Hand oder nicht Hand? Reform soll Klarheit bringen

ABERDEEN /SID - Gianni Infantino und die Regelhüter vom International Football Association Board (Ifab) lächelten zu­frieden, als sie über die vermeintlich bahnbrechenden Reformen der Handspielregel sprachen. Und auf den ersten Blick sahen die Änderungen, die das Ifab in Anwesenheit des Fifa-Präsidenten umgesetzt ­hatte, auch tatsächlich vielversprechend aus. Hitzige Debatten aber dürfte es auch weiterhin geben. Denn eigentlich ist seit der 133. Ifab-Hauptversammlung nur ­eindeutig festgelegt, dass ab der kommenden Saison jedes Handspiel, das zu einem Torerfolg führt, geahndet wird. Ganz egal, ob es erst bei der ­Torerzielung oder schon bei der Torvor­bereitung geschah, ob es ­bewusst oder unabsichtlich war.

Die Beurteilung der kritischen Vergehen von Defensivspielern ist hingegen auch weiterhin Interpretationssache der Schiedsrichter – die Grenzen sind lediglich etwas enger gefasst. „Wir gehen in den neuen Regeln von einer speziellen Silhouette des Körpers aus. Und wenn die Arme jenseits davon ausgebreitet werden, ist das eine unnatürliche Vergrößerung der ­Kör­perfläche“, betonte der frühere Schiedsrichter David Elleray, der mittlerweile als Technischer Direktor des Ifab fungiert und sich durch die Neuerung vor allem eines erhofft: „Die Spieler müssen nun beim Verteidigen nicht mehr die Arme hinter ihrem Rücken verschränken.“ Was allerdings passiert, wenn ein Abwehrspieler in die Luft springt, dabei auf natürliche Weise die Arme mitschwingt und dann den Ball an die Hand bekommt? Zumindest öffentlich lieferte das Ifab keine Antworten.

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Erstellt:
4. März 2019, 03:04 Uhr

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