Helena Grau siegt und steht nun im Kader

Judoka der TSG Backnang überzeugt beim Ranglistenturnier in Speyer und macht ihren Trainer Jens Holderle stolz

Jubel bei den Judokas der TSG Backnang: Nachwuchskämpferin Helena Grau gewann ein Ranglistenturnier in Speyer und qualifizierte sich damit für die deutsche Meisterschaft. Außerdem wurde sie offiziell in den Nationalkader zwei berufen. „Es ist ein super Erfolg. Wir sind stolz“, jubelt TSG-Trainer Jens Holderle. Jonas Riener und Leon Maier blieben in Speyer dagegen erfolglos.

Helena Grau (vorne) kämpfte sich beim Ranglistenturnier in Speyer auf den ersten Rang vor. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Helena Grau (vorne) kämpfte sich beim Ranglistenturnier in Speyer auf den ersten Rang vor. Foto: A. Becher

Von Katharina Klein

Helena Grau befindet sich spätestens jetzt auf dem besten Wege, in die Fußstapfen von Katharina Menz zu treten. Diese ist nicht nur fünfmalige deutsche Meisterin, sondern auch schon seit Jahren im Nationalkader. Einen ersten Schritt dorthin hat nun auch die 17-jährige Kämpferin der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm gemacht: „Helena wurde in den Nationalkader zwei berufen. Das ist ein erweiterter Nationalkader der Altersklasse U 21“, erklärt Trainer Jens Holderle.

Bereits in den vergangenen Monaten wurde Grau als Trainingspartnerin für die U-21-Nationalkaderathletin Mascha Ballhaus, die sich auf die Europameisterschaften vorbereitete, ausgewählt und war auch im Trainingslager zur Vorbereitung für die Weltmeisterschaften der Juniorinnen mit dabei. Dort erfuhr sie auch von ihrer Aufnahme in den Kader – ohne davor etwas zu ahnen: „Ich habe jetzt gar nicht damit gerechnet, weil die Saison schon länger vorbei ist. Zum 1. April und 1. Oktober werden aber die Kaderkammern neu besetzt und ich bin jetzt mit dabei“, schildert Grau. Sie schiebt gleich nach: „Ich habe mich mega gefreut. Es war eine sehr große Überraschung für mich. Es ist eine Belohnung für meine harte Arbeit. Ich sehe, dass sich das alles lohnt, das viele Training.“

Nach dem Trainingslager hatte die Backnangerin kaum Zeit, sich auf das Ranglistenturnier in Speyer vorzubereiten. Die letzten Wochen zehrten an ihren Kräften: „Ich war sehr müde von dem anstrengenden Trainingslager, habe mich deshalb aber umso mehr über den ersten Platz gefreut.“ Drei Gegnerinnen musste sie bezwingen, um die Goldmedaille in den Händen zu halten. Holderle, der die Kämpfe aus nächster Nähe beobachtete, ist voller Lob für seinen Schützling: „Sie hat ihre Kontrahentinnen beherrscht, dominiert und souverän gewonnen.“

Für ihre beiden Vereinskameraden, die ebenfalls in Speyer an den Start gingen, lief es nicht ganz so rund. Jonas Riener (Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm) kämpfte und unterlag dreimal. „Er hat trotzdem gut gekämpft. Es war ein wichtiger Auftritt für ihn, da es sein erstes Turnier bei den Männern war. Er verlor auch nicht chancenlos“, beschreibt Holderle die Leistung des 17-Jährigen. Leon Maier (bis 73) verlor seine erste Begegnung und landete daraufhin in der Trostrunde. Dort siegte er zwar einmal, unterlag danach aber wieder. Unterm Strich kam für ihn Platz neun heraus.

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Erstellt:
10. Oktober 2018, 06:00 Uhr

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