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Ein Duo marschiert bislang vorne weg

TAHV Gaildorf und Absteiger FV Sulzbach liefern sich in der Fußball-Kreisliga B 2 einen Zweikampf um den Titelgewinn

Mit 14 Siegen, bei nur einer Niederlage, führt der TAHV Gaildorf die Fußball-Kreisliga B2 mit 42 Punkten an. Sechs Zähler weniger, aber auch zwei Spiele noch nachzuholen, hat der FV Sulzbach, der auf Rang zwei in Lauerstellung liegt und ebenfalls mit bisher nur einer Niederlage, aber zwölf Siegen, beste Titelchancen hat. Die zweite Saisonhälfte, die am 23. Februar beginnt, verspricht im Aufstiegskampf viel Spannung.

Tobias Schiffer (am Ball) strebt mit dem Tabellenzweiten FV Sulzbach die Rückkehr in die Kreisliga A an. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Tobias Schiffer (am Ball) strebt mit dem Tabellenzweiten FV Sulzbach die Rückkehr in die Kreisliga A an. Foto: T. Sellmaier

Von Dieter Gall

Die Spitzengruppe: „Nach dem Abstieg wusste niemand im Verein so richtig, was uns erwartet. Wir gingen mit einem neuen Trainerteam in die Vorbereitung. Aber man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie den Biss und die Klasse hat, um den Aufstieg mitzuspielen“, freut sich Tobias Witt über einen gelungenen Hinrunden-Auftritt des FV Sulzbach. Der Trainer berichtet von einer „überragenden“ Trainingsbeteiligung, die auch in der Wintervorbereitung den Grundstein zu einem erfolgreichen Rundenabschluss legen soll. „Wir müssen an der Abschlussquote arbeiten, denn wir lassen noch zu viele hochkarätige Chancen liegen.“ Witt erwartet eine „knallharte und extrem schwierige Rückrunde“. Fünf Heimspiele stehen zehn Auswärtsbegegnungen gegenüber, darunter auch das Duell beim Spitzenreiter TAHV Gaildorf. Der Sulzbacher Coach macht klar: „Ziel ist einer der ersten beiden Plätze, alles andere wäre nach dieser Vorrunde zu tiefgestapelt.“ Neu in Sulzbach sind Michel Disch (TSV Eutendorf), Marcel Klenk (SC Fornsbach) und Marc Smith (FC Viktoria Backnang). Ein ernstzunehmender Konkurrent um den Titel ist auch der FC Kosova Kernen, der den dritten Platz einnimmt und trotz des vermeintlich großen Rückstandes noch Aufstiegschancen hat.

Das Tabellenmittelfeld: Nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben dürfte die Spvgg Unterrot, die als Vierter im Titelkampf etwas abgeschlagen ist. Als „eher durchwachsen“ bezeichnet Torsten Tänzer das Abschneiden seines TSV Sechselberg in der Hinrunde. Die Elf ist Fünfter. „Besonders die Verletzungsmisere im August und September hat uns einen guten Start gekostet“, erklärt der TSV-Funktionär. Nach der Rückkehr der verletzten Spieler sei man aber mit den Leistungen des Teams zufrieden gewesen. „Durch die Spielansetzungen im November und Dezember mit vier Wochen Pause sind wir wieder aus dem Rhythmus gekommen. Fakt ist aber, dass wir zu viele Punkte haben liegenlassen.“ Für Tänzer scheint der Zug in Richtung Aufstieg abgefahren zu sein. „Unabhängig davon möchten wir jedoch für die eine oder andere Überraschung sorgen.“ Mit den langzeitverletzten Adrian und Marius Kinzel sowie Dominik Wettstein ist wieder zu rechnen, zudem kehrt Daniel Wieland nach seinem Auslandssemester zurück.

Zufrieden geben sich die Verantwortlichen bei der zweiten Garnitur des SV Unterweissach. „Nach einer etwas schwächeren Anfangsphase mit vielen verletzten Spielern haben wir uns gegen Ende wieder deutlich gesteigert und sind mit Platz sechs zufrieden“, sagt Tobias Hirzel. Für die zweite Saisonhälfte legt der SVU-Funktionär seinen Aktiven ans Herz: „Wir müssen unsere Defensivverhalten verbessern, denn 63 Gegentore sind schon ein Wort.“ Hirzel möchte, dass seine Elf eine „stabile“ Rückrunde spielt und den „einen oder anderen Platz nach vorne rutschen wird“. Etwas mehr haben sich zu Saisonbeginn die Verantwortlichen bei der SG Weinstadt ausgerechnet, aber der Siebte ist im Meisterschaftsrennen schon frühzeitig abgehängt.

Auf Rang acht liegen die Sportfreunde Großerlach. „Die erste Hälfte der Vorrunde lief für uns sehr gut. Gegen Mitte gab es aber einen kleinen Bruch. Einige Ausfälle mussten kompensiert werden und die Trainingsbeteiligung ließ nach“, begründet Daniel Schoch den augenblicklichen Tabellenstand seiner Mannschaft. Der Spielertrainer hat sich und seinen Mitstreiter das Ziel gesetzt: „An die guten Leistungen und den guten Fußball zu Beginn der Runde anzuknüpfen.“ Bei der SK Fichtenberg haben die Verantwortlichen zu Saisonbeginn als Ziel zwar lediglich einen einstelligen Tabellenplatz ins Visier genommen, doch Rang neun hat bei der Sportkameradschaft doch etwas für Ernüchterung gesorgt. Der SV Spiegelberg ist Zehnter. „Toll war die Moral der Truppe. Einige Male konnten Rückstände, selbst in Unterzahl, noch aufgeholt werden“, lobt Andreas Herrmann seine Kicker. Auch die Trainingsbeteiligung war für den SVS-Vorstand eine positive Erfahrung. In der Rückrunde wollen die Spiegelberger weiter punkten. „20 Zähler streben wir an“, sagt Herrmann. Er hofft darauf, dass die Kameradschaft innerhalb des Teams genauso weitergepflegt wird wie bisher.

Die untere Tabellenhälfte: „Leider konnten wir nicht viele Punkte einfahren“, klagt Marcel John. Der Sprecher der SG VfR Murrhardt II/Kirchenkirnberg ist mit dem bisher erreichten elften Rang, bei zehn Punkten, nur bedingt zufrieden: „Sicherlich mussten wir mit der Situation einer Spielgemeinschaft und einem neuen Trainer erst mal klarkommen. Spielerisch und von der Einstellung her bin ich aber sehr zufrieden.“ In der Rückrunde soll die Mannschaft mehr Punkte einfahren. Dazu gehören auch die zwei Nachholspiele gegen den SC Fornsbach und den TSV Bad Rietenau.

Absolut unzufrieden mit dem Abschneiden sind die Verantwortlichen beim SC Fornsbach. „Wir haben punktemäßig eine selten so schlechte Vorrunde hingelegt“, ärgert sich Michael Brucker über Platz zwölf. Der SCF-Abteilungsleiter fand die Leistungen seiner Mannschaft aber größtenteils in Ordnung. Für die zweite Saisonhälfte hofft Brucker auf ein paar Zähler mehr, „um in der Tabelle ein paar Plätze gut machen zu können“.

Im Tabellenkeller tummeln sich auch der TSV Lippoldsweiler und der TSV Bad Rietenau. Eine bisher enttäuschende Saison ist es für den Kreisliga-A-Absteiger aus Lippoldsweiler. Das Team aus Auenwald möchte zumindest versuchen, in der Endabrechnung wenigstens einen einstelligen Platz zu erreichen. Die rote Laterne trägt hingegen die zweite Garnitur des TSV Sulzbach-Laufen.

In der Fupa-Elf der Hinrunde ist der TAHV Gaildorf mit vier Spielern am stärksten vertreten. Die Zahl unter jedem Akteur gibt an, wie oft dieser in der Elf der Woche dabei war.Grafik: Fupa/J. Bauer

In der Fupa-Elf der Hinrunde ist der TAHV Gaildorf mit vier Spielern am stärksten vertreten. Die Zahl unter jedem Akteur gibt an, wie oft dieser in der Elf der Woche dabei war.Grafik: Fupa/J. Bauer

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Erstellt:
29. Januar 2020, 11:30 Uhr

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