Ex-Spieler des VfB Stuttgart
„Eines der brutalsten Fouls des Jahres“ – heftige Kritik an Rüdiger
Antonio Rüdiger rammt einem Gegenspieler das Knie ins Gesicht, obwohl der bereits am Boden liegt. Spanische Medien sind sich einig: die Attacke muss Folgen haben.
© IMAGO/Alberto Gardin
Nach einer Knie-Attacke in einem Ligaspiel mit Real Madrid gerät Antonio Rüdiger (M) in die Schlagzeilen.
Von Jörg Breithut
Mit einer brutalen Knie-Attacke sorgt Abwehrspieler Antonio Rüdiger für Diskussionen nach einem Spiel in der ersten spanischen Fußball-Liga. Mit Real Madrid hatte der deutsche Nationalspieler am Montag mit 0:1 gegen den FC Getafe verloren.
Den Siegtreffer für die Gäste erzielte Martin Satriano in der 39. Minute mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze. Für das Team aus Getafe, einer Vorstadt von Madrid, war es der erste Sieg nach 18 Jahren gegen die Königlichen.
Rüdiger kommt ohne Karte davon
Die viel diskutierte Szene hatte sich allerdings schon zuvor in der 27. Minute ereignet. Diego Rico taumelte nach einem Zweikampf mit Arda Güler und fiel zu Boden. Der Ball war damit geklärt. Die Gefahr eines Angriffs war beseitigt. Doch dann rauschte Rüdiger heran und rammte im Fallen sein Knie gegen den Unterkiefer des am Boden liegenden Gegenspielers. Für den heftigen Treffer gab es allerdings keine Karte vom Schiedsrichter – auch der VAR griff nicht ins Spiel ein. Rüdiger spielte weiter.
Auf der Kurznachrichtenplattform X hat der Sportsender „DAZN“ das Video des brutalen Fouls gepostet:
Rüdiger mit heftiger Knie-Attacke #DAZNmoment#LaLigapic.twitter.com/0H45wrdrIo — DAZN DE (@DAZN_DE) March 3, 2026
Für die spanischen Medien ist völlig unverständlich, dass Rüdiger dafür nicht vom Platz geflogen ist. „Das war eines der brutalsten Fouls, die wir dieses Jahr gesehen haben“, sagte Sportkommentator Juanma Castaño dem Radiosender „Cope“. Die spanische Zeitung „Mundo Deportivo“ kommentierte die Aktion mit den Worten: „Der Deutsche kam ungeschoren davon, obwohl er in dieser Situation eindeutig vom Platz gestellt werden müsste.“ Das sei ein weiteres typisches Foul von Rüdiger gewesen – der bereits vor rund einem Jahr nach einem Ausraster im spanischen Pokalfinale in die Kritik geraten war.
Die Niederlage gegen Getafe war die zweite Pleite, die Real Madrid innerhalb von zwei Wochen gegen ein Mittelklasse-Team einstecken musste. Neun Tage zuvor hatte Madrid ebenso überraschend mit 1:2 bei CA Osasuna verloren. Der FC Barcelona droht den Königlichen in der Tabelle nun zu enteilen.
