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Frühe Balleroberung, kurze Wege zum Tor

Aspachs Fußball-Drittligist will im morgigen Heimspiel gegen den Zweiten aus Münster nicht mauern, sondern Akzente setzen

Florian Schnorrenberg sieht „eine große Aufgabe“ auf Großaspachs Drittliga-Fußballer zukommen. Nein, der neue Trainer neigt nicht dazu, den Rivalen künstlich starkzureden, um mit dem eigenen Team aus der Außenseiterrolle angreifen zu können. Er hält sich vielmehr an die Fakten: Die SG Sonnenhof erwartet morgen (14 Uhr, Mechatronik-Arena) mit Preußen Münster den seit sieben Spielen ungeschlagenen Tabellenzweiten.

Ob der zuletzt verletzte Aspacher Youngster Jonas Meiser (links) morgen vielleicht schon eine Option als Joker ist, bleibt abzuwarten. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Ob der zuletzt verletzte Aspacher Youngster Jonas Meiser (links) morgen vielleicht schon eine Option als Joker ist, bleibt abzuwarten. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Siege gegen Cottbus, Rostock, Wiesbaden, Würzburg und Meppen, dazu Unentschieden gegen Unterhaching und München – das ist die starke Bilanz der Gäste, seit sie am 15. September in Aalen (1:4) zum letzten Mal in einem Punktspiel den Kürzeren gezogen haben. Seither gab’s nur im westfälischen Landespokal eine Schlappe (1:2 beim Regionalligisten in Rödinghausen).

„Münster hat eine enorme individuelle Klasse im Kader“, sagt Schnorrenberg und nennt Spieler, „die jederzeit den Unterschied in dieser Liga ausmachen können“. Wie Rufat Dadashov (16 Länderspiele für Aserbaidschan), der schon sechs Tore erzielte und so dafür sorgte, dass die Fans dem zu den Löwen gewechselten Adriano Grimaldi nicht mehr arg nachtrauern. Er harmoniert auch mit Sturmpartner Tobias Rühle, der von 2013 bis 2016 das SG-Trikot trug und morgen wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Mit René Klingenburg und Martin Kobylanski haben die Gäste zudem zwei torgefährliche Mittelfeldspieler in ihren Reihen.

Einzelne Akteure im Auge zu behalten, wird aber nicht ausreichen, denn Aspachs Trainer attestiert der Truppe seines Kollegen Marco Antwerpen auch einige kollektive Stärken. „Sie schalten aus dem 3-5-2 perfekt um“, hat Schnorrenberg analysiert, „und sie sind bei ihren Standardsituationen brandgefährlich.“ Das Ergebnis: Die Münsteraner, die in der vergangenen Runde am Ende nur Zehnter geworden waren, belegen mit 26 Punkten derzeit den zweiten Tabellenplatz, nur Osnabrück hat noch einmal drei Zähler mehr auf dem Konto.

Eingeschüchtert sind die Großaspacher aber keineswegs, wie des Trainers Ankündigung erahnen lässt: „Wir wollen vor heimischer Kulisse natürlich punkten, am allerliebsten dreifach.“ Damit das klappen kann, brauche sein Team aber eine „Topleistung“ und anders als zuletzt beim 1:1 gegen Braunschweig „vor allem zwei gute Halbzeiten. Wir brauchen von Anfang an die nötige Präsenz auf dem Platz.“ Sollten die Einheimischen ihren in dieser Spielzeit stark ausgeprägten Hang zum Remis abermals an den Tag legen und im 15. Spiel zum 11. Mal die Punkte teilen, wäre Florian Schnorrenberg nicht zwingend unzufrieden. Er bewerte Unentschieden immer mit Blick auf den Spielverlauf, zuletzt sei er mit dem 2:2 in München und dem 1:1 gegen Braunschweig zufrieden gewesen.

„Wir gehen zwar nicht als Favorit in das Spiel, wollen uns aber auch keinen Punkt ermauern, sondern der Begegnung selbst Impulse geben“, kündigt der SG-Coach eine aktive Vorgehensweise an: „Mein Ansatz ist, den Gegner früher zu attackieren. Das hat in München zum Beispiel schon ganz gut geklappt. Wir wollen den Ball früher erobern, damit der Weg zum gegnerischen Tor kürzer wird.“ Das soll dabei helfen, dass Aspach seine Erfolgserlebnisse alsbald nicht mehr vor allem der zweitstärksten Defensive (nur elf Gegentore) zu verdanken hat, sondern dass es auch auf der anderen Seite häufiger klingelt. Mit lediglich elf erzielten Treffern stellt Aspach die schwächste Drittliga-Offensive.

Personelle Alternativen für die Abteilung Attacke könnten Jonas Meiser und Stéphane Mvibudulu sein, doch bei beiden ist noch offen, ob sie morgen gegen Preußen Münster einsatzfähig sind. Selbiges gilt für Jeff-Denis Fehr und Jannes Hoffmann, ein Platz in der Startelf dürfte für das komplette Quartett zu früh kommen. Sicher fehlen weiter Nicolas Jüllich, Dan-Patrick Poggenberg und Marco Hingerl.

Die SG Sonnenhof Großaspach bietet auch zum morgigen Heimspiel gegen Münster die kostenlosen Shuttlebusse an. Los geht’s am Busbahnhof in Backnang um 13 Uhr, auf dem Weg zur Mechatronik-Arena gibt es diese Stopps: Etzwiesenbrücke, Seminar, Rossbergstaffel, Kleinaspach (Schafhaus). Die Rückfahrt startet um 16.15 Uhr.

Frühe Balleroberung, kurze Wege zum Tor

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Erstellt:
10. November 2018, 06:00 Uhr

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