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HCOB jubelt: Auswärtssieg und Ligaverbleib

Handball-Drittligist aus dem Murrtal macht drei Spieltage vor Schluss mit unerwartetem 35:34 in Dansenberg den Nichtabstieg klar

Der HC Oppenweiler/Backnang hat einen Knoten ans Projekt Drittliga-Verbleib gemacht. Der Drittligist landete mit dem 35:34 beim Tabellenzweiten TuS 04 Dansenberg einen Coup. Dann machte die Nachricht von der Niederlage des TSV Neuhausen/Filder gegen die TGS Pforzheim die Runde – die Handballer aus dem Murrtal sind nach 27 von 30 Spielen durch. Der Nichtabstieg wurde bis in die Morgenstunden gefeiert.

Riesiger Jubel bei den Handballern aus Oppenweiler und Backnang sowie ihrem brasilianischen Edelfan Marcelo Bar (unten rechts), nachdem der Klassenverbleib geschafft war. Dank des unerwarteten Auswärtssiegs findet eine schlecht gestartete Runde doch noch ein gutes Ende. Fotos: A. Hornauer

© Alexander Hornauer

Riesiger Jubel bei den Handballern aus Oppenweiler und Backnang sowie ihrem brasilianischen Edelfan Marcelo Bar (unten rechts), nachdem der Klassenverbleib geschafft war. Dank des unerwarteten Auswärtssiegs findet eine schlecht gestartete Runde doch noch ein gutes Ende. Fotos: A. Hornauer

Von Alexander Hornauer

Nach einer Viertelstunde deutete wenig darauf hin, dass dieser Abend fürs Team aus dem Murrtal zur magischen Nacht werden würde. Dansenberg – ohne Rückraum-Ass Jan Claussen angetreten – nutzte die technischen Fehler des HCOB konsequent aus. Oft kamen die Außen zu freien Abschlüssen, die Gastgeber legten eine 13:7-Führung vor. Der HCOB ließ Torchancen aus. Dansenbergs bundesligaerfahrener Keeper Kevin Klier fing so an, wie er im Hinspiel aufgehört hatte; er war kaum zu überwinden.

Aber die Gäste bissen sich rein. Benjamin Röhrle, wegen eines Kreuzbandrisses lange zum Zusehen verurteilt, setzte Akzente. Gegen seine Würfe aus der zweiten Reihe fand Klier kein Mittel. Bereits im ersten Durchgang gelangen dem Rückraumspieler vier Tore. Da die Abwehr aufmerksamer wurde und Ballgewinne sammelte, setzten die Murrtaler Nadelstiche durch Konter. Das Spiel über den Kreis funktionierte, Philipp Schöbinger glich zum 15:15 (25.) aus. Zur Pause lag der Klub aus Kaiserslautern nochmals vorne, aber eben nur noch mit 18:17.

Oppenweiler/Backnang

lässt in Durchgang zwei

nicht mehr locker

In Durchgang zwei ließ Oppenweiler/ Backnang nicht mehr locker. Dansenberg verteidigte seine Führung noch ein paar Minuten, dann gelangen dem HCOB vier Tore in Serie. Lukas Köder überzeugte durch eiskalt abgeschlossene Konter. Aus einem 20:22 wurde ein 24:22, und das auch noch in Unterzahl. Der erhoffte Coup kam näher. Beide Teams begegneten sich nun absolut auf Augenhöhe. Dansenberg glich mehrmals aus, aber Röhrle traf weiter nach Belieben, bis zur 50. Minute legten meist die Gäste vor.

Ein 30-Meter-Treffer ins verwaiste Tor ließ Dansenberg wieder vom Sieg träumen. In der Schlussphase gingen die Hausherren viermal mit einem Tor in Führung. Aber der HCOB hatte immer die passende Antwort. Lukas Köder zum 31:31, Kevin Wolf zum 32:32, Benjamin Röhrle zum 33:33 und drei Minuten vor dem Ende auch zum 34:34. Die Partie stand auf des Messers Schneide. Und: Die HCOB-Abwehr stand, den Gastgebern gelang kein Treffer mehr.Auf der Gegenseite setzte Röhrle seiner Glanzleistung die Krone auf. Drei Verteidiger stürzten sich auf den zehnmal erfolgreichen Werfer, da legte der kurzerhand auf Schöbinger ab – und der traf eine Minute vor dem Ende zum 35:34. Damit war zumindest ein Punkt fast sicher, und als Dansenbergs letztes Anrennen in einem Fehlwurf mündete, waren es kurz darauf zwei. Als dann noch die Nachricht vom Pforzheimer Sieg in Neuhausen durchdrang, mischte sich in den Jubel über den Sieg noch die riesige Begeisterung über den vorab erreichten Ligaverbleib.

TuS 04 Dansenberg: Markus Seitz, Klier – Kiefer (5), Megalooikonomou (2), Christopher Seitz (3), Eisel (1), Holstein, Schulze (3), Munzinger, Bösing (2), Egelhof (6), Laurent (8/2), Serwinski (3).

HC Oppenweiler/Backnang: Fink, Koppmeier – Benjamin Röhrle (10), Sigle (4), David Szilagyi (n.e.), Wolf (5), Schöbinger (6), Kuhnle, Csauth (2), Maurer (n.e.), Raff, Koch, Köder (8/1), Frank, Vlahovic.

Schiedsrichter: Winter/Winter (Schwetzingen/Ketsch). – Zuschauer: 300. – Siebenmeter: 2/2 : 1/1. – Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Schöbinger/zweimal – Bösing).

Als zehnfacher Torschütze gefeiert und besonders im Blickpunkt: Benjamin Röhrle.

© Alexander Hornauer

Als zehnfacher Torschütze gefeiert und besonders im Blickpunkt: Benjamin Röhrle.

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Erstellt:
8. April 2019, 06:00 Uhr

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