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UEFA weist Spekulationen um EM-Verschiebung zurück

dpa Nyon. Die Coronavirus-Epidemie bringt die UEFA in große Schwierigkeiten. Dennoch geht der Kontinentalverband davon aus, dass die EM im Sommer termingerecht stattfinden kann. Mindestens eine Playoff-Partie im März wird zum Geisterspiel.

Auch die EM im Sommer könnte von den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie betroffen sein. Foto: Matthias Balk/dpa

Auch die EM im Sommer könnte von den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie betroffen sein. Foto: Matthias Balk/dpa

Die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie sorgt für zunehmende Spekulationen um eine mögliche Verschiebung der Fußball-EM um ein Jahr in den Sommer 2021 und eine Aussetzung der Champions League und Europa League.

Drei Monate vor dem geplanten EM-Start am 12. Juni in Rom wird das Playoff-Spiel am 26. März zwischen der Slowakei und Irland unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, wie der slowakische Verband am Dienstag mitteilte. Es ist eines von vier Ausscheidungsduellen um die noch vakanten vier Turnierplätze. Für die Partie zwischen Bosnien-Herzegowina gegen Nordirland wurde der Ticketverkauf vorerst gestoppt.

Wie mehrere internationale Medien am Dienstag berichten, wächst derweil der Druck auf UEFA-Chef Aleksander Ceferin, sogar eine Turnierverschiebung vorzunehmen. Hintergrund ist die Sorge nationaler Verbände und Ligen, dass sie ihre Meisterschaftswettbewerbe nicht wie geplant bis Mitte Mai beenden können. Die UEFA wies am Dienstag alle Gerüchte zurück. „Die EURO 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die UEFA steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft“, hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In Italien, der Schweiz und Österreich ruht der Ligen-Betrieb teilweise bis Anfang April. In mehreren anderen Ländern wie Spanien, Polen, und Frankreich finden alle Spiele der höchsten Ligen vorerst nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch in der Bundesliga kommt es bei mehreren Partien zu ersten Geisterspielen.

Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant. Je vier davon in Gruppenphase und Viertelfinale in Rom und München. Weitere Spielorte sind Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London, wo unter anderem auch beide Halbfinals und das Endspiel angesetzt sind. Der EM-Test der Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März in Nürnberg wird vor leeren Rängen ausgetragen.

Der katalanische Sender Cat Radio berichtete ohne Quellenangabe, dass bei der UEFA eine Aussetzung der Europacup-Wettbewerbe vom Viertelfinale an „ernsthaft erwogen“ werde. Zahlreiche Achtelfinal-Spiele in Champions League und Europa League müssen in dieser und der kommenden Woche ohne Zuschauer stattfinden - darunter das Rückspiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea am kommenden Mittwoch. Für das in Basel abgesagte Rückspiel von Eintracht Frankfurt steht laut UEFA noch kein Ersatzspielort fest.

„Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können“, hatte Ceferin vergangene Woche nach dem UEFA-Kongress in Amsterdam ob der zunehmenden Krise beschwichtigend gesagt. Generalsekretär Theodore Theodoridis sprach von „verschiedenen Szenarien“, vermied aber Aussagen zu einem möglichen Turnier-Ausfall in diesem Sommer.

Durch eine Verlegung des Turniers in den Sommer 2021 würden andere Fußball-Wettbewerbe tangiert werden. Das Finale der Nations League (2. bis 6. Juni) könnte entgegen Medienberichten noch vor einer EM stattfinden. Allerdings würde das Kontinentalturnier mit der erstmals geplanten FIFA-Club-WM mit 24 Teams in China kollidieren.

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Erstellt:
10. März 2020, 13:18 Uhr

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