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Gegen eine geballte Ladung Erfahrung

Etzwiesenfußballer müssen in der Verbandsliga zum Tabellenfünften TSV Essingen um Ex-TSG-Trainer Beniamino Molinari

Spitzenreiter TSG Backnang steht in der Verbandsliga vor einer schweren Aufgabe. Nach fünf Siegen in Folge fährt das Team um Coach Evangelos Sbonias zum Verfolger TSV Essingen. Dort kommt es nicht nur zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten, sondern auch zum Duell mit einigen sehr erfahrenen Spielern.

Auf der Ostalb will das Team um Loris (vorne) und Leon Maier den nächsten Sieg. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Auf der Ostalb will das Team um Loris (vorne) und Leon Maier den nächsten Sieg. Foto: T. Sellmaier

Von Timo Babic

Fünf Spiele ohne einen einzigen Punkt abzugeben, drei Spiele in Folge ohne Gegentor und zuletzt vier von fünf Partien zu null: Die Etzwiesenfußballer starteten eine erfolgreiche Serie. „Es spricht für eine geschlossene Mannschaftsleistung gegen den Ball“, bemerkt TSG-Trainer Evangelos Sbonias zurückblickend. Für ihn ist es Ergebnis harter Arbeit in den vergangenen Wochen: „Wir hatten zu viele Chancen zugelassen und daran gearbeitet.“ Seine Elf kassierte mit acht Treffern die wenigsten Gegentore der Liga, zusätzlich haben die Backnanger mit 31 Toren den treffsichersten Angriff. Auf den 1:0-Heimerfolg über den VfB Neckarrems blickt Sbonias jedoch kritisch zurück: „Nach dem 1:0 haben wir unsere Ordnung und die Bissigkeit verloren.“ Zudem rückte Keeper Marcel Knauss in den Mittelpunkt, der mit starken Paraden seinen Kasten sauber hielt: „Wir hatten einige Angriffssituationen zugelassen und mussten dann eben auf unseren Torhüter zurückgreifen.“

Trotz des knappen Heimsiegs geht der Spitzenreiter guten Muts Richtung Ostalb. Im Aalener Vorort treffen die Backnanger auf die Mannschaft von Trainer Beniamino Molinari. Der 39-Jährige coachte die Etzwiesenkicker bereits in der Oberliga vor zwei Jahren. Er landete am Ende auf dem zwölften Rang und sicherte den souveränen Klassenerhalt vorzeitig. Der aktuelle TSG-Coach Sbonias hat mit Molinari hingegen „keine Berührungspunkte“. Doch Essingens Trainer ist nicht der Einzige mit Backnanger Vergangenheit. Frank Sigle, der in der letzten Saison noch Teammanager bei den Murrtalern war, ist nun sportlicher Leiter bei den morgigen Gastgebern. Zusätzlich hütete Lars Eisenmann, derzeit ebenfalls sportlicher Leiter beim TSV, in früheren Zeiten das TSG-Tor.

Darüber hinaus trifft Backnang in Essingen auch auf einige erfahrene Akteure. Beispielsweise stand Mittelfeldmann Patrick Funk bereits für den VfB Stuttgart in der Bundesliga auf dem Platz. Oberhalb der Verbandsliga hat er alle Ligen durchlaufen, beim FC St. Pauli sogar zwei komplette Jahre in der zweiten Liga gespielt. Auch Stürmer Fabian Weiß hatte dort einige Einsätze. Er trug nicht nur das Trikot der SG Sonnenhof, sondern auch das von VfR Aalen im Unterhaus der Bundesliga. In der Junioren-Bundesliga sammelten Niklas Weisenberger, Ibrahim Jermain und Manuel Hegen ihre Erfahrungen. Außerdem wechselte mit Tamás Herbály der letztjährige Torschützenkönig der Landesliga vom TSV Crailsheim zu den Essingern.

Auch durch einen guten Mix aus erfahrenen und jungen Akteuren erreichten die Essinger seit ihrem Aufstieg vor sechs Jahren immer einen einstelligen Tabellenplatz. Backnangs Coach Sbonias sieht sich mit seinem Team demnach zurecht vor einer „Mammutaufgabe“. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt hat der TSV Essingen „ein bisschen gebraucht, um in die Erfolgsspur zu kommen. Ihre gute Leistung haben sie in den letzten Spielen bestätigt und sind zurecht eine Spitzenmannschaft.“ Für die morgigen Hausherren gab es zuletzt einen souveränen 3:0-Erfolg über Gmünd und einen 3:1-Sieg in Pfullingen. Auch deshalb zählte Sbonias die Molinari-Elf zu Saisonbeginn zu den Aufstiegskandidaten.

Die personelle Situation hat sich bei den Backnangern sehr angespannt. Neben den Langzeitverletzten David Kienast und Emmanuel Mc Donald stehen einige Fragzeichen hinter vielen Einsätzen. „Auch das Training war von privaten und krankheitsbedingten oder verletzten Ausfällen gespickt“, so Sbonias.

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Erstellt:
18. Oktober 2019, 11:30 Uhr

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