Eine richtig große Herausforderung

Handball-Drittligist Oppenweiler/Backnang rechnet sich im Heimspiel gegen starken TuS Dansenberg dennoch etwas aus

Herausfordernde Aufgabe für Handball-Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang. Mit TuS 04 Dansenberg kommt morgen (20 Uhr) ein Team in die Gemeindehalle, das sich mit seinen namhaften Zugängen im Vorderfeld der Liga einsortiert hat. Die Murrtaler wollen den Schwung der vergangenen Wochen mitnehmen und zielstrebig zugreifen, wenn sich die Chance auf einen Erfolg gegen den Gast aus der Pfalz bietet.

Stehen vor einer schweren Aufgabe, nach deren Erledigung sie erneut jubeln wollen: Matthias Heineke und die HCOB-Handballer. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Stehen vor einer schweren Aufgabe, nach deren Erledigung sie erneut jubeln wollen: Matthias Heineke und die HCOB-Handballer. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Am vergangenen Wochenende pausierte die Dritte Liga fast komplett. Nur einige verlegte Spiele wurden ausgetragen. Weil es bei Oppenweiler/Backnang zuletzt gut lief, stellt sich die Frage: War die Pause hilfreich oder nicht? Trainer Matthias Heineke sagt, dass er mit dem spielfreien Wochenende ganz gut leben konnte. Denn: Zu den ohnehin länger verletzten Akteuren wie Benjamin Röhrle und Jakub Stryc hatten sich weitere angeschlagene Spieler gesellt. „Fünf Akteure wären ausgefallen, von denen drei wieder so weit sind, dass sie gegen Dansenberg mitwirken können“, sagt Heineke, so ist nur noch der Einsatz von Philipp Maurer und Ruben Sigle unsicher. Dieser Aspekt „überwiege über den guten Rhythmus, den wir vor der Pause hatten“, und abgesehen davon gibt es ja Grund zur Hoffnung, dass der HCOB mit dem Schwung weitermacht, mit dem er zuletzt beim TSV Neuhausen/Filder gewann.

Im württembergischen Duell überzeugten die Murrtaler mit einer guten Abwehrleistung. „Die hat uns allen sehr viel Selbstvertrauen gegeben.“ Torwart Stefan Koppmeier, der schon in der Woche zuvor beim Sieg gegen Willstätt stark gehalten hatte, wartete erneut mit vielen spektakulären Paraden auf. Dabei sieht Heineke das Ende der Fahnenstange für die Defensive noch nicht erreicht. „Das Zusammenspiel mit dem Block kann weiter verbessert werden.“ Vielversprechend war aus Sicht des Coaches auch, „dass wir uns in der Abwehr für keinen Meter zu schade waren und offensiv gegen die Werfer agiert haben – denn das wird mit Gewissheit auch gegen Dansenberg sehr wichtig werden“. Gut hat dem Trainer in Neuhausen die Disziplin seines Teams gefallen. Heineke fordert dies nun auch für diesen Samstag ein, „da Dansenberg körperlich und verbal an der Grenze des Erlaubten spielt“.

Der Klub aus dem Stadtteil von Kaiserslautern spielt im zweiten Jahr in der Dritten Liga. Vergangene Saison kämpften die Pfälzer wie die Murrtaler lange gegen den Abstieg. Dabei verstärkte sich Dansenberg während der Runde mit Akteuren wie Jugendnationalspieler Marc-Robin Eisel oder dem Franzosen Loic Laurent. „Ihn halten viele für den besten Spieler der Liga“, sagt Heineke, „weil er besonders in entscheidenden Phasen die Verantwortung trägt.“ Zur neuen Runde legte der Klub nach. Torwart Kevin Klier kam vom Bundesligisten TSG Friesenheim, Kreisläufer Sebastian Bösing vom Zweitligisten HSG Konstanz, zudem wurde der aus Dansenberg stammende Ex-Juniorennationalspieler Robin Egelhof reaktiviert. Der 21-Jährige hatte ebenfalls für Friesenheim gespielt, aufgrund gesundheitlicher Probleme aber pausiert.

Aufgrund der Verstärkungen zählen die Pfälzer zum Kreis der Kandidaten für eine Spitzenplatzierung: Mit 14:8 Punkten haben sie sich auch im Verfolgerfeld eingereiht. Niederlagen gab es nur bei den Topteams Horkheim, Fürstenfeldbruck und Konstanz. „Sie haben einen sehr starken Rückraum“, sagt der HCOB-Trainer, „aber sie agieren – die Ergebnisse zeigen es auf – gerade auswärts auch sehr abwehrorientiert und vollziehen oft einen doppelten Spezialistenwechsel.“ Die Handballer aus dem Murrtal werden also sowohl hinten als auch vorne eine Spitzenleistung abrufen müssen, wollen sie die Punkte in der Gemeindehalle behalten. Heinekes Prognose: „Bringen beide Teams eine gute Leistung, wird das eine enge Kiste, bei der Kleinigkeiten wie Kontertore und Torwartleistung entscheidend sein können.“

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Erstellt:
16. November 2018, 06:00 Uhr

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