Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Fehler minimieren, drei Punkte holen

Backnangs Oberliga-Fußballer wissen, wie sie im morgigen Heimspiel gegen Friedrichstal in die Erfolgsspur zurückkehren können

Das 1:3 im Abstiegsduell gegen Linx hat die Situation im Tabellenkeller für Backnangs Oberliga-Fußballer wieder deutlich verschärft, zumal auch die anderen direkten Konkurrenten aus Ilshofen und Oberachern Zählbares holten. Diesen Rückschlag gilt es aus den Klamotten zu schütteln, um im morgigen Heimspiel gegen den Drittletzten FC Germania Friedrichstal (15.30 Uhr, Etzwiesenstadion) den dringend nötigen Sieg einzufahren.

Überzeugte nach seiner Einwechslung gegen Linx und könnte morgen eine Option für Backnangs Startelf sein: Leon Maier. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Überzeugte nach seiner Einwechslung gegen Linx und könnte morgen eine Option für Backnangs Startelf sein: Leon Maier. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Im April und am Maifeiertag lief es rund bei Backnang, aus fünf Spielen sprangen 13 Punkte heraus. Aber ausgerechnet, als sich am vergangenen Samstag gegen Linx die Möglichkeit bot, nach langem Heranrobben endlich auf den für die Rettung ausreichenden 14. Platz zu klettern, endete die Erfolgsserie. Das 1:3 war bitter, „ist aber abgehakt“. Ohnehin ist Trainer Evangelos Sbonias, der unter der Woche seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte, der Meinung, „dass das kein schlechtes Spiel von uns war“, aber mit einer wesentlichen Einschränkung: „Wir haben in der Defensive und in der Arbeit gegen den Ball zu viele Fehler gemacht.“ Die sind dringend zu minimieren, wenn die Roten am Samstag in die Erfolgsspur zurückkehren wollen.

Und nichts anderes kann das Ziel sein, macht Sbonias deutlich. „Wir wollen mit aller Macht drei Punkte“, sagt der 36-Jährige, „und die brauchen wir auch unbedingt, wenn wir weiterhin eine realistische Chance haben wollen, noch einen Platz zu klettern und den Klassenverbleib aus eigener Kraft zu schaffen“. Vier Zähler trennen die Murrtaler von Ilshofen und Oberachern, auf fünf Punkte ist der Rückstand auf Linx angewachsen. Wen sich die TSG in den letzten drei Partien noch schnappt, ist zweitrangig, aber einer muss es sein – klappt das nicht, ist Backnang auf Schützenhilfe angewiesen. „Wir müssen fleißig punkten in den letzten drei Spielen“, weiß Sbonias um die Bedeutung der Heimduelle mit Friedrichstal und Ravensburg sowie der dazwischenliegenden Begegnung in Freiberg, „aber mit diesem großen Druck leben wir schon seit einigen Monaten“.

Morgen wird es sicher kein Selbstläufer. Erstens setzen die Gäste alles daran, ihren aktuellen drittletzten Platz gegen Gmünd zu verteidigen, um doch noch drinzubleiben, falls es keinen Absteiger aus der Regionalliga gibt und der Zweite der Oberliga Baden-Württemberg in der Relegation den Fahrstuhl nach oben nimmt. Zweitens spielt Friedrichstal eine ordentliche Rückrunde, verlor nur eine der jüngsten sieben Partien. „Wir stellen uns auf maximalen Widerstand ein“, betont der TSG-Trainer, der personell bis auf den langzeitverletzten Benito Baez-Ayala aus dem Vollen schöpft. Sbonias hält sich in Sachen Aufstellung bedeckt, eine Option könnte aber Leon Maier sein, der nach der Einwechslung gegen Linx überzeugte. Bei Michele Varallo ist es die Frage, ob es trotz Leistenproblemen für 90 Minuten reicht.

Hintergrund
Einen Platz klettern oder auf Schützenhilfe hoffen

Zwischen zwei und sechs Absteigern wäre in der Oberliga theoretisch alles möglich gewesen, mittlerweile sind mit Blick auf die Regionalliga Südwest zumindest die Horrorszenarien vom Tisch. Weil nur noch der VfB Stuttgart II als Absteiger in die Oberliga Baden-Württemberg infrage kommt, werden es dort maximal vier Absteiger sein.

Die TSG Backnang ist aktuell Viertletzter und hat vier Punkte Rückstand auf den fünftletzten Platz. Die sind aufzuholen, um in der Tabelle noch einen Rang nach oben zu klettern und damit auf der sicheren Seite zu sein.

Sollte das nicht klappen, wären die Etzwiesenkicker auf Schützenhilfe angewiesen. Die kann zum einen vom VfB Stuttgart II kommen, indem sich die Bundesliga-Reserve als momentaner Drittletzter der Regionalliga Südwest doch noch rettet – was wiederum wahrscheinlicher wird, wenn die SG Sonnenhof Großaspach in der Dritten Liga bleibt und sich die Anzahl der Regionalliga-Absteiger dadurch nicht weiter erhöht. Steigt der VfB II ab, müsste die TSG Backnang über das Saisonende hinaus zittern. Dann würde die Roten nur noch der Aufstieg des Oberliga-Vizemeisters retten.

Zum Artikel

Erstellt:
10. Mai 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!