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Große Zufriedenheit nach dem Teilerfolg

Beim 2:2 gegen 1860 München schnuppern Aspachs Drittligafußballer bis kurz vor Schluss sogar an einem Auswärtssieg

„Das war ein guter Schritt, auf der Leistung können wir aufbauen.“ Trainer Florian Schnorrenberg war zufrieden, obwohl Großaspachs Drittligafußballer bei den Münchner Löwen in der Schlussphase noch eine 2:1-Führung aus der Hand gaben und mit einem 2:2 zufrieden sein mussten. Ein Schönheitsfleck, aber keine Tragödie für die SG Sonnenhof.

Hielten im Hexenkessel Grünwalder Stadion gut dagegen: Kai Gehring (Mitte) und seine Mitstreiter aus Großaspach. Die SG Sonnenhof schnupperte bis kurz vor Schluss sogar am zweiten Auswärtssieg der Saison. Am Ende war sie aber auch mit einem gerechten 2:2 zufrieden. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Hielten im Hexenkessel Grünwalder Stadion gut dagegen: Kai Gehring (Mitte) und seine Mitstreiter aus Großaspach. Die SG Sonnenhof schnupperte bis kurz vor Schluss sogar am zweiten Auswärtssieg der Saison. Am Ende war sie aber auch mit einem gerechten 2:2 zufrieden. Foto: T. Sellmaier

Von Uwe Flegel

Die Szene kurz vor Spielende war symptomatisch für das, was die Elf aus dem Fautenhau gestern in München leistete. Auf der rechten Außenbahn lagen Verteidiger Patrick Choroba sowie der zentrale Mittelfeldspieler Michael Vitzthum und mussten sich mit Krämpfen behandeln lassen. Ein paar Meter weiter stand der kurz zuvor ins Spiel gekommene Marco Hingerl, der sich wenige Minuten nach seiner Einwechslung einen Muskelfaserriss zuzog, aber auf dem Platz blieb, da die SG nicht mehr austauschen konnte und er verhindern wollte, dass seine Elf die Schlussphase inklusive der fast fünfminütigen Verlängerung in Unterzahl spielen musste. Die SG wollte einfach nicht mit leeren Händen heim fahren.

Das musste sie auch nicht. Deshalb war die Frage ob es ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene Zähler waren, diesmal schnell beantwortet. Der Teilerfolg war absolut positiv. Auch wenn der eine oder andere haderte, dass Sechzig-Torjäger Sascha Mölders mit seinem Flugkopfball gar einen Aspacher Auswärtssieg verhindert hatte. Möglich wäre der gewesen und das Prädikat völlig unverdient hätte er auch nicht gehabt. Denn in einem intensiven Spiel, das für die Schwaben nach dem Schnitzer von Kevin Broll mit dem 0:1 von Sascha Mölders in der siebten Minute schlecht begonnen hatte, waren die Gäste bis zur Pause die bessere Mannschaft und nach der Halbzeit nicht viel schlechter als der TSV 1860 München. Spielerisch, kämpferisch und läuferisch passte viel bei der Mannschaft von Florian ‚Schnorrenberg.

Bei den Gästen verdiente sich deshalb diesmal nicht nur die Defensivabteilung um die starken Innenverteidiger Julian Leist und Kai Gehring gute Noten, sondern auch Offensivkräfte wie Dominik Pelivan, der nicht nur wegen seines Freistoßtores zum 1:1 ein Sonderlob vom Coach bekam, und Makana Baku, dessen Tor zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung einfach clever und cool war. Dass es letztendlich doch nur ein Punkt wurde, nahm Schnorrenberg seinem Team dann auch nicht groß krumm. „Ich bin froh und zufrieden, dass wir mit einem 2:2 nach Hause fahren“, urteilte der Coach.

Sein Gegenüber Daniel Bierofka sah dagegen nicht ganz so glücklich aus. Er kritisierte, dass seine Mannschaft zu oft quer gespielt habe und ärgerte sich, „dass wir zu viele Torchancen brauchen“. Wobei die Gastgeber zumindest gegen Großaspach so arg viele Möglichkeiten eigentlich gar nicht hatten. Was sie besaßen, das war ein Angreifer vom Format eines Sascha Mölders, der 90 Minuten lang rackerte und zweimal traf, obwohl ihn Leist und Gehring eigentlich gut im Griff hatten. Dann am Ende doch zum Münchner Teilhelden zu werden, das ist ein Zeichen von hoher Qualität. Und noch etwas brachten die Löwen aufs Tapet. „Wir haben gute Moral gezeigt, dass wir nach dem 1:2 zurück gekommen sind“, lobte Bierofka seine Mannschaft

Wobei der Grund für die Komplimente des Ex-Nationalspielers an seine Fußballer dem Großaspacher Coach Florian Schnorrenberg die Laune nicht verderben konnten. Der Nachfolger von Sascha Hildmann freute sich lieber darüber, dass es seiner Mannschaft im Tollhaus an der Grünwalder Straße gelungen war, zwei Tore zu erzielen und ein Unentschieden mitzunehmen. Damit sammelte seine Elf nun in den ersten .beiden Begegnungen unter ihrem neuen Cheftrainer vier Punkte. Eine gute Bilanz und Zeugnis zweier Leistungen, nach denen Spieler und Verantwortliche auch mit einem Teilerfolg zufrieden sein konnten.

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Erstellt:
29. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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