Ein enges Spiel wird erwartet

Die HCOB-Handballer treffen in der Dritten Liga auf ihren langjährigen Rivalen VfL Pfullingen

Der HC Oppenweiler/Backnang will nach dem ersten Saisonsieg in der Dritten Liga im Heimspiel morgen (20 Uhr, Gemeindehalle in Oppenweiler) gegen den VfL Pfullingen nachlegen. Sportlich ist es eine knifflige Aufgabe, in der Vergangenheit waren die Duelle eng. Der HCOB setzt darauf, dass das Erfolgserlebnis von Baden-Baden neue Kräfte freisetzt.

HCOB-Trainer Matthias Heineke hofft auf ein erfolgreiches Konterspiel seines Teams. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

HCOB-Trainer Matthias Heineke hofft auf ein erfolgreiches Konterspiel seines Teams. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Die Ausgangslage: Die Handballer aus Pfullingen sind mit 8:4 Punkten super aus den Startlöchern gekommen. Bisheriges Highlight war der Auswärtssieg beim Zweitliga-Absteiger Konstanz, das werden dem Team des neuen Trainers Frederick Griesbach wohl wenige Drittligisten nachmachen. Der HCOB hat Anlaufprobleme, die ersten fünf Duelle gingen verloren, nur ein Sieg steht bisher zu Buche.

Der Trend: Der Knoten ist geplatzt, der erste Sieg ist eingefahren. Wichtig dabei: Der HCOB-Auswärtserfolg beim TVS Baden-Baden war keine Zitterpartie. Im Gegenteil, die Sportler aus dem Murrtal hatten den Rivalen im Griff, gaben den Takt und das Tempo vor. Am Ende fiel der Sieg mit vier Toren Differenz dafür, dass die Frage nach dem Sieger schon relativ geklärt war, relativ knapp aus. Pfullingen hatte mit Saarlouis keine Mühe, ließ gerade einmal 15 Gegentreffer zu.

Die Bedeutung des Spiels: Pfullingen hat sich einen einstelligen Platz vorgenommen, liegt auf Kurs. Mit einem weiteren Sieg ließe sich die gute Ausgangsposition stabilisieren. Für den HCOB gilt es, nach den Heimniederlagen gegen Haßloch und Balingen-Weilstetten II nun in eigener Halle zu überzeugen und möglichst den ersten Heimsieg der Saison zu landen.

Warum hat das Duell mit Pfullingen einen besonderen Stellenwert? Es treffen zwei württembergische Teams aufeinander, die räumliche Distanz zwischen Pfullingen und dem Austragungsort Oppenweiler ist für Drittliga-Verhältnisse nicht so arg groß. Bedeutsamer ist aber, dass zwei Rivalen aufeinandertreffen, die sich seit fünf Jahren in einem intensiven Wettstreit befinden. Die aktuelle Spielergeneration hat dieses Duell mehrfach als Highlight erlebt; erst in der Baden-Württemberg-Oberliga, seit dem parallelen Aufstieg im Jahr 2015 nun in Liga drei.

Was sagt die Statistik? Von sechs Spielen in der Dritten Liga endeten vier mit einem Unentschieden. Die bisherigen Siege fielen mit einem Tor (für den VfL) beziehungsweise mit drei Treffern (für den HCOB) auch nicht gerade deutlich aus.

Wie ist Pfullingen aufgestellt? Ein paar gute Spieler sind weg, auch der erfolgreiche Coach Till Fernow ist nicht mehr an Bord. Nachfolger Frederick Griesbach (SV Remshalden) scheint aber schon gut integriert. Rückkehrer Florian Möck (TSB Horkheim) läuft im Rückraum zu guter Form auf. Mit Alexander Schmid hat er einen offensivstarken Kreisläufer mitgebracht. Pfullingen ist gut besetzt.

Die Einschätzung von HCOB-Coach Matthias Heineke: „Aus Baden-Baden nehmen wir den Schwung des Erfolgserlebnisses mit, der ist mit nichts zu vergleichen.“ Besonders die Leistung im Konterspiel sei gut gewesen. „Das kann auch am Samstag zu einem wichtigen Faktor werden.“ Aus den vergangenen Jahren kennt er die Duelle mit dem VfL als eng, und er kann sich durchaus vorstellen, dass beide Teams am Samstag wieder eng beieinander liegen. Dann gelte: „Wenn beide Teams eine gute und disziplinierte Leistung zeigen, dann werden Torwartleistung und Kontertore entscheiden.“ Beim HCOB könnten also Stefan Koppmeier und Thomas Fink die Kastanien aus dem Feuer holen. In Baden-Baden erledigte Fink diese Aufgabe mit Bravour.

Und das sagt Torwart Fink: „Für uns war der Sieg in Baden-Baden in doppelter Hinsicht bedeutsam. Mit Blick auf das Ergebnis und emotional.“ Und mit dem Blick nach vorne? „Sie sind sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Wir wissen also, was auf uns zukommt. Aus den vielen Spielen der vergangenen Jahre wissen wir aber auch, dass wir eine Chance haben und es eine sehr spannende Begegnung werden kann.“ Er selbst will an seine gute Form anknüpfen.

Zur personellen Lage: Benjamin Röhrle, Jakub Strýc und Johannes Csauth fehlen. Bei Jonas Frank macht die Wade Kummer, es wird eher nicht reichen.

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Erstellt:
5. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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