Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kovac: AS Monaco „richtige Platz für das richtige Projekt“

dpa Monaco. Bestens gelaunt tritt Niko Kovac seinen neuen Job an. Im Fürstentum Monaco will der Ex-Bayer das kriselnde Team wieder nach vorn bringen. Nach dem Aus in München für Kovac genau der richtige Weg.

Hat sein erstes Training in Monaco geleitet: Ex-Bayern-Coach Niko Kovac. Foto: Matthias Balk/dpa

Hat sein erstes Training in Monaco geleitet: Ex-Bayern-Coach Niko Kovac. Foto: Matthias Balk/dpa

Nach der Autofahrt vom Flughafen zu seinem neuen Arbeitgeber AS Monaco kamen bei Niko Kovac gleich Erinnerungen hoch.

„2001 hatten wir hier mit Bayern München Trainingseinheiten“, sagte der 48-Jährige, eher er wenig später nach dem Empfang durch die Führungsspitze der Monegassen seinen Dreijahresvertrag als neuer Chefcoach des französischen Fußball-Erstligisten unterschrieb. „Es ist ein großes Projekt und eine große Herausforderung. Ich freue mich auf Monaco und ich denke, das ist der richtige Platz für das richtige Projekt“, sagte Kovac in einem am Montag veröffentlichten Clubvideo.

Schon bei der kurzen Stippvisite an seinen neuen Arbeitsplatz fokussierte sich der frühere Bundesliga-Profi gleich auf die Arbeit: Nach der ersten Trainingseinheit am Montagmorgen brauche er sofort Videosequenzen von den Übungen, um seinen neuen Spielern zu zeigen, „was wir wollen und was zu tun ist“, sagt Kovac zu einem Assistenten. Bestens gelaunt und voller Tatendrang geht Kovac seine neue Aufgabe an. Und will selbst schnell lernen - die französische Sprache. Noch läuft die Verständigung auf Englisch.

„Für mich ist das der richtige Weg, ein neues Kapitel zu starten, in einem neuen Land“, sagte Kovac nach dem Einchecken ins Hotel, wo er erstmal wohnt. Die noble Herberge durfte Kovac erst nach Messen der Temperatur und mit Mundschutz betreten. Für ihn ist das glamouröse Fürstentum an der französischen Mittelmeerküste das vierte Land, in dem er arbeitet.

Einen Tag nach seiner Verpflichtung leitete Kovac am Montag die erste Übungseinheit, wegen der Corona-Krise aber ohne Fans und Medien. Er soll zeitnah auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden, wie der Club am Montag mitteilte. „Am Sonntag unterschrieben, am Montag beim Training: Alles geht sehr schnell bei der AS Monaco“, kommentierte das Sportblatt „L'Equipe“.

Mehr als acht Monate nach seinem Aus beim FC Bayern übernimmt Kovac ein neues Amt und ersetzt den bisherigen Trainer Robert Moreno, der erst zum Jahreswechsel angetreten war. „Es ist hart, wenn jemand den Club verlassen muss. Ich hoffe, er findet schnell einen neuen Club und ich wünsche ihm für die Zukunft das Beste“, sagte Kovac über seinen Vorgänger. „Er hat die Aura, die Robert Moreno wahrscheinlich fehlte“, schrieb die Zeitung „Nice Matin“ am Montag.

Der Münchner Double-Gewinner von 2019 hatte vor der Corona-Zwangspause angekündigt, dass er ein Engagement im Sommer anstrebe. Kovac war am 3. November 2019 nach einem 1:5 bei Eintracht Frankfurt und 16 Monaten im Amt als Chefcoach des deutschen Rekordmeisters FC Bayern freigestellt worden. In der Vorsaison hatte er mit den Bayern noch die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewonnen; ein Jahr zuvor machte er Eintracht Frankfurt zum Pokalsieger.

Im Fürstentum hat Kovac viel Arbeit vor sich. Nach Platz 17 in der Spielzeit 2018/19 enttäuschte die AS Monaco auch in der wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochenen vergangenen Saison. Der Champions-League-Halbfinalist von 2017 schloss die Spielzeit in der Ligue 1 nur als Neunter ab. „Wir werden unser Bestes geben und hoffen auf eine gute Zukunft“, sagte Kovac. Viel Vorbereitungszeit bleibt Kovac zudem nicht: Die Saison in Frankreich startet am 23. August, erster Gegner für Monaco im heimischen Stadion ist Stade Reims.

© dpa-infocom, dpa:200720-99-854442/4

Erster Arbeitstag: Niko Kovac (M) bei seinem Dienstbeginn bei der AS Monaco. Foto: Franckie Tourdre/asmonaco/dpa

Erster Arbeitstag: Niko Kovac (M) bei seinem Dienstbeginn bei der AS Monaco. Foto: Franckie Tourdre/asmonaco/dpa

Zum Artikel

Erstellt:
20. Juli 2020, 10:01 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!