Hochbetrieb schon eine Woche vor dem Start

Zum zweiten Mal steht das Backnanger Mineralfreibad im Blickpunkt der Ausdauersportler. Für die Organisation braucht der ausrichtende Triathlon-Club mehr als 80 Helfer. Auf die beiden Titelverteidiger Matthias Betz und Mareike Spindler wartet starke Konkurrenz.

Steht nicht nur beim Schwimmen im Mittelpunkt: Das Backnanger Mineralfreibad, das zum zweiten Mal sowohl Startplatz wie auch Zielort der zahlreichen Wettkämpfe ist. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Steht nicht nur beim Schwimmen im Mittelpunkt: Das Backnanger Mineralfreibad, das zum zweiten Mal sowohl Startplatz wie auch Zielort der zahlreichen Wettkämpfe ist. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Eigentlich ist das Backnanger Mineralfreibad noch gut eine Woche geschlossen. Am Samstag und Sonntag herrscht dort unten im Murrtal dennoch Hochbetrieb. Dafür sorgt der TC Backnang, der übermorgen ab 13 Uhr nicht nur einen Swim und Run für die Elite der baden-württembergischen Triathlonjugend ausrichtet, sondern tags drauf neben dem Backnanger Citytriathlon (ab 9 Uhr) auch noch einen Wettkampf für die Jüngsten (ab 11.45 Uhr) veranstaltet. Insgesamt sind es an den zwei Tagen nicht ganz 500 alte und junge Nachwuchssportler, die sich schwimmend, radfahrend oder laufend im und rund ums Freibad eiligst fortbewegen.

„Von uns selbst sind rund 80 Helfer im Einsatz“, berichtet Thomas Hartmann vom veranstaltenden Triathlon-Club, welchen Aufwand der Backnanger Verein betreibt. Zudem erfährt der TCB Unterstützung von benachbarten Klubs wie den Motorradfreunden Aspach, die zum Beispiel auf der Radstrecke dafür sorgen, dass die Kampfrichter vom Sozius aus den Wettkampf gut verfolgen und kontrollieren können.

War einstmals die Bleichwiese in der Innenstadt das Zentrum Backnanger Triathlonfreuden, so befinden sich Start und Ziel nunmehr zum zweiten Mal am Backnanger Freibad. Das hat den Vorteil, „dass wir hier einen durchgehenden Wettbewerb haben“, erklärt Hartmann, Sprecher und einer der Köpfe des Organisationsteams. Vor Corona hatte es das noch nicht gegeben. Damals zog der gesamte Tross nach dem Schwimmen in die Stadtmitte um und es ging mit einige Stunden Verzögerung sowie mit den im Wasser angesammelten Zeitabständen nacheinander auf die Rad- und danach auf die Laufstrecke. Der schnellste Schwimmer voraus und der Rest der Meute hinterher.

Seit dem Vorjahr läuft’s auch beim Triathlon im Murrtal wie sonst überall in dieser Sportart. Erst geht’s rein ins Wasser, dann raus aus dem kühlen Nass und rauf aufs Rad, ehe am Schluss dann noch mal gelaufen wird. Zumindest am Sonntag ist das für alle gleich – egal ob jung oder alt. Nur die Distanzen unterscheiden sich.

Elite im Nachwuchsbereich des Ländles streitet bereits am Samstag um den Sieg

Am Samstag wird dagegen nur geschwommen und gelaufen. Der TC Backnang ist Ausrichter eines Laufes zum Racepedia-Cup des baden-württembergischen Triathlonverbands. Zwischen 10 und 19 Jahren sind die Starter alt, bei denen es sich um die größten Talente im Ländle handelt. Die jüngsten von ihnen müssen 100 Meter schwimmen und 800 Meter laufen, die älteren Starter haben 800 Meter im Wasser und 4 Kilometer zu Fuß vom Freibad in Richtung Steinbach und zurück zu bewältigen.

Deutlich länger sind dann einen Tag später die Ausdauersportler beim Jedermann-Triathlon um den Großen Preis der Firma Zanker unterwegs. 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren und 5 Kilometer Laufen sind angesagt. Am Start sind etwa 300 Frauen und Männer. „Wir sind seit Januar ausgebucht“, freut sich Hartmann über die gute Resonanz und erzählt: „Mit Matthias Betz und Mareike Spindler sind auch die beiden Vorjahressieger dabei.“ Ob der 18-Jährige aus Schweinfurt und die 29-Jährige aus Maxdorf erneut die Nase vorne haben, ist bei weitem noch keine ausgemachte Sache. „Vor allem bei den Frauen wird es wohl eine enge Sache“, prophezeit Thomas Hartmann, sei doch die Konkurrenz mit Sportlerinnen wie der ehemaligen Landestrainerin und Kaderathletin Julia Seibt oder mit Nachwuchskräften wie den Waiblingerinnen Vanessa Grauer sowie Valerie Moser stark.

Ein Urteil, das in Hartmanns Augen allerdings durchaus auch fürs Männerfeld zählt, in dem mit dem Lokalmatadoren Thomas Bosch zum Beispiel einer der besten deutschen Langstrecken-Triathleten mitmischt. Wobei der TC Backnang mit Andreas Voß und Jens Böhmig noch zwei weitere schnelle Athleten stellt, die vergangenes Jahr Sechster und Siebter waren. Eine Solonummer wird der Wettkampf im Murrtal für Titelverteidiger Betz wohl nicht. Das weiß Hartmann und freut sich gleichzeitig, „dass von unserem Klub mit Ronja Müller und Raphael Volz auch zwei junge Sportler gemeldet haben“. Und das sicher nicht, weil die zwei einfach mal eine Woche vor der offiziellen Saisoneröffnung im Backnanger Mineralfreibad schwimmen wollen.

Insgesamt drei Veranstaltungen im und rund ums Freibad

Auftakt Den Anfang der beiden Triathlontage macht der Swim und Run am Samstag. Dabei ermitteln rund 100 Starter zwischen 13 und 15.30 Uhr in fünf Altersklassen ihre Sieger.

Fortsetzung Am Sonntag geht es dann um 9 Uhr mit dem City-Triathlon weiter. Mit jeweils 15 Sekunden Abstand beginnen rund 300 Frauen und Männer den Ausdauerwettkampf mit dem Schwimmen. Danach wird zuerst aufs Rad und zum Schluss noch zum Laufen gewechselt.

Abschluss Um 11.45 Uhr beginn im Freibad dann der sogenannte Tri-Kids-Triathlon, für den bislang 70 Anmeldungen vorliegen. Die Sportler zwischen 5 und 15 Jahren messen sich ebenfalls in fünf Altersklassen und im Gegensatz zu den Erwachsenen gibt es beim Schwimmen einen sogenannten Massenstart, bei dem der ausrichtende TC Backnang besonders stark vertreten ist. Zu absolvieren sind zwischen 50 und 100 Meter Schwimmen, 1000 und 5000 Meter auf dem Rad sowie 200 bis 2000 Meter auf der Laufstrecke. „Von uns nehmen 18 Sportler teil“, berichtet Thomas Hartmann erfreut und fügt hinzu: „In dem Feld haben wir für kurzfristig Interessierte noch Startplätze frei.“ Weitere Informationen dazu erteilt er per E-Mail unter info@citytriathlonbacknang.de.

Drumherum Zuschauer haben freien Zutritt. Zudem gibt’s im Freibad-Kiosk eine Bewirtung. Als Zuschauer-Hotspots erwartet Hartmann die Kurve an der Einfahrt zum Freibad sowie die sogenannte Plattenwaldallee an der Straße nach Steinbach als Zuschauer-Hotspots. Aus Sicherheitsgründen ist die Radstrecke vom Freibad in Richtung Steinbach und nach Zell zwischen 7 Uhr und circa 13 Uhr für den Verkehr gesperrt.

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Erstellt:
21. April 2022, 06:00 Uhr

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