter Kickers um die Meisterschaft und im Duell zwischen der Mannschaft von Nico Blank und der TSG aus seiner Geburtsstadt Backnang.

Zur Person

Nico Blank wurde am 13. April 1997 in Backnang geboren. Als Steppke begann er beim SV Unterweissach mit dem Fußball, wechselte in der D-Jugend zum FSV Waiblingen und in der U14 zum VfB Stuttgart.

Im Sommer 2011 zog es den in Cottenweiler aufgewachsenen Blank auf die Höhen Degerlochs. Dort durchlief er danach alle Altersklassen. In der Saison 2015/2016 kam er schon als A-Jugendlicher regelmäßig in der damaligen zweiten Mannschaft der Kickers in der Oberliga zum Einsatz. Seit Juli 2016 ist der Weissacher fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Mittlerweile hat er 147 Pflichtspiele für den Stuttgarter Ex-Bundesligisten absolviert und ist Stellvertreter von Kapitän Mijo Tunjic.

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Erstellt:
2. September 2020, 11:30 Uhr

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