Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Düsseldorf wird zum Beach-Mekka

Der Backnanger Volleyballer Manuel Harms und sein Partner Richard Peemüller sind als eines von acht deutschen Teams eingeplant, die in Düsseldorf ab dem 13. Juni einen Monat lang in der sogenannten Beach-Liga um den Sieg kämpfen.

Der Backnanger Manuel Harms legt sich ins Zeug, um mithilfe der Beach-Liga endlich wieder im Sand am Ball sein zu können. Foto: Imago

© imago images / Beautiful Sports

Der Backnanger Manuel Harms legt sich ins Zeug, um mithilfe der Beach-Liga endlich wieder im Sand am Ball sein zu können. Foto: Imago

Von Uwe Flegel

Die Profifußballer sind die ersten Schritte schon gegangen. Die Basketball-Bundesliga hat ihr Finalturnier am Samstag gestartet. Bei den Beachvolleyballern geht es nun am 13. Juni weiter. An der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena kämpfen je acht deutsche Männer- und Frauen-Topteams einen Monat lang um den Sieg. Der Backnanger Manuel Harms und sein Dresdner Partner Richard Peemüller sind eines der Duos, die für die sogenannte Beach-Liga eingeplant sind.

Die deutsche, die europäische und die Welt-Tour sind abgesagt. Nun sorgt das Trio Alexander Walkenhorst, Daniel Wernitz und Constantin Adam dafür, dass zumindest die deutschen Topduos wieder am Ball sind, wobei die den deutschen Nationalkader angehörenden Yannick Harms und Philipp-Arne Bergmann zumindest zu Beginn noch nicht dabei sind. Der 26-Jährige aus dem Murrtal, der die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio noch im Blick hat, will abwarten, ob es weltweit nicht noch ein Turnier gibt, das den ehemaligen TSG-Jugendspieler und seinen Partner Olympia näher bringen kann. Da passt die Veranstaltung in Düsseldorf nicht so recht in den Terminplan.

Bei seinem drei Jahre jüngeren Bruder Manuel Harms sieht das anders aus. Auch weil der ebenfalls der TSG-Jugend entstammende 1,98 Meter große Volleyballer, der seit einiger Zeit in Köln lebt und studiert, bereits seit Anfang Mai wieder trainieren kann. Entsprechend froh ist er, mit seinem Partner endlich wieder im Sand baggern, pritschen und schmettern zu können. „Die Zeit ohne Training und Turnier war schwer“, gesteht der 23-Jährige. Dabei hat er in den vergangenen Monaten sicher nicht unter Langeweile gelitten. Erstens schreibt er seine Bachelorarbeit in Psychologie, zweitens arbeitet er nebenher noch in einer Unternehmensberatung.

Nun wird er als Teil der Beach-Liga auch wettkampfmäßig wieder am Ball sein. Welche Ziele er für das 30-tägige Turnier hat, kann der Backnanger noch nicht genau sagen. Denn: „Wir wissen noch nicht genau, wer alles am Start ist.“ Was schon feststeht, das ist, dass auf die Teams ein straffes Programm zukommt. Jedes Duo spielt in den vier Wochen viermal gegen jedes Team. Am Ende der Runde der je acht Männer- und Frauenmannschaften werden am sogenannten Final-Four-Wochenende die zwei Beach-Liga-Meister ermittelt. Auf den beiden Courts auf dem Gelände der Düsseldorfer Arena gehen ab dem 13. Juni pro Tag insgesamt acht Partien über die Bühne.

Die Beachvolleyballfans, die aufgrund der Coronaregeln nicht vor Ort sein dürfen, können dank der Streaming-Plattform Twitch live am Ball sein. Möglich ist dies im Internet auf dem eigenen Kanal unter www.twitch.tv/diebeachliga. Der Kanal sei zugangsfrei, kostenlos und auf allen Endgeräten verfügbar, teilen die Veranstalter in einer Pressemitteilung mit. Zudem heißt es dort, dass es zu jedem Spiel eine Live-Moderation gibt.

Der Deutsche Volleyball-Verband ist zwar weder organisatorisch noch als Veranstalter an dem Turnier beteiligt, begrüßt die Unternehmung aber. „Wir freuen uns, dass der Beach-Sommer wieder Fahrt aufnimmt und unterstützen diese Initiative“, sagt Niclas Hildebrand, Sportdirektor Beachvolleyball beim DVV.

Mit seiner Freude steht er nicht alleine da. Auch der Backnanger Manuel Harms ist hochzufrieden, dass es sportlich wieder losgeht: „Wir freuen uns darauf, dass wir endlich wieder spielen können, und schauen nun einfach, was dabei rauskommt.“ Wichtig ist für ihn vor allem nur, dass nach den Fuß- und den Basketballern nun auch die Beachvolleyballer wieder zurück auf dem Platz sind.

Sportartspezifisches Hygienekonzept mit Coronatests

Die Veranstalter erklären in der Pressemitteilung, dass „die Beach-Liga absolut Coronapandemie-konform veranstaltet wird“. Das heißt, dass analog zum Fuß- und Basketball ein sportartspezifisches Hygienekonzept vorliegt, das die behördlichen Vorschriften berücksichtigen soll. Teil des Konzepts ist der Standort, das Gelände an der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena, an die unter anderem ein Hotel angegliedert ist.

Das einmonatige Turnier, das vom 13. Juni bis zum 12. Juli stattfindet, ist auch möglich, weil die Firma Cerascreen, die über eine eigene Laborkapazität verfügt, alle Beteiligten regelmäßig auf Sars-CoV-2 testet.

Ideengeber und Veranstalter und Produzenten der Beach-Liga ist ein Trio, das schon seit Jahren eng mit dem Beachvolleyball verbunden ist. An der Spitze des Organisationsteams steht der Essener Alexander Walkenhorst. Er ist seit mehr als einem Jahrzehnt als Beachvolleyballer bei nationalen und internationalen Turnieren am Start. Der 31-jährige Bruder von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst organisiert das Turnier auch, weil „ich nicht den ganzen Winter trainiere, um im Sommer nicht zu spielen“. Daniel Wernitz aus Dormagen ist ebenfalls Profi-Beachvolleyballer. Zudem ist der 32-Jährige unter anderem sogenannter Highlight-Redakteur beim Pay-TV-Sender Sky. Dritter im Bunde ist der Stuttgarter Constantin Adam, der unter anderem als Manager des deutschen Topduos Karla Burger/Julia Sude tätig ist und sich bei der Beach-Liga unter anderem ums Sponsoring kümmert.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Juni 2020, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!