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HCOB-Frauen schaffen den Durchmarsch

Aufstiegsgeschichten: Handballerinnen aus Oppenweiler und Backnang sichern sich den zweiten Aufstieg in Folge. Sie werden Meister in der Landesliga und dürfen sich in der neuen Saison auf die Begegnungen in der Verbandsliga freuen.

Haben viel Grund zum Jubeln (hinten von links): Denise Schaber, Spielertrainerin Judit Lukács, Anna Hug, Anna-Marie Grün, Melanie Mundinger und Reka Katona-Lukács. Mitte: Viktória Lukács, Paula Heitzler, Anna Rosenke, Male Schütz, Carina Fischer, Betreuerin Ronja Braun und Physiotherapeutin Yasmin Kauffmann. Vorne: Larissa Ziegler, Michelle Hoffrichter, Lea Soffel, Dorothea Csauth und Laila Handrick. Zur erfolgreichen Mannschaft gehören außerdem Luisa Niederdörfer und Tamina Ellenrieder. Foto: A. Hornauer

Haben viel Grund zum Jubeln (hinten von links): Denise Schaber, Spielertrainerin Judit Lukács, Anna Hug, Anna-Marie Grün, Melanie Mundinger und Reka Katona-Lukács. Mitte: Viktória Lukács, Paula Heitzler, Anna Rosenke, Male Schütz, Carina Fischer, Betreuerin Ronja Braun und Physiotherapeutin Yasmin Kauffmann. Vorne: Larissa Ziegler, Michelle Hoffrichter, Lea Soffel, Dorothea Csauth und Laila Handrick. Zur erfolgreichen Mannschaft gehören außerdem Luisa Niederdörfer und Tamina Ellenrieder. Foto: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Die Handballerinnen des HC Oppenweiler/Backnang spielten als Landesliga-Aufsteiger eine starke Runde und sicherten sich auf Anhieb die Meisterschaft. Besonders freut sich Spielertrainerin Judit Lukács darüber, dass ihre Handballerinnen auch auf ungewohnten Positionen Verantwortung übernommen haben.

In der Bezirksliga waren die HCOB-Handballerinnen in der vergangenen Saison klar überlegen, sie gaben keinen Punkt ab. Auch deshalb gab Judit Lukács vor dem Start in die Runde optimistisch einen Platz im Vorderfeld der Landesliga aus – wohlwissend, dass sich die ersten vier der zwölf Teams für die neu ins Leben gerufene Verbandsliga qualifizieren würden. „Und ich war mir sicher, dass wir mit unserem Kader vorne mitspielen können.“ Aber gleich auf Platz eins? Darauf hätte man nicht wetten können.

Das Team aus dem Murrtal erwischte einen guten Start, gewann auch knappe Partien und sammelte Selbstvertrauen. In 17 Spielen gab es 14 Siege, nur gegen die HSG Strohgäu II und bei der HSG Hohenlohe ließen die Murrtalerinnen beide Punkte liegen, ein Remis gab’s beim SV Salamander Kornwestheim. Dass der HCOB beim Saisonabbruch nicht auf Rang eins der aktuellen Tabelle stand, lag daran, dass Rivale SV Leonberg-Eltingen schon zwei Begegnungen mehr absolviert hatte. Die Quotientenregelung drehte das Tabellenbild. Der HC Oppenweiler/Backnang ist Meister. Die nunmehr auf Rang vier platzierten Leonbergerinnen dürfen sich – wie auch der SV Salamander Kornwestheim und die HSG Hohenlohe – ebenfalls über den Sprung in die Verbandsliga freuen. HCOB-Spielertrainerin Judit Lukács kann sich vorstellen, dass ihr Team bei regulärem Ablauf der Saison auch auf dem ersten Rang über die Ziellinie gelaufen wäre. „Es hätte zwar noch einige Spiele zwischen den führenden Teams gegeben, aber unsere Ausgangslage war schon sehr gut.“

Ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Meisterschaft war, „dass wir auch in der Landesliga einigen Mannschaften konditionell überlegen waren“, sagt Judit Lukács. Manche Spiele verliefen 25 Minuten ausgeglichen, ehe die HCOB-Handballerinnen ihren Vorteil ausspielten und zur Pause schon ein paar Tore vorgelegt hatten. Vergleichbares ergab sich oftmals nach rund 40 oder 45 Minuten. „Bei unseren Gegnerinnen hat die Kondition nachgelassen, und wir konnten das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden.“ Auch die Breite im Kader machte sich dabei bemerkbar. Der HCOB konnte somit mehr wechseln als viele Konkurrenten, ohne dass dadurch die Qualität nachließ. Viele Akzente beim Meister setzte die vor der Saison vom TSV Nordheim gekommene Reka Katona-Lukács, die im Schnitt über 8,5 Tore pro Partie erzielte. Sie war auf dem besten Weg, Torschützenkönigin zu werden.

Mit Viktória Lukács und Larissa Ziegler fielen zwei als Verstärkungen eingeplante Zugänge verletzungsbedingt fast die gesamte Runde aus. Der HCOB musste umstellen, Spielerinnen kamen auf ungewohnten Positionen zum Einsatz. Das funktionierte erstaunlich gut. Ein paar Beispiele: „Male Schütz deckt eigentlich auf der Halbposition, hat das aber auch im Mittelblock sehr überzeugend gemacht. Anna-Marie Grün ist im Angriff von der Mitte auf halblinks gewechselt und hat eine sehr gute Saison gespielt. Rückraumspielerin Dorothea Csauth war plötzlich auf Außen im Einsatz und hat immer wieder Tore gemacht, auch Kreisläuferin Melanie Mundinger erwies sich vom Flügel als treffsicher.“ Eine gute Entwicklung attestiert Spielertrainerin Judit Lukács auch Kreisläuferin Carina Fischer. „Sie hat sich kontinuierlich verbessert.“ Wobei das für viele andere Spielerinnen ähnlich gelte. Judit Lukács betont: „Nachdem sich unsere Spielerinnen im vergangenen Jahr in der Bezirksliga individuell enorm verbessert haben, bestand der große Schritt nach vorne in der Landesliga nun in der mannschaftlichen und taktischen Weiterentwicklung.“

Mit der Verbandsliga wartet nun erneut ein höheres Leistungslevel auf das aufstrebende HCOB-Team. „Eigentlich wollte ich zum Ende der Runde schon mal ein paar mögliche Gegner anschauen“, sagt Judit Lukács. Daraus wurde wegen der Coronakrise nichts. Darum sei eine Prognose nicht ganz einfach. „Klar ist für mich aber, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen. Ich sehe eine Perspektive in Richtung Mittelfeld und hoffe, dass wir im zweiten Jahr dann sogar nach vorne schauen können.“

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Erstellt:
23. Mai 2020, 06:00 Uhr

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