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HCOB zieht unwiderstehlich davon

Beim 31:24 gegen den TSV Blaustein gelingen dem Handball-Drittligisten in der zweiten Halbzeit acht Tore in Serie

Gelungener Saisonstart für die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang. Der Drittligist gewann gegen Aufsteiger TSV Blaustein souverän mit 31:24. Die Murrtaler verpassten es, sich schon in der ersten Hälfte einen deutlicheren Vorsprung herauszuwerfen. Nach dem Wechsel bedeuteten acht Tore in Serie die frühzeitige Entscheidung.

Felix Raff und die HCOB-Handballer ließen ihren Emotionen nach dem Heimsieg gegen den TSV Blaustein freien Lauf. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Felix Raff und die HCOB-Handballer ließen ihren Emotionen nach dem Heimsieg gegen den TSV Blaustein freien Lauf. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

Beide Mannschaften entwickelten zu Beginn offensive Durchschlagskraft. Für die Hausherren war dieser Verlauf zunächst nicht ganz zufriedenstellend, die Murrtaler hätten hinten gerne weniger zugelassen. Kurzzeitig lagen sie mit zwei Toren im Hintertreffen. Ab Minute zehn gaben sie jedoch mehr und mehr den Ton an. Sie machten aus einem 3:5 ein 7:5, nach 20 Minuten stand es 12:8. Vor allem der flinke Außenspieler Marcel Lenz bewies großen Torhunger. In dieser Phase hätte die Partie bereits einer frühen Entscheidung entgegeneilen können, aber: Die Murrtaler machten einige Leichtsinnsfehler zu viel. Blaustein nutzte das konsequent und arbeitete sich bis zur Pause auf 15:17 heran. Damit war alles offen.

Das sollte sich nach Wiederanpfiff jedoch schnell ändern. Denn: Die Abwehr der Hausherren präsentierte sich deutlich verbessert und stand nun gut. Blaustein kam kaum noch zum Torwurf. Probierten es die Gäste aus ungünstigen Lagen, dann scheiterten sie meist am starken HCOB-Keeper Stefan Koppmeier. Beim 19:21 war der Aufsteiger letztmals halbwegs dran, anschließend brachte er jedoch für exakt 15 Minuten keinen weiteren Treffer zustande. Der HCOB indes traf nach Belieben, acht Mal in Serie, es hieß 29:19. Die Partie war entschieden. Der große Vorteil in dieser Phase: Die Murrtaler konnten wechseln, ohne dass sich dies auf die Leistung auswirkte. Torgefahr ging von allen Positionen aus. Besonders gefiel Felix Raff, der sich wiederholt energisch durchsetzte. Die Stimmung in der Gemeindehalle näherte sich mit jedem Treffer dem Siedepunkt. Torwart Koppmeier sorgte mit einem Wurf ins verwaiste Gästetor für Begeisterung.

Dass die Spannungskurve angesichts von zehn Toren Differenz in den Schlussminuten ein wenig abfiel, war aus Sicht der Murrtaler zu verkraften. In Summe war es dennoch eine hervorragende zweite Spielhälfte, vor allem aufgrund der starken Defensivleistung. Das Auftreten der Mannschaft entsprach in groben Zügen dem, was man sich angesichts guter Ergebnisse in den vergangenen Wochen der Vorbereitung hatte erhoffen dürfen – die Kunst hatte darin bestanden, dies auch in die Tat umzusetzen. Blaustein gefiel in der ersten Halbzeit durch schnelles Spiel und eine gute Torausbeute. Nach Wiederanpfiff machte sich aber bemerkbar, dass die Einwechselspieler nicht ganz das Level der ersten Garde fortsetzen konnten. So mussten diese länger auf dem Feld verweilen und ließen dementsprechend Körner.

Beim HCOB gab Jakub Strýc ein umjubeltes Punktspielcomeback, das er mit fünf Toren krönte. Zugang Tim Düren gefiel in der Defensive und half, die Defensive zu stabilisieren. Timm Buck kam in der Schlussphase zu seinem Drittligadebüt und legte gekonnt das letzte Tor für Philipp Schöbinger auf. Der neue Keeper Felix Beutel durfte es, da sein Kollege Stefan Koppmeier klasse hielt, noch gemütlich angehen lassen, er kam zu einem Siebenmeter aufs Spielfeld.

HC Oppenweiler/Backnang: Koppmeier (1), Beutel – Lenz (6/2), Buck, Sigle (1), Vlahovic (1), Wolf (5), Prasolov (2), Schöbinger (2), Strýc (5), Kuhnle (1), Maurer (1), Raff (5), Köder (1), Düren.

TSV Blaustein: Ruhland (n.e.), Wittlinger (n.e.), Beha – Behr (2), Ugur, Hoßfeld, Hellmann, Frey (8/4), Dück (3), Kiechle (1), Christoph Spiß, Steffen Spiß (1), Terbeck (2), Tomvasyan (1), Staiger (1), Rapp (5).

Siebenmeter: 2/4:4/5 (Lenz wirft an den Pfosten und scheitert an Beha – Frey wirft am Tor vorbei). – Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Vlahovic/zweimal, Düren/zweimal, Sigle – Kiechle/zweimal, Hoßfeld). – Schiedsrichter: Homa/Mehl (Fürth). – Zuschauer: 550.

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Erstellt:
26. August 2019, 06:00 Uhr

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