HCOB geht mit Selbstvertrauen ins Duell

Handball-Drittligist trifft zum 41. Mal auf den TSB Horkheim und hofft in der Karl-Euerle-Halle auf einen Erfolg

Es ist ein Highlight für die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang: Der Drittligist erwartet den TSB Horkheim. Das Duell hat Tradition, am Samstag um 20 Uhr findet in der Karl-Euerle-Halle das 41. Aufeinandertreffen statt. Die Gastgeber tankten zuletzt Selbstvertrauen und wollen dem Topteam mit viel Leidenschaft und Kampfgeist Paroli bieten.

HCOB-Akteur Philipp Maurer (beim Wurf) trifft morgen auf seinen Ex-Verein TSB Horkheim. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

HCOB-Akteur Philipp Maurer (beim Wurf) trifft morgen auf seinen Ex-Verein TSB Horkheim. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Im Auswärtsspiel bei der zuvor auf Tabellenplatz drei notierten TGS Pforzheim siegte der HCOB mit 37:29. Das Team bot eine vorzügliche Leistung – mit einer aufmerksamen Abwehr um den guten Torwart Stefan Koppmeier und einem erfrischenden Angriffsspiel mit Toren von nahezu allen Positionen. „Wir haben um jeden Ball gefightet und unserem Keeper mit einer guten Abwehr zugearbeitet, was er dann genutzt hat, um das Duell zwischen den Pfosten zu seinen Gunsten zu entscheiden“, sagt Trainer Mattias Heineke und ergänzt, „sodass dadurch auch unser Tempospiel gut zur Entfaltung kam.“ Kann die Mannschaft mit einem vergleichbaren Auftritt auch gegen den zum Kreise der Topteams zählenden TSB Horkheim erfolgreich sein? Der Coach sagt: „Ja, mit einer solchen Leistung können wir auch dieses Spiel gewinnen.“

Das wirft sogleich die Frage auf: Wie lässt sich die Leistungskurve konservieren – oder vielleicht sogar noch um ein paar Prozentpunkte steigern? Heineke verrät, „dass wir am Montag besprochen haben, was zu dieser Leistung geführt hat – und nun erwarten wir von uns selbst, dass wir auch am Samstag so auftreten und unser Spiel durchziehen“. Für das Selbstvertrauen war der Coup in der Goldstadt sehr wichtig, und an den wenigen Schwächen – zum Beispiel gab es trotz des guten Blocks noch ein paar Rückraumgegentore zu viel – wurde unter der Woche fleißig gearbeitet.

Mit dem TSB Horkheim kommt ein Drittliga-Spitzenteam in die Karl-Euerle-Halle. Was zeichnet die Mannschaft von Trainer Volker Blumenschein, der einst auch für den TV Oppenweiler und für den HCOB in gleicher Funktion aktiv war, aus? „Sie ist gut eingespielt und hat im Rückraum viele Optionen“, sagt Matthias Heineke und vertieft: „Die Angreifer strahlen Wurfgefahr aus, haben aber auch ihre Stärken im Eins-gegen-Eins.“ Auffällig ist auch Kreisläufer Nils Boschen, „der sehr robust ist und viel für sein Team arbeitet“. Zu Beginn der Saison landete Horkheim sieben Siege, da kamen Zweitliga-Träume auf. Seither gab es einige Punktverluste, aktuell stehen 20:10 Punkte und Rang vier zu Buche.

Aufgrund der regionalen Nähe hat die Begegnung einen besonderen Charakter. „Für so ein Spiel braucht kein Spieler eine Extramotivation“, sagt HCOB-Trainer Heineke und verspricht: „Wir werden emotional und kämpferisch sicher an unsere Grenzen gehen.“ Er hofft auch auf die euphorische Unterstützung der Zuschauer und erinnert ans letzte Heimspiel gegen die Horkheimer: „Da war die Karl-Euerle-Halle von der ersten Minute ein absoluter Hexenkessel – und am Ende haben wir einen Punkt erobert.“ Der war damals Gold wert. Auch jetzt kann der HCOB im Kampf um den Ligaverbleib weitere Zähler gut gebrauchen.

Was das Personal betrifft, hofft Trainer Matthias Heineke, dass ihm der gleiche Kader wie in der vergangenen Woche zur Verfügung steht. Eine Änderung gibt es auf jeden Fall. Stand in Pforzheim noch Torwartlegende Stefan Merzbacher als Ersatz für den verletzten Thomas Fink bereit, so rückt nun der seit Wochen in bestechender Form spielende Marcel Wolf aus dem Württembergliga-Team nach.

Horkheims Trainer Blumenschein ist nicht der einzige Gästeakteur mit Vergangenheit im Murrtal, auch Torwart Sven Grathwohl spielte zwei Jahre für den HCOB. Umgekehrt waren mit Philipp Maurer, Evgeni Prasolov und Marcel Lenz drei Sportler aus dem Team des Gastgebers einst am Stauwehr aktiv.

Zum Artikel

Erstellt:
14. Dezember 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Rems-Murr-Sport

Offen ist, wie es nach der Pause weitergeht

Den Beschlüssen der Politik, was den Amateursport betrifft, ist der Württembergische Fußballverband gefolgt. Die Teams von der Oberliga abwärts sind nun in die Winterpause geschickt worden. Das hatten die Vereinsvertreter der Region schon vermutet.

Rems-Murr-Sport

„Schlüssel liegt in sinkenden Fallzahlen“

Das Interview: Trainer Matthias Heineke vom HC Oppenweiler/Backnang hofft auf eine Entwicklung, die den Drittliga-Handball wieder zulassen wird. Bislang ist die Fortführung der laufenden Saison für den 9. Januar vorgesehen.