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„Ein Derby ist jedes Mal etwas Besonderes“

Coach Matthias Heineke fiebert mit dem HC Oppenweiler/Backnang dem Drittliga-Heimspiel gegen Kornwestheim entgegen

Die Anspannung bei den Handballern des HC Oppenweiler/Backnang ist groß, sie fiebern dem Duell mit dem SV Salamander Kornwestheim entgegen. Das Duell ist schon seit Jahrzehnten eine heiße Angelegenheit – und auch am Samstag (20 Uhr) könnte sich in der Gemeindehalle in Oppenweiler wieder eine hoch spannende Partie ergeben.

Tim Düren (Mitte) will mit dem HCOB entschlossen zu Werke gehen. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Tim Düren (Mitte) will mit dem HCOB entschlossen zu Werke gehen. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Tim Düren hat bis zum Sommer in Berlin gelebt und Handball gespielt. In Oppenweiler, Backnang und Umgebung ist für den 21-jährigen Kreisläufer mit zentraler Funktion im Abwehrverbund des HCOB deshalb noch eine Menge neu. Beim Stichwort Kornwestheim weiß der Sportler aber sofort Bescheid. „Das ist hier das Derby“, sagt Tim Düren. Ihm ist nicht entgangen, dass die Anspannung vor dem Aufeinandertreffen der Rivalen besonders hoch ist. Er ist motiviert, „solche Spiele sind genau mein Ding. Ich liebe Derbys, weil die Emotionen ganz anders sind als bei ‚normalen‘ Spielen.“ Er kündigt volle Entschlossenheit an, weil er schon beim ersten Heimspiel von der Atmosphäre begeistert war. Alles, was er über die Stimmung in der Halle gehört hatte, bestätigte sich. „Die Fans stehen hier total hinter dem Team. Genau solche Heimspiele sind der Grund, warum man Handball spielt.“

Auch wenn die Motivation groß ist, weiß man beim HCOB nur zu gut: Es wartet harte Arbeit auf die Mannschaft aus dem Murrtal. Der Rivale aus Kornwestheim ist ein Kandidat fürs vordere Mittelfeld, vielleicht auch für die erweiterte Spitzengruppe. Der SVK hat einen super Saisonstart hingelegt. Ein Punkt bei der TGS Pforzheim, ein deutlicher Heimsieg gegen die TSG Haßloch – der Drittliga-Meister der Saison 2017/2018 ist eines von fünf unbesiegten Teams. Trainer Alexander Schurr hat die neuen Akteure gut ins Team integriert. Der prominenteste Zugang ist Felix Kazmeier, zuvor Leistungsträger im Rückraum des TSB Horkheim. Auch die vom TSV Schmiden gekommenen Akteure Jan David (Tor) und Jan Hellerich (Kreis, nicht verwandt mit Ex-HCOB-Kapitän Chris Hellerich) haben auf sich aufmerksam gemacht.

Heineke weiß, dass sein Team die Lehren aus der Niederlage bei HBW Balingen-Weilstetten II ziehen muss. „Wir haben in der Abwehr ohne Not in zu großen Abständen agiert“, sagt der Coach, „deshalb müssen wir am Samstag mehr Laufwege machen und kompakter stehen, um die Kornwestheimer Stärke im Eins-gegen-Eins zu bekämpfen.“ Und im Angriff? „Da müssen wir uns, auch wenn es mal nicht läuft, strikter an den Plan halten.“ Phasen wie in Balingen, als über einen (zu) langen Zeitraum ein Wurf nach dem anderen überhastet am Tor vorbeiflatterte, tun weh und sollen sich nicht wiederholen. „Wir wissen, dass wir viele Treffer erzielen können, aber wir müssen in gut herausgespielten Situationen mehr Torgefahr ausstrahlen und unsere Chancen besser nutzen.“ Klappt das, dann steigen die Chancen auf einen Heimsieg.

Auch für Heineke ist klar: „Ein Derby ist einfach jedes Mal etwas Besonderes. Die Mannschaften kennen sich zwar, und es wird schwer, Überraschungsmomente zu schaffen, dafür ist die Emotionalität noch größer.“ Denkt er an die vergangenen beiden Spiele gegen den SVK in der Gemeindehalle zurück, die beide in den letzten Sekunden entschieden wurden, dann kann er zu keinem anderen Schluss kommen als zu diesem: „Beide Teams wissen, dass es um jede Aktion geht und jede Kleinigkeit entscheidend sein kann.“

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Das 19. Duell steht an

Beide Teams stehen sich am Samstag zum 19. Mal in einem Punktspiel gegenüber, acht Spiele fanden in der Regionalliga Süd statt, vier in der Baden-Württemberg-Oberliga. Nun steigt das siebte Duell in Liga drei. Im ersten Vergleich am 13. November 1994 hieß es noch TV Kornwestheim gegen TV Oppenweiler, die Salamanderstädter gewannen mit dem Heimvorteil mit 22:21.

Kornwestheim spielte mehrere Jahre höher als der TVO in Liga zwei. Als das Geld ausging, hieß es, in der Verbandsliga neu anfangen, die Verhältnisse hatten sich umgedreht. Seit rund zehn Jahren bewegt man sich auf vergleichbarem Level. Ein Jahr später hieß es 25:15 für den TVO – die absolute Ausnahme. Mehr als drei Tore Differenz waren es bislang nur viermal.

Bislang siegte achtmal das Team aus dem Murrtal, sechsmal jubelte Kornwestheim, viermal gab’s ein Remis. In der vergangenen Runde gewann Kornwestheim sein Heimspiel mit 36:33, in der Gemeindehalle endete die Begegnung 31:31.

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Erstellt:
6. September 2019, 06:00 Uhr

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