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HCOB blickt mit Sorge aufs Kellerduell

Abstiegsgefährdeter Handball-Drittligist Oppenweiler/Backnang erwartet den Drittletzten Willstätt zum zweiten Heimspiel in Folge

Zweites Heimspiel in Folge – und anders als beim Remis gegen die VTZ Saarpfalz will Handball-Drittligist HC Oppenweiler/Backnang am Samstag (20 Uhr) im zweiten Kellerduell nacheinander beide Punkte in der Gemeindehalle behalten. Allerdings benötigt auch der Drittletzte TV 08 Willstätt dringend Punkte. Pech für den HCOB ist, dass Rechtsaußen Philipp Maurer verletzt ausfällt.

Aus zwei mach eins: Philipp Maurer (links), der sich am Daumen verletzt hat und auf die ohnehin schon lange Ausfallliste des HCOB noch dazugekommen ist, sowie Lukas Köder, der nun die nächsten Wochen auf der Rechtsaußenposition ohne große Unterstützung sein wird. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Aus zwei mach eins: Philipp Maurer (links), der sich am Daumen verletzt hat und auf die ohnehin schon lange Ausfallliste des HCOB noch dazugekommen ist, sowie Lukas Köder, der nun die nächsten Wochen auf der Rechtsaußenposition ohne große Unterstützung sein wird. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Gegen die VTZ Saarpfalz reichte es dem HCOB vor heimischer Kulisse zu einem 30:30. Die einen bewerteten das Ergebnis kritisch, weil sie sich in einem Heimspiel zwei Zähler erhofft hatten. Die anderen freuten sich, dass es dank einer Energieleistung gelang, gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf in den Schlussminuten eine Niederlage abzuwenden und sich in der Tabelle mithilfe des Teilerfolgs sogar zu verbessern. Trainer Matthias Heineke urteilt: „Wir haben im Angriff nicht flüssig gespielt und die letzte Tiefe in den Aktionen zu häufig vermissen lassen. Wir haben daran gearbeitet, das zu verbessern.“ Auch an der Abstimmung im Abwehrinnenblock wurde gefeilt, „um endlich weniger als 25 Gegentreffer zu bekommen“. Ein ähnliches „zähes Ringen“ wie gegen den Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz will der Coach der Murrtaler im Vergleich des Viertletzten gegen den Drittletzten vermeiden: „Dafür braucht’s mehr Konsequenz im Angriff und mehr Disziplin in der Abwehr.“

Dem Gegner aus der Ortenau zollt Heineke Respekt, „das ist ein sehr ansprechender Aufsteiger, der besonders von Daniel Schliedermann sehr gut geführt wird“. Willstätts Rückraumspieler hatte vergangene Saison noch eine Schlüsselrolle im Spiel des VfL Pfullingen und war dann in den Raum Offenburg gewechselt. Vergangenes Wochenende fehlte er wie zwei weitere Spieler beim Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten II. Die Verantwortlichen um Interimstrainer Hans-Rudolf Fritsch hoffen aber, dass diese Akteure bis zur Partie in der Gemeindehalle wieder fit sind.

Eine weitere Einschätzung von Matthias Heineke: „Sie stellen eine kompakte Abwehr mit großen Spielern im Innenblock, sie verfügen im Angriff über eine gute linke Seite, außerdem haben sie mit Christian Skusa einen präsenten Kreisläufer.“ Mit 4:14 Punkten hat sich Willstätt trotzdem zunächst einmal hinten einsortiert. Heißt: Morgen treffen in der Gemeindehalle zwei Teams aufeinander, die im Kampf um den Ligaverbleib unbedingt punkten sollten.

HCOB-Rückraumspieler Tom Kuhnle sagt: „Es wartet eine große Herausforderung. Wir werden uns ganz gezielt auf diese Partie vorbereiten. Und dann hoffe ich, dass wir die Begegnung mit einer sehr guten Trainingswoche im Rücken für uns entscheiden. Wir müssen unsere Abwehr wieder gestellt bekommen, um im Zusammenspiel mit unseren Torhütern ein gutes Gesamtpaket aufs Feld zu stellen. Wir haben ein Heimspiel, das muss der Gegner von Beginn an spüren.“

Personell bleibt Oppenweiler/Backnang allerdings weiterhin nicht vom Glück verfolgt. Neben den Langzeitverletzten Benjamin Röhrle, Johannes Csauth und Jakub Strýc fällt auch Rückraum-Ass Jonas Frank nun schon seit drei Wochen mit einer Fußverletzung aus. „Es wird besser und ich fange diese Woche an, mich ein wenig zu bewegen“, sagt der Routinier, der aber weiterhin nicht einsatzfähig ist. Als ob das nicht genüge, fällt nun auch Rechtsaußen Philipp Maurer aus. Eine Daumenverletzung wird ihn für mehrere Wochen zum Zusehen zwingen. Nun lastet mehr Verantwortung auf Lukas Köders Schultern. Das kann dieser sicher stemmen, aber die zunehmenden Lücken gehen an die Substanz aller. Insofern hofft man beim HCOB, dass der mit einem Zweifachspielrecht ausgestattete Kreisläufer Jonathan Fischer vom Erstligisten Bietigheim wie vor einer Woche zum Einsatz kommen kann.

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Erstellt:
26. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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