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EM wird für Emelie Petz zum Testlauf

TSG-Turnerin feiert im polnischen Stettin ihre Premiere auf der großen internationalen Bühne

Gegen 16 Uhr wird es für Emelie Petz heute ernst. Dann geht bei der Europameisterschaft in Stettin die dritte Gruppe von insgesamt vier sogenannten Subdivisions. Mit dabei: Die TSG-Turnerin. Für die 16-Jährige sind die Titelkämpfe die Premiere auf großer internationaler Bühne. Und das, nachdem sie lange mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte.

Blickt ihrer ersten großen internationalen Meisterschaft gespannt entgegen: Emelie Petz, die Schwebebalken und Barren turnt. Foto: Baumann

© Pressefoto Baumann

Blickt ihrer ersten großen internationalen Meisterschaft gespannt entgegen: Emelie Petz, die Schwebebalken und Barren turnt. Foto: Baumann

Von Uwe Flegel

„Sie freut sich drauf und ist gespannt“, berichtet Rebecca Petz vom Gemütszustand ihrer Tochter. Auch Körper und Gesundheit spielen mit. Nach der langen Pause in der vergangenen Saison ist die Schülerin aus Allmersbach im Tal zwar noch nicht hundertprozentig fit, aber der Fuß hält. Damit das so bleibt, will die hoch talentierte Petz, die bei der deutschen Meisterschaft in der vergangenen Saison trotz ihrer Verletzung zum zweiten Mal in Folge alle fünf möglichen Titel in ihrem Jahrgang gewann, nichts überstürzen. „Emi turnt bei der Einzel-Europameisterschaft nur den Schwebebalken und am Barren“, erzählt die Mutter. Emelies Paradedisziplin Boden muss ebenso wie der Sprung noch warten, bis der Rückstand vollends aufgeholt ist.

In der Qualifikation ist heute der Stufenbarren dran, morgen der Balken. Während die Übung am zweiten Gerät aufgrund des langen Ausfalls etwas abgespeckt daherkommt, geht es für die Jüngste im deutschen Team am Barren bereits in die Vollen. „Da hat sie einen hohen Ausgangswert und wenn alles klappt, dann reicht es vielleicht zu einem vorderen Platz“, weiß Rebecca Petz, die an dem Gerät gar einen Start im Barren-Einzelfinale am Samstag nicht völlig ausschließen will, wenn es optimal läuft. Am Schwebebalken sei daran allerdings noch nicht zu denken. Dafür müssten die Ausgangswerte höher sein.

Die Schwierigkeitsgrade im Wettkampf werden allerdings erst im Lauf des Jahres Stück für Stück nach oben geschraubt. Bei der deutschen Meisterschaft in Berlin am ersten Augustwochenende will die TSG-Sportlerin das erste Mal so weit sein. Dort gilt es für Petz, dem Trainerstab zu zeigen, dass sie bereit ist für die Weltmeisterschaft im Herbst in Stuttgart. „Der Oktober ist das große Ziel“, berichtet die Mutter Petz. Bei den Titelkämpfen vor der eigenen Haustür will ihre 16-jährige Tochter dabei sein. Darauf ist alles ausgerichtet. Polen ist für die Allmersbacherin ein bedeutender Wettkampf, ist aber nur eine wichtige Station auf dem Weg zur Weltmeisterschaft. „In Stettin soll sie vor allem Erfahrung sammeln und dafür bringt jeder wichtige Wettkampf was“, sagt Rebecca Petz. Sie selbst ist mit ihrem Mann Klause gestern Abend nach Polen gefahren. Die Eltern wollen vor Ort sein, wenn die Tochter nach ihrem Debüt Anfang März beim DTB-Pokal das zweite Mal fürs Frauen-Nationalteam turnt. Was sich die Mutter der 16-Jährigen dort wünscht: „Vor allem soll sie glücklich sein, dass sie bei der Europameisterschaft dabei ist.“

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Erstellt:
11. April 2019, 06:00 Uhr

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