HC Oppenweiler/Backnang stürmt zielstrebig zum klaren Heimsieg

Die Drittliga-Handballer aus dem Murrtal behalten mit dem 37:31 gegen den TuS Fürstenfeldbruck zum vierten Mal in Folge deutlich die Oberhand. Damit kann sich der Tabellenzweite voller Selbstvertrauen auf das Gipfeltreffen beim Ersten in Konstanz am 23. März vorbereiten.

HCOB-Spieler Martin Schmiedt findet die Lücke zwischen Arm und Bein des Keepers und erzielt eines seiner sechs Tore. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

HCOB-Spieler Martin Schmiedt findet die Lücke zwischen Arm und Bein des Keepers und erzielt eines seiner sechs Tore. Foto: Alexander Becher

Von Alexander Hornauer

Daniel Brack hatte sich vor der Partie daran erinnert, mit seinem Ex-Verein VfL Pfullingen bei mehreren Versuchen keinen Heimsieg gegen den TuS Fürstenfeldbruck eingefahren zu haben. „Deshalb hatte ich schon Bammel“, verriet der HCOB-Trainer: „Man muss immer mit ihnen rechnen, auch wenn sie gerade eine negative Serie haben.“ Auch die Bilanz der Murrtaler in den Heimspielen gegen die Bayern war mit bislang nur zwei Siegen in neun Spielen alles andere als gut.

Dieses Mal lief es anders, deshalb stellte Gästecoach Martin Wild nach der Schlusssirene auch anerkennend fest: „Ich habe jetzt schon einige Spiele gegen den HC Oppenweiler/Backnang mitgemacht und muss sagen, dass es heute in den ersten 40 Minuten die beste Mannschaft des HCOB war, gegen die ich bisher gespielt habe. Das war ein Irrsinnstempo und eine hohe Intensität.“ Wie in der Vorwoche im Auswärtsspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen strahlten die Handballer in den grünen Trikots Selbstbewusstsein und enormen Siegeswillen aus.

Der Gastgeber agierte im Angriff torgefährlich und hatte viele Ideen, um Fürstenfeldbrucks Defensive in Unordnung zu bringen. Die Torgefahr ging von allen Positionen aus, besonders oft kamen die Murrtaler allerdings durch Gegenstoßtreffer zum Erfolg. „Wir hatten eine gute und aggressive Abwehr, dadurch sind wir sehr gut ins Tempo gekommen“, lobte Trainer Daniel Brack. Die Gäste leisteten sich viele Fehlwürfe und Fehlabgaben, nach denen der HCOB schnell umschaltete und zu freien Würfen kam, häufig über Linksaußen Martin Schmiedt.

Bereits beim 4:4 nach fünf Minuten lag der TuS letztmals gleichauf, danach zogen die Einheimischen zielstrebig davon. Juniorennationalspieler Elias Newel setzte sich gleich mehrfach entschlossen durch. Auch Timm Buck hatte gute Aktionen, im Rückraum fügte sich Lukasz Orlich nahtlos ein. Nach 22 Minuten stand es 16:11, Gästetrainer Martin Wild nahm eine Auszeit. Aber der HCOB überstand in den Minuten vor dem Seitenwechsel auch zwei Unterzahlsituationen fast schadlos, dementsprechend deutlich war die Führung zur Pause – 22:15.

Die Entscheidung ist spätestens beim 30:19 nach 40 Minuten gefallen

Nach dem Wiederanpfiff sorgte Gastgeber Oppenweiler/Backnang in Windeseile für die vorzeitige Entscheidung. Torwart Jürgen Müller erwies sich als starker Rückhalt seiner Mannschaft und sorgte mit zahlreichen Paraden für Ballgewinne. Er wehrte auch einen Siebenmeter von Felix Kerst ab. Auf der Gegenseite ging es weiter Schlag auf Schlag. Der Vorsprung des HCOB wuchs kontinuierlich an, nach 40 Minuten waren es elf Tore Differenz (30:19). Ein Pluspunkt blieb dabei die mannschaftliche Geschlossenheit. In Durchgang zwei erzielten zehn verschiedene Spieler die Tore. Die Spannung war raus – anders als beim HCOB-Erfolg im Hinspiel, als es lange Zeit Spitz auf Knopf stand.

Für die Gäste sprach, dass sie bis zuletzt um eine Resultatsverbesserung bemüht waren. Daher fiel das Fazit ihres Trainers Martin Wild zwar schon enttäuscht, aber auch gelassen aus: „Unser Spiel war nicht gut, aber auch keine Vollkatastrophe. Die letzten 20 Minuten versöhnen.“ Beim HCOB nutzte Rückraumspieler Tim Dahlhaus wie bereits in der Vorwoche die Gelegenheit, nach seiner langen Verletzungspause Spielpraxis zu sammeln. Er steuerte die letzten zwei Tore des Siegers zum 37:28 bei, ehe Fürstenfeldbruck das Endergebnis mit den letzten drei Treffern der Partie noch schönte. Souverän war es trotzdem vom HCOB, der sich nun mit gutem Zutrauen ins eigene Können auf die nächsten Topspiele gegen Konstanz, Würzburg und Pfullingen vorbereiten kann.

HC Oppenweiler/Backnang Stasch, Müller – Schliedermann (2), Newel (7), Buck (5), Schmid (1), Dangers (3), Diebel (1), Dahlhaus (2), Schmiedt (6), Orlich (2), Goller (5/2), Frank (2), Maurer (1), Rauh.

TuS Fürstenfeldbruck Luderschmid, Müller (1) – Bernhard (2), Hlawatsch (7), Riesner, Meinzer (4), Kerst (2/1), Völker (4), Link (1), Schell (1), Pichler (3), Riemschneider (4/1), Damm (2), Prestele.

Siebenmeter 2/2:2/3 (Kerst scheitert an Müller). – Zeitstrafen 14:8 Minuten (Schliedermann, Buck, Dangers, Diebel, Schmiedt, Orlich, Frank – Link/zweimal, Schell, Damm). – Schiedsrichter Haas/Wilken (Dietmannsried/Kempten). – Zuschauer 500.

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Erstellt:
11. März 2024, 06:00 Uhr

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