Ein Auftakt mit Luft nach oben

Die Fußballer des SV Allmersbach stehen in der Landesliga mit neun Punkten aus acht Spielen auf Rang 14. Es hätte für den Neuling durchaus besser laufen können. Allerdings hat das Tälesteam aufgrund coronabedingter Absagen zwei Partien in der Hinterhand.

Die Allmersbacher Trainer Johannes Stanke (links) und Martin Weller sind mit dem Saisonstart ihres Teams nicht ganz zufrieden. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Die Allmersbacher Trainer Johannes Stanke (links) und Martin Weller sind mit dem Saisonstart ihres Teams nicht ganz zufrieden. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die Allmersbacher müssen wie alle anderen Mannschaften in dieser Fußballsaison aufgrund der Coronapandemie sehr flexibel sein. Dies hat der SVA bereits erleben müssen. In den vergangenen drei Wochen wurden nämlich zwei Landesliga-Partien abgesagt. Zum einen war es das Heimspiel gegen Germania Bietigheim, weil es einen Coronaverdachtsfall beim SVA gab. Dieser bestätigte sich nicht. Aber zwei Wochen später fiel die Begegnung zu Hause gegen den TSV Pfedelbach aus, da es bei den Gästen einen bestätigten Coronafall gab. Nun dürfen die Allmersbacher wieder ran. Sie gastieren am morgigen Samstag um 14 Uhr bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall.

„Die Zwangspausen sind nicht ideal und bringen den Rhythmus durcheinander“, sagt Allmersbachs Trainer Johannes Stanke. Er schiebt aber nach: „Das haben wir allerdings vor dem Saisonbeginn gewusst, dass wir flexibel im Training und in der Planung sein müssen.“ Schließlich will keiner, dass „der Spielbetrieb eingestellt wird. Das wäre das Schlimmste, was passieren kann. Das will niemand.“ Deshalb wollen sich die Fußballer an die Vorgaben und Hygieneregeln halten. „Mannschaftsbesprechungen finden bei uns entweder in Kleingruppen mit fünf bis sechs Spielern oder im Freien statt“, berichtet Stanke. Zudem nehmen seine Schützlinge wie alle anderen Mannschaften mehr englische Wochen in Kauf. Das Heimspiel des SVA gegen Pfedelbach soll wahrscheinlich am Mittwoch, 4. November, nachgeholt werden. Die Partie gegen Germania Bietigheim wurde bereits am Sonntag, 13. Dezember, um 14 Uhr neu angesetzt.

Diese beiden Partien fehlen aber in der bisherigen Bilanz der Allmersbacher. Sie stehen mit neun Punkten aus acht Spielen auf Rang 14, der den Abstieg bedeuten würde. „Es hätten mindestens drei Punkte mehr sein können, dann wäre der Saisonstart in Ordnung gewesen“, macht Stanke klar. Er hofft mit seinem Trainerkollegen Martin Weller darauf, dass seine Mannschaft in kommenden Partien punktet. Die beiden spielfreien Wochenenden hatten für die Allmersbacher aber auch einen guten Nebeneffekt. „Alle Verletzungen bei unseren Spielern sind auskuriert.“ Das bedeutet, dass die Allmersbacher fürs kommende Spiel gerüstet sind. Am morgigen Samstag um 14 Uhr geht es zum Tabellendritten Sportfreunde Schwäbisch Hall. „Der Gegner hat außergewöhnlich gute Spieler in seinen Reihen“, hat Stanke viel Respekt vor den Hallern. Allerdings fordert er: „Wir brauchen jeden Punkt.“ Deshalb legt er großen Wert auf ein gutes Defensivverhalten seiner Spieler. „Wir müssen die Fehler abstellen.“ Seiner Offensive gibt der Trainer mit auf den Weg: „Die Torchancen müssen besser genutzt werden.“ Wenn diese Vorgaben von den Allmersbacher Akteuren umgesetzt werden, dann könnte es für eine Überraschung des Aufsteigers beim Titelkandidaten reichen. Schließlich wollen die Allmersbacher schnellstmöglich die Abstiegszone verlassen, um so nicht noch weiter unter Druck zu geraten.

Appell der Verbandsfunktionäre

Der Württembergische Fußballverband hat seinen Appell erneuert. Im Schreiben an die Vereine heißt es: „Eine große Gefahr besteht überall dort, wo Spieler, Trainer, Betreuer und Vereinsverantwortliche sich über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam eng beieinander aufhalten.“ Vermieden werden sollen demnach Situationen wie das gemeinsame Umziehen, Duschen und gesellige Zusammensein nach dem Spielende.

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Erstellt:
16. Oktober 2020, 11:30 Uhr

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