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Ein wichtiger Schritt zum großen Ziel

Aufstiegsgeschichten: B-Jugend der Aspacher Drittliga-Fußballer schafft Sprung in Oberliga – A- und C-Jugend sollen nachziehen

„Wir müssen den Abstand zu den Profis verringern.“ Vorstandsmitglied Patrick Eickelmann weiß, wo der Schuh drückt. Fußball-Drittligist SG Sonnenhof hat im Nachwuchsbereich noch viel Luft nach oben. Entsprechend groß war der Jubel in Aspach, als die B-Jugend vor wenigen Wochen den Aufstieg in die Oberliga schaffte. Ein wichtiger Schritt zum großen Ziel.

Bejubelten den Oberliga-Aufstieg und sorgten damit gleichzeitig für riesige Freude bei der Jugendführung um Peer Lauster (rechts): Die B-Jugend der Aspacher Drittliga-Fußballer. Foto: privat

Bejubelten den Oberliga-Aufstieg und sorgten damit gleichzeitig für riesige Freude bei der Jugendführung um Peer Lauster (rechts): Die B-Jugend der Aspacher Drittliga-Fußballer. Foto: privat

Von Uwe Flegel

Der Verein aus dem Fautenhau bezeichnet sich selbst als Weiterbildungs- und Ausbildungsverein. Zumindest Ersteres passt, gelingt es doch immer wieder jungen und talentierten Spielern, die in Vergessenheit geraten oder eine Zeit lang unter dem Radar der großen Klubs geflogen sind, über den Umweg Großaspach zurück ins Rampenlicht zu kommen. Akteure wie Kevin Broll, Lucas Röser (beide Dynamo Dresden) oder Makana Baku (Holstein Kiel). Nur mit der Ausbildung eigener Fußballer für den eigenen Drittliga-Kader hat es in den vergangenen Jahren nicht recht geklappt. Eine der wenigen Ausnahmen ist Michl Bauer, mittlerweile Abwehrchef beim benachbarten Ex-Oberligisten TSG Backnang.

Das wissen der Leiter der Nachwuchsabteilung Peer Lauster und das für die Jugend zuständige Vorstandsmitglied Eickelmann. Lauster sagt zum Leistungsstand: „Wenn wir damit zufrieden wären, dann würden wir nicht so akribisch daran arbeiten, uns zu verbessern.“ Und Eickelmann fordert: „Wir müssen den Abstand zu den Profis verringern und da müssen wir eine Stufe hochkommen.“

Ein Schritt, der der SG Sonnenhof mit der B-Jugend nun gerade gelungen ist. Erst wurde die Elf von Trainer Georg Haramis Meister in der Verbandsstaffel Nord, dann setzte sie sich in den Aufstiegsspielen gegen Süd-Meister SSV Reutlingen recht souverän mit einem 2:0-Heimsieg und einem 1:1 in Reutlingen durch. „Georg hat einen top Job gemacht“, gibt’s für den Trainer ein Lob von den zwei Jugendbossen, denn: „Gegenüber Reutlingen hatten wir nicht die stärkeren Einzelspieler, aber das bessere Team.“ Dass es im Lauf der Saison auch mal eine Phase gab, in der Aspach im Dreikampf mit Heidenheim II und Aalen hintendran war, weiß das SG-Duo, doch der Rückstand von teilweise sieben Punkten wurde wettgemacht. Auch weil sich Haramis in der Phase „komplett auf sein Thema als Trainer konzentrieren konnte, da er von der Jugendführung optimal unterstützt wurde“, wie Eickelmann die Arbeit des neben ihm sitzenden Lauster nicht unerwähnt lassen will.

Dass die am 31. August mit dem Duell beim SV Sandhausen beginnende Oberliga-Runde eine ganz andere Herausforderung wird, wissen die beiden Aspacher Verantwortlichen. Deshalb geht’s für sie zunächst einmal darum, sich in der zweithöchsten deutschen Spielklasse in diesem Altersbereich zu etablieren. Mit 24 Feldspielern und zwei Torhütern wird das Unternehmen angegangen. Nicht ganz ein Drittel davon seien Zugänge. Ansonsten, so Lauster: „Verlassen wir uns auf Spieler, die schon bei uns waren.“

Damit das künftig öfter der Fall ist, gilt es für die SG, auch in den unteren Altersklassen einen Gang hochzuschalten. Dafür sorgen soll mit Ben Blümle ein neuer Mann, der nicht nur Erfahrung aus seiner Zeit als Jugendtrainer des VfB Stuttgart, oder seiner Arbeit bei der Firma Schwabensport mitbringt, sondern zudem in der regionalen Fußballszene einen guten Namen hat. Er soll den Grund- und Aufbaubereich entwickeln, denn „der steckt bei uns noch in den Kinderschuhen, da müssen wir ehrlich sein“, so Lauster.

Vorwärtsgehen soll es in Aspach zudem beim Aushängeschild einer Jugendabteilung, der A-Jugend. Dort wurde im Gegensatz zur B-Jugend der Titel verpasst. Und das am letzten Spieltag mit einer 0:6-Peinlichkeit bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Eickelmann will die Panne gar nicht kleinreden: „Wenn du so eine Chance hast und dann so ein Spiel ablieferst, dann ist die entsprechende Enttäuschung da.“ Eine, die die SG jedoch nicht daran hindert, in der neuen Saison mit Trainer Markus Lang den nächsten Anlauf zu nehmen. Eickelmann warnt aber vor allzu hohen Erwartungen. Der Aufstieg werde erhofft, sei aber kein Muss, denn: „Wir haben einen Dreijahresplan mit der A-Jugend, davon ist nun ein Jahr rum.“ Einerseits. Andererseits weiß er: „Wir müssen den Abstand zu den Profis verringern.“

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Erstellt:
6. August 2019, 06:00 Uhr

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