Fußball-Bundesliga am Samstag: Sechs Spiele - sechs Köpfe

dpa Berlin. Schafft es Nagelsmann-Vertreter Dino Toppmöller, den Betriebsunfall der Bayern im DFB-Pokal in der Bundesliga zu reparieren? Sein Trainerkollege Florian Kohfeldt gibt sein Comeback mit neuem Club.

Dino Toppmöller wird Bayerns Cheftrainer Julian Nagelsmann auch gegen Union Berlin vertreten. Foto: Marius Becker/dpa

Dino Toppmöller wird Bayerns Cheftrainer Julian Nagelsmann auch gegen Union Berlin vertreten. Foto: Marius Becker/dpa

Ein Trainer-Rückkehrer und einer, der wohl zum vorerst letzten Mal im Bayern-Rampenlicht steht. Zwei Stürmer und zwei Routiniers - sechs Köpfe, auf die am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga zu achten ist.

Dino Toppmöller: Der Co-Trainer des FC Bayern München wird alles daran setzen, dass es in der Küche seines Chefs nicht wieder laut werden muss. „Ich habe schon viel rumgeschrien am Mittwoch. Geflogen ist aber nichts in meiner Küche“, hatte Julian Nagelsmann zuvor über seine Gemütslage bei der historischen 0:5-Pleite im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach berichtet. Wegen seiner Corona-Infektion fehlt der Chefcoach der Münchner auch im Spiel beim 1. FC Union Berlin. „Solche Ergebnisse sollten eine Einmaligkeit haben“, forderte Nagelsmann. Toppmöller muss die Mannschaft nun wieder von der Seitenlinie aus antreiben - stets in Kommunikation mit seinem Chef.

Fabian Klos: Ob Startelf oder Einwechselspieler - Fabian Klos ist für Arminia Bielefeld in jeder Rolle wichtig. Als Führungsspieler, Kämpfer und als einer, der das Publikum begeistern kann. Beim Pokalspiel in Mainz rettete er als Joker sein Team mit dem Treffer zum 2:2 immerhin noch in die Verlängerung. Sein Trainer Frank Kramer hält ihn auch in dieser Rolle für besonders wichtig. „Fabian ist immer jemand, den wir für die Startelf im Kopf haben. Aber man hat in Mainz auch gesehen: Als er kam, kam richtig Wucht. Weil er frisch war!“ Spielen wird er also im Ligaspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 auf jeden Fall wieder - von Beginn an oder bis zum Ende.

Florian Kohfeldt: Florian Kohfeldt ist zurück in der Bundesliga. Nach seiner Freistellung im Mai beim späteren Absteiger Werder Bremen feiert er mit dem VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen sein Bundesliga-Comeback - nur zwei Tage nach seinem ersten Training. Der 39-Jährige hat in der kurzen Zeit nach eigenen Angaben eine Menge Einzelgespräche mit den VfL-Profis geführt. Denn die Niedersachsen warten seit acht Pflichtspielen auf einen Erfolg und kassierten unter Vorgänger Mark van Bommel vier Liganiederlagen in Serie. Daher ist Kohfeldt auch als Psychologe gefordert. Viel Zeit besitzt der neue VfL-Coach allerdings nicht. Bereits am Dienstag wartet RB Salzburg in der Champions League.

Donyell Malen: Haaland noch verletzt, Moukoko wohl wieder im Kader und Malen in der Startelf? Der Ersatzstürmer von Borussia Dortmund könnte nach einem Magen-Darm-Infekt gegen den 1. FC Köln für den norwegischen Torjäger wieder ins Team rücken. „Donny hat am Donnerstag individuell trainiert“, sagte BVB-Coach Marco Rose. Nun müsse man sehen, ob es funktioniert. Der Niederländer sei dabei, „wenn er das Training gut verkraftet.“ Allerdings wartet der Nationalspieler noch auf seinen ersten Bundesligatreffer, nur in der Champions League hat der 22-Jährige bislang einmal für den BVB getroffen.

Christian Günter: Bundesliga-Rekordspieler des SC Freiburg ist Christian Günter längst. Nun trifft der Außenverteidiger mit den Breisgauern auf den Club, gegen den für ihn gewissermaßen alles begann. Am 8. Dezember 2012 hatte der heute 28-Jährige bei Freiburgs 1:0-Sieg gegen Fürth sein Bundesligadebüt für den Sport-Club gegeben. Mittlerweile ist er längst nicht mehr aus der Startelf des Teams von Trainer Christian Streich wegzudenken. An den vergangenen 88 Bundesliga-Spieltagen stand er immer in der Anfangsformation des SC.

André Silva: Für André Silva könnte die Partie gegen Eintracht Frankfurt zu einem Schlüsselspiel werden. Nachdem der 25-jährige Portugiese zu Beginn der Saison von Frankfurt nach Leipzig gewechselt war, hatte der Stürmer bislang bei den Sachsen Ladehemmung: Nach 28 Treffern in der Vorsaison für die Hessen erzielte er bislang lediglich zwei Tore. RB-Trainer Jesse Marsch machte aber Mut: „André ist hoch motiviert und wird sehr wichtig für dieses Spiel.“

© dpa-infocom, dpa:211029-99-791281/4

Zum Artikel

Erstellt:
30. Oktober 2021, 05:03 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!