HCOB will beim Seriensieger siegen

Die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang möchten nach zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur. Die Hürde könnte höher aber nicht sein. Am morgigen Samstag um 19.30 Uhr wartet mit dem TuS Fürstenfeldbruck ein Team mit beeindruckender Bilanz: Sieben Spiele, sieben Erfolge.

Ruben Sigle (grünes Trikot) wird wieder im Kader stehen und will mit dem HCOB fighten. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Ruben Sigle (grünes Trikot) wird wieder im Kader stehen und will mit dem HCOB fighten. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Für HCOB-Coach Matthias Heineke ist klar, dass sein Team vor allem defensiv eine Schippe drauflegen muss, um in der Nähe von München bestehen zu können. Der Trainer der Gäste trifft in der Wittelsbacher Halle auf einen alten Bekannten. Fürstenfeldbrucks Coach Martin Wild war in den vergangenen Monaten einer seiner Wegbegleiter auf dem Weg zur Trainer-A-Lizenz. „Wir verstehen uns gut und ich habe großen Respekt vor seiner kontinuierlichen Arbeit“, sagt Matthias Heineke über den 42-Jährigen, der für den Verein aus dem Münchner Umland nicht nur Coach, sondern auch Antreiber in vielen anderen Bereichen ist. Fürs Spiel allerdings sei das gute gegenseitige Verhältnis unwichtig, „in den 60 Minuten sind wir Kontrahenten und jeder wird alles für einen Sieg geben“.

Während die Handballer aus dem Murrtal zuletzt Niederlagen gegen Kornwestheim und Pfullingen hinnehmen mussten, schwimmt Fürstenfeldbruck auf einer Erfolgswelle. Die ersten sieben Spiele wurden gewonnen. Das ist ein super Start nach dem schmerzlichen Abstieg aus der Zweiten Bundesliga, in der sich die Handballer aus dem Tal der Amper nach dem Aufstieg im Jahr zuvor nicht hielten. Allerdings brachte die Gastgeber die Zweite Bundesliga in vielerlei Hinsicht weiter. „Sie haben körperlich und an Tempohärte sehr zugelegt“, findet Matthias Heineke. Und: „Sie haben in der zweiten Liga viele enge Spiele gehabt. Diese Erfahrung haben sie mitgenommen und spielen sie jetzt aus.“ Zum Beispiel am vergangenen Sonntag in einem unbequemen Spiel bei Aufsteiger TSG Söflingen. Dort kompensierten die TuS-Handballer auch das Fehlen einiger Akteure.

Drei Vorgaben von Trainer Matthias Heineke für seine Handballer

Die HCOB-Akteure ihrerseits wollen den Negativtrend stoppen und sich mit einem Erfolg in Fürstenfeldbruck eindrucksvoll zurückmelden. Trainer Matthias Heineke hat einige Stellschrauben ausgemacht, um mit seinem Team bestehen zu können. Erstens: „Wir brauchen viel Aufwand und wenige technische Fehler, um ihr Tempospiel einzudämmen.“ Zweitens: „Wir wissen, dass Fürstenfeldbruck gerade in Heimspielen immer wieder Phasen hat, in denen sie richtig heiß laufen. Da müssen wir cool und abgeklärt sein – und solche Phasen am besten zu unseren Gunsten drehen.“ Und drittens und zugleich am wichtigsten: „Für uns geht es hauptsächlich darum, das Zusammenspiel von Abwehr und Torwart wieder über 60 Minuten hinzubekommen.“ Je mehr dies gelingt, umso mehr traut Matthias Heineke seiner Mannschaft auch zu, um den Sieg mitzuspielen. Nachdem die Murrtaler am vergangenen Wochenende personell dezimiert antraten und im Rückraum kaum wechselten, bahnt sich Entspannung an. Ruben Sigle dürfte wieder im Kader stehen. Isaiah Klein könnte nach überstandener Verletzung zu seinem ersten Saisoneinsatz kommen. Auch bei Tobias Gehrke schreitet der Genesungsprozess gut voran.

Fürstenfeldbruck ist einer der Handball-Topklubs in Südbayern

Gegner Fürstenfeldbruck ist eine der führenden Mannschaften in Südbayern und Anziehungspunkt für Talente aus dem Münchner Raum. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Team unter Coach Martin Wild zu einem Drittliga-Spitzenteam. 2020 gelang der Aufstieg in Liga zwei. In dieser lieferte die Mannschaft gute Spiele ab, verpasste den Ligaverbleib aber deutlich. Eine Spielklasse tiefer zählt der Klub zu den Kandidaten für die Aufstiegsrunde. Zwei der zwölf Teams qualifizieren sich, aktuell wäre der TuS dabei. Mit Yannick Engelmann und Max Horner tragen derzeit zwei der drei Toptorschützen der Liga das Trikot des Klubs.

Zuschauer Wer die Drittliga-Partie in der Wittelsbacher Halle vor Ort verfolgen möchte, muss nach Auskunft der Gastgeber geimpft oder genesen sein – oder sich einem maximal 48 Stunden alten PCR-Test unterzogen haben. Dafür entfalle die Maskenpflicht in der Halle. Neben dem Nachweis ist der Personalausweis mitzubringen. Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse.

Fanbus Der HCOB setzt einen Fanbus ein. Das Mitfahren ist kostenlos, aber man muss sich vorher einen Platz reservieren. Anmeldungen nimmt Erich Maier unter der Telefonnummer 07191/4216 entgegen. Abfahrt ist am morgigen Samstag um 14 Uhr am Freibad in Oppenweiler. Für die Busfahrt gilt 2G.

Livestream Die Begegnung wird live auf Sportdeutschland.TV übertragen. Wer dabei zuschauen möchte, benötigt einen Account und ein Ticket zum Preis von 4,50 Euro.

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 11:30 Uhr

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