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Großaspach erkämpft sich einen Punkt

Drittligafußballer aus dem Fautenhau bleiben beim Aufstiegskandidaten Würzburg erneut ohne Tor, wissen aber zu überzeugen

Beide Trainer waren sich einig: „Ein gerechtes Unentschieden.“ Eines, das „auch 2:2 hätte ausgehen können“, wie Aspachs Interimscoach Zlatko Blaskic urteilte. Allerdings stand es nach dem Drittligaduell der SG Sonnenhof am Ende wieder einmal 0:0. Und erneut bescheinigte der Gegner den Fußballern aus dem Fautenhau eine sehr ordentliche Leistung. Eine, mit der das Kellerkind den Titelaspiranten Würzburger Kickers gestern Abend in dessen Stadion am Rande einer Niederlage hatte.

Wehrten sich gestern Abend nach Kräften und mit Erfolg: Dominik Pelivan (rechts) und die SG Sonnenhof. Beim Aufstiegskandidaten Würzburger Kickers kam Aspach zu einem verdienten Teilerfolg. Mit etwas mehr Glück wären für die Fautenhau-Elf sogar drei Punkte drin gewesen.Foto: J. Hübner

© Jan Huebner

Wehrten sich gestern Abend nach Kräften und mit Erfolg: Dominik Pelivan (rechts) und die SG Sonnenhof. Beim Aufstiegskandidaten Würzburger Kickers kam Aspach zu einem verdienten Teilerfolg. Mit etwas mehr Glück wären für die Fautenhau-Elf sogar drei Punkte drin gewesen.Foto: J. Hübner

Von Uwe Flegel

Die beiden Ex-Großaspacher im Würzburger Trikot machten gar nicht lange rum. „Beide Mannschaften hätten das Spiel gewinnen können“, erklärte Simon Skarlatidis und sein ehemaliger Kapitän im Fautenhau und jetziger Nebenmann im Mittelfeld der Franken, Daniel Hägele, lobte: „Die SG hat es gut gemacht. Für uns war es das schwere Spiel, das ich auch erwartet habe.“ In der Tat erlebten die etwas mehr als 5 000 Zuschauer am Würzburger Dallenberg ein Duell auf Augenhöhe. Vor der Pause hatten die Gastgeber leichte Vorteile, nach dem Wechsel über weite Strecken die Schwaben. „Phasenweise haben wir den Gegner eingeschnürt“, war Zlatko Blaskic durchaus zufrieden. Das einzige, was er vermisste, das war der erfolgreiche Torabschluss. Ein Manko, das sich durch die bisherige SG-Saison zieht und das mit ursächlich war, dass Trainer Sascha Hildmann seinen Hut nehmen musste.

Allerdings hatte Blaskic im Vergleich zu seinem Vorgänger durchaus die eine oder andere kleine Korrektur vorgenommen. Hinten agierte Großaspach mit einer Viererkette, der mit Korbinian Burger ein Innenverteidiger zum Opfer fiel, der bislang durchaus überzeugt hatte. Der Interimscoach baute auf Patrick Poggenberg und damit auf einen echten Linksverteidiger, vor dem unerwartet Michael Vitzthum spielte und damit sein Saisondebüt feierte. Ein gelungenes übrigens. Der Blondschopf auf der linken Außenbahn war ein Aktivposten und hätte seine gute Leistung durchaus mit einem Tor krönen können, hatte er doch mehrere gute Ansätze und nach 82 Minuten gar eine ganz dicke Chance, als er im Strafraum erst in Torjägermanier zwei Gegner aussteigen ließ, um dann aber aus sechs Metern an Würzburgs Schlussmann Leon Bätge zu scheitern. Zu dem Zeitpunkt wäre eine Aspacher Führung nicht unverdient gewesen. Danach drängten die Hausherren allerdings noch einmal mächtig, kamen auch zu einigen Eckbällen, allerdings nicht mehr zu einer richtig dicken Möglichkeit.

Die hatte Würzburg zuvor aber zwei, drei Mal gehabt. In der ersten Halbzeit zum Beispiel, als SG-Torwart Kevin Broll den Ball direkt zu Orhan Ademi spielte, der aus 30 Metern das Gehäuse aber doch deutlich verfehlte. Auf Aspacher Seite waren es Schüsse von Marco Hingerl (31.) und Timo Röttger (33.), die durchaus für Gefahr sorgten. Zudem kam Julian Leist nach einer weiten Flanke von Bösel nicht recht hinter den Ball. Blaskic beschrieb das Geschehen später so: „Würzburg hatte vor der Pause leichte Vorteile und auf beiden Seiten gab es ein paar Halbchancen.“ Für die Kickers halt ein, zwei Möglichkeiten mehr.

Nach der Pause waren es dann aber die Gäste aus dem Fautenhau, die zunächst einmal das aktivere und zwischen der 60. und 82. Minute das gefährlichere Team waren. Vor allen Dingen Michael Vitzthum stand kurz davor, seinen guten Auftritt mit einem Treffer zu krönen. Doch entweder kam er mit dem Kopf um Millimeter zu spät, oder er schoss Zentimeter vorbei, oder er scheiterte, wie schon erwähnt, aus sechs Metern an Bätge. Auch Poggenberg verfehlte nach 70 Minuten nur haarscharf das Gehäuse.

Völlig ohne waren allerdings auch die Konter der Kickers nicht und wenigstens zweimal standen die Gastgeber, die nun seit acht Spielen ohne Niederlage sind, kurz vor einem Torerfolg. Doch beim ersten Mal schlenzte Ademi den Ball frei stehend aus 16 Metern etwas überhastet übers Tor (76.) und beim zweiten Mal setzte Dominic Baumann seine Direktabnahme aus sechs Metern ein wenig zu hoch an. Wie erwähnt: Ein munteres Spielchen, ein gerechtes Unentschieden.

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Erstellt:
9. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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