Gute Defensivarbeit ist der Trumpf

Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang gewinnt nach wechselhafter Partie verdient mit 26:23 gegen den HC Erlangen II

Der HC Oppenweiler/Backnang hat die Trendwende geschafft. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge siegte der Handball-Drittligist gegen den HC Erlangen II mit 26:23, der fünfte Sieg im sechsten Heimspiel. Die Murrtaler waren erkennbar die bessere Mannschaft. Sieggarant war die gute Abwehr um den starken Keeper Felix Beutel.

Jakub Strýc (beim Wurf) hat zwei Tore zum Heimsieg des HC Oppenweiler/Backnang beigesteuert. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Jakub Strýc (beim Wurf) hat zwei Tore zum Heimsieg des HC Oppenweiler/Backnang beigesteuert. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Erlangen erreichte in der Vorsaison in der Oststaffel den sechsten Platz, tut sich in dieser Runde aber schwer. Die personell dezimierte Mannschaft hatte vor der Partie in Oppenweiler achtmal hintereinander verloren. Für die HCOB-Handballer war deshalb klar: Ein Sieg sollte her, für ein positives Punktekonto und fürs Selbstvertrauen. Die Gastgeber begannen stark und führten mit 5:2. Allerdings taten sie sich danach mit dem Torewerfen schwerer. Erlangen II arbeitete sich heran, nach 18 Minuten stand es 8:8. Auch in den Folgeminuten kamen die Gäste oft zum Ausgleichstor. Wichtig war aus Sicht des HCOB, dass die Mannschaft nie einen Rückstand hinnehmen musste. In den Minuten vor der Pause legten die Hausherren einen Zahn zu, kamen zu erstklassigen Chancen – aber sie ließen zu viele davon liegen. Deshalb nahmen sie zwar eine Führung mit in die Kabine, die betrug beim 14:12 aber nur zwei Tore.

Nach dem Seitenwechsel holten die Gastgeber das Versäumte nach. Sie dominierten die Partie deutlich. Das machte sich auch im Spielstand bemerkbar. Bis zur 40. Minute zogen die Schützlinge von Trainer Matthias Heineke durch eine schnörkellose Spielweise auf 20:14 davon. In diesem Moment deutete manches auf einen entspannten Handballabend hin und ein klarer Heimerfolg schien möglich. Doch es kam anders. Denn die Gäste bewiesen Kampfgeist. Durch Treffer ihres neunfachen Torschützen Julian Mangen blieben sie in der Partie. Der HCOB hatte eine Schwächephase, leistete sich viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten. Gute Chancen blieben ungenutzt, Konter wurden nicht entschlossen vorgetragen. Der Vorsprung schmolz. Zehn Minuten vor dem Ende hatte die Bundesliga-Reserve beim 21:22 den Anschluss hergestellt. Plötzlich war es ein Krimi.

Die HCOB-Handballer legten in der Abwehr um den im Zentrum spielenden Tim Düren eine Schippe drauf. Torwart Felix Beutel überzeugte mit mehreren Paraden und gab seinem Team Auftrieb. Er verhinderte den Ausgleichstreffer und leitete einen Konter ein, den Jakub Strýc zum 23:21 abschloss. Die Gastgeber hatten mehrmals die Chance, die Partie zu entscheiden, aber sie warfen an Pfosten und Latte. So gelang Erlangens Tarek Marschall noch zweimal das Anschlusstor, ein letztes Mal drei Minuten vor dem Ende. Es blieb spannend. Auf der Gegenseite erzielte Nikola Vlahovic – es war Zeitspiel angezeigt – das 25:23. Damit war das Ding fast durch. Den Rest erledigte der HCOB durch konsequente Defensivarbeit. Marcel Lenz setzte den Schlusspunkt, indem er einen Erlanger Pass abfing und zum 26:23 vollendete.

HC Oppenweiler/Backnang: Beutel, Merzbacher – Lenz (6/3), Buck (n.e.), Sigle (4), Vlahovic (5), Wolf (4), Prasolov (n.e.), Schöbinger (1), Strýc (2), Kuhnle (1), Csauth (n.e.), Maurer (2), Raff, Köder (1), Düren.

HC Erlangen II: Klein, Goebel – Froschauer, Neuß (1), Bauer (1), Bialowas (2), Marschall (5), Wagner (2), Walz, Schletterer (2), Banik (1), Mangen (9/6), Wenzel, von Alvensleben.

Siebenmeter: 3/3:6/6. – Zeitstrafen: 12:12 Minuten (Düren/zweimal, Schöbinger/zweimal, Strýc, Vlahovic – Bauer/zweimal, Banik/zweimal, Bialowas, Wagner). – Schiedsrichter: Siebert/Welke (Radevormwald/Bergneustadt). – Zuschauer: 600.

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Erstellt:
28. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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